Fußball-Kreisliga A

SV Millingens Lukas Mölders: „15 Tore trau ich mir schon zu“

Der Trainer und sein Schützling: Ulf Deutz mit Lukas Mölders, hier noch zu Bezirksligazeiten beim SV Budberg.

Der Trainer und sein Schützling: Ulf Deutz mit Lukas Mölders, hier noch zu Bezirksligazeiten beim SV Budberg.

Foto: Olaf Ostermann

Rheinberg.  Von der Fußball-Bezirksliga in die Kreisliga A: Torjäger Lukas Mölders spricht im Interview über sein Uni-Studium und über seinen Klubwechsel.

Nach einer durchwachsenen Saison in der Fußball-Kreisliga A hat der SV Millingen mit Ulf Deutz nicht nur einen neuen Trainer, sondern auch einige verheißungsvolle Neuzugänge verpflichtet. Mit den Personalien Philipp Raskopf (Fichte Lintfort), Lars Dargel (früher Concordia Ossenberg) und Tobias Praviza (Aldekerk) sind die Planungen abgeschlossen. Der „Königstransfer“ des Sommers heißt aber Lukas Mölders. Der 21-jährige Stürmer konnte seine Torjäger-Qualitäten bereits beim SV Budberg in der Bezirksliga unter Beweis stellen. Zu Ulf Deutz pflegt der Kamp-Lintforter ein besonders Verhältnis. Der 52-Jährige trainierte und prägte Mölders über viele Jahre hinweg.

Herr Mölders, mit 21 Jahren standen Sie 40-mal für den SV Budberg in der Bezirksliga auf den Platz. Warum geht es für Sie jetzt eine Liga tiefer?

Lukas Mölders: Ich kenne Ulf Deutz schon seit 14 Jahren, quasi seit den Bambini. Er ist mein Nachbar. Ulf hatte mich direkt gefragt. Irgendwie hatte ich schon mit seinem Anruf gerechnet, als er in Millingen Trainer wurde. Man kennt sich lange genug, tauscht sich immer wieder aus und weiß genau, was der andere vor hat. Aber auch die Gespräche mit dem Vorstand verliefen sehr positiv. Das Interesse des Vereins war groß. Da ich ab September in Duisburg ein Wirtschaftsstudium beginne, hat es für mich ganz gut gepasst.

Was schätzen Sie an Ulf Deutz besonders?

In erster Linie seine Art und seine Lockerheit. Aber er kann auch sehr detailliert und genau sein.

Eigentlich sollten Sie in der abgebrochenen Rückrunde für Fichte Lintfort in der Landesliga auf Torejagd gehen. Der SV Budberg hat Sie jedoch nicht freigegeben. Woran lag es?

Ich hatte nicht mehr so viel Spaß und wollte eigentlich nur übergangsweise bei Fichte trainieren, um in der neuen Saison dann woanders hinzugehen. Aber Fichte war die Ablöse am Ende zu hoch. Mich hat es allerdings nicht gestört, da ich mich nur fit halten wollte.

In dieser Saison ging es für den SV Millingen von Anfang an nur um den Klassenerhalt. Was ist in der kommenden Serie möglich?

Mit den Neuzugängen sind wir recht gut aufgestellt. Einige kenne ich noch aus der Jugend. Einen Platz im oberen Mittelfeld würde ich schon ganz gerne erreichen.

In Ihrem letzten A-Jugendjahr 2017 haben Sie 16-mal getroffen. Wie viele Tore darf man in der neuen Saison von Lukas Mölders erwarten?

Es hängt ein wenig von der Uni ab, ob ich bei jedem Training dabei bin oder jeden Sonntag auf dem Platz stehen kann. Sollte das der Fall sein, dann traue ich mir schon 15 Tore zu. Man sollte aber auch nicht zu verbissen sein, was die Ziele für eine neue Saison bei einer neuer Mannschaft anbetrifft.

Was war das verrückteste Spiel in Ihrer noch jungen Karriere?

Das war leider ein negatives. In der C-Jugend bin ich mit Fichte im Pokal weit gekommen, für uns Kinder war das damals schon etwas Großes. Irgendwann spielten wir bei strömendem Regen gegen Sonsbeck – auf Rasen. Wir sollten Noppenschuhe mitbringen. Ich hatte aber keine dabei. Trotzdem haben wir lange die Null gehalten, bis ich kurz vor Schluss weggerutscht bin und mein Gegenspieler das Tor gemacht hat. Das war sehr bitter. Umso schöner war es, in meinem letzten Jugendjahr mit dem SV Budberg die A-Jugend-Meisterschaft in der Leistungsklasse zu feiern. Fußball ist schon manchmal verrückt.

Wie sehr brennen Sie darauf, endlich wieder in der Meisterschaft vor den Ball zu treten?

Vor fünf Monaten hatte ich mein letztes Spiel. Abgesehen von der zurückliegenden Woche habe ich vier Monate lang nicht trainiert. So lange habe ich noch nie pausiert, auch nicht durch meine Sprunggelenksverletzung. Natürlich geht man viel Joggen oder ins Fitnessstudio. Aber sobald ich einen Ball am Fuß habe, bin ich nur schwer davon zu trennen.

Halten Sie den Start der neuen Saison im September für realistisch?

Ich denke schon. Mittlerweile kann man ja schon fast wieder normal trainieren. Und wenn man mit 20 Mann und Körperkontakt trainieren kann, dann kann man auch wieder spielen. Ich hoffe, dass es ab Anfang oder Mitte September wieder normal läuft. Ende Juli gehen wir in die Vorbereitung. Bis dahin stehen separate Laufeinheiten auf dem Programm, damit man nicht zu sehr aus dem Trott kommt.

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