Spione und verdeckte Ermittler liefern Infos an Scuderi

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Sonsbeck. Vielen Beobachtern der hiesigen Fußballszene dürfte allenfalls der Vereinsname des ESC Rellinghausen 06 ein Begriff sein. Der heutige Gegner des SV Sonsbeck trägt seine Heimspiele im Essener Süden am „Krausen Bäumchen“ aus – so heißt die Bezirkssportanlage, auf der der Landesligist beheimatet ist. In den vergangenen Jahren haben die Essener in der Parallelgruppe gespielt. Jetzt, in der Saison 2016/17, wird es also zu zwei Aufeinandertreffen in der Gruppe 2 kommen. Etwas besser informiert über den Kontrahenten dürfte Sandro Scuderi sein, der seine „Spione“ ausgesendet hat, um ein Stärken-Schwächen-Profil vom Essener Team zu erhalten. Heute Abend um 19 Uhr steht seine Sonsbecker Mannschaft in Rellinghausen zum Anpfiff bereit.

Die Ausgangssituationen beider Teams sind unterschiedlich. Während die Gastgeber zum Auftakt mit 1:4 beim VfB Speldorf unterlagen, schwimmt der SVS nach seinem Pokalsieg über den Oberligisten VfR Fischeln (2:1) und dem Auftakterfolg im Punktspiel gegen den FSV Duisburg (2:1) bereits auf einer kleinen Euphoriewelle.

„Diesen Schwung wollen wir nutzen“, sagt deshalb auch SVS-Trainer Scuderi, der aktuelle Informationen von „Spion“ Guido Lohmann erhalten hat. Der Sportliche Leiter hatte sich am vergangenen Sonntag die Rellinghausener Niederlage in Speldorf angeschaut und bemerkt, dass die Essener in den letzten zehn Spielminuten noch drei Gegentore kassiert haben.

Scuderi hält sich bedeckt

Außerdem gibt es einen „verdeckten Ermittler“, der über einzelne Spieler wesentliche Informationen an Scuderi weiter gegeben hat.

Um wen es sich dabei handelt, verriet der Sonsbecker Übungsleiter gestern allerdings nicht. „Es ist ein befreundeter Trainer, der den ESC und seine Akteure ganz gut kennt“, hält sich Scuderi bedeckt.

Im Kader der Essener gibt es einige Spieler, die über Erfahrung aus Einsätzen in der Oberliga verfügen. Das allerdings hat sich bis dato noch nicht ausgezahlt. Durchaus möglich, dass der neue ESC-Trainer Marco Guglielmi, der vor Saisonbeginn vom Bezirksligisten Blau-Weiß Mintard zum „Krausen Bäumchen“ gewechselt ist, seine insgesamt elf Neuzugänge noch mit den verbliebenen Akteuren zu einer schlagkräftigen Einheit formen muss. 14 Spieler hatten den Tabellenachten der zurückliegenden Spielzeit verlassen – ein Umbruch war also unumgänglich und ist offensichtlich erfolgt.

Aber auf diese Umstände verschwendet Scuderi keinen Gedanken: „Wir sind prima gestartet und wollen unser Spiel auch in Essen auf den Platz bringen. Wir konzentrieren uns auf unsere Stärken.“ Veränderungen in der Startelf drängen sich nicht unbedingt auf. Fest steht aber, dass Jonas Gerritzen und Neuzugang Peter Janßen wegen ihrer Verletzungen noch nicht wieder einsatzbereit sind. „Außerdem hat der eine oder andere Spieler wie beispielsweise Niklas Maas mit kleineren Blessuren zu kämpfen. Das hindert uns aber nicht daran, eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen.“

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