Handball: Oberliga

SV Neukirchen benötigt einen kühlen Kopf

Eine Spielszene aus der vergangenen Saison, als der SV Neukirchen gegen Überruhr mit 26:23 gewann.  Marvin Bartnik (mit Ball) hier in Aktion. 

Foto: Erwin Pottgiesser

Eine Spielszene aus der vergangenen Saison, als der SV Neukirchen gegen Überruhr mit 26:23 gewann. Marvin Bartnik (mit Ball) hier in Aktion.  Foto: Erwin Pottgiesser

Neukirchen-Vluyn.   Oberligist tritt am Samstag, 18 Uhr, bei der heimstarken SG Überruhr an. Torwart Michael Biskup wird aber fehlen.

Der Sog des Tabellenkellers ist deutlich zu spüren. Die Oberliga-Handballer des SV Neukirchen sind seit langem ein fester Bestandteil dieser ungeliebten Region, schaffen nicht den nötigen Befreiungsschlag, um sich in ruhigere Gewässer zu bewegen. Die Blau-Gelben stehen derzeit mit der HSG Wesel und dem TuS Lintorf im Wettstreit gegen die beiden feststehenden Abstiegsplätze. Die übrige Konkurrenz ist bereits ein ganzes Stückchen enteilt. Neukirchen tritt Samstag, um 18 Uhr, bei der heimstarken SG Überuhr an.

Der SV Neukirchen hat allerdings gute Erinnerungen an diesen Gegner: Beide Begegnungen wurden in der vergangenen Saison (25:18/26:23) gewonnen. Doch auch diesmal sind wieder starke Nerven vonnöten und eine gesunde Portion Selbstbewusstsein, um sich der hitzigen und lautstarken Atmosphäre, die in der Halle in Überruhr herrscht, zu erwehren. Die SG-Spieler sind in der laufenden Meisterschaft vor heimischen Publikum noch ungeschlagen, können dort deutlich stabilere Leistungen als auf fremden Parkett abrufen.

Sieberin fehlte zuletzt

Überruhr verfügt gleich über etliche individuell starke Spieler in seinen Reihen. Insbesondere der überaus torgefährliche Pierre Sieberin auf der halbrechten Position schultert viel Verantwortung. Aber der Linkshänder fehlte die beiden vergangenen Meisterschaftsspiele wegen Verletzung – mit Sicherheit auch ein Grund, weshalb Überruhr unlängst beim Schlusslicht aus Lintorf mit 19:27 so richtig baden ging.

„Die Lage ist ernst. Es wird in Überruhr außerordentlich schwer zu bestehen“, so SVN-Trainer Torsten Klottig. „Aber in meiner Mannschaft stecken sicherlich Qualitäten – nicht alles ist schlecht. Wichtig ist, dass die Jungs nach dem dürftigen Auftritt gegen Aufderhöhe den Kopf wieder frei bekommen. Wir müssen uns als eine selbstbewusste, kampfstarke Einheit präsentieren.“

Nötige Körpersprache

Der SV Neukirchen benötigt nicht nur Mut, sondern vor allem wichtige Konstanz in seinen Leistungen. Waren beim Sieg gegen Gladbach Emotionen und Engagement überdurchschnittlich ausgeprägt, so mangelte es nur eine Woche später gegen Aufderhöhe an der nötigen Körpersprache – über weite Strecken sogar an der Einstellung.

„Ich weiß, dass meine Jungs es können“, stellt sich Torsten Klottig ganz klar vor sein Team. „Meiner Meinung nach, ist es eher ein mentales Problem, weshalb die Auftritte zuletzt so schwankend waren“, ergänzt er. „In meiner Mannschaft ist die Qualität zweifelsohne vorhanden. Ich hoffe, wir können sie Samstag bündeln, um etwas Zähbares mitzunehmen. Wir wissen aber auch, dass in der Halle in Überruhr richtig Alarm sein wird. Daher müssen wir mit Können und Leidenschaft dagegenhalten und vor allem kühlen Kopf bewahren“

Der SV Neukirchen reist allerdings zum Spiel nach Überruhr mit einigen personellen Sorgen im Gepäck an.

Michael Biskup fehlt aus privaten Gründen. Der Torwart präsentierte sich zuletzt gleich zweimal in ansteigender Form. Sein Ausfall schmerzt. Wer nun mit Fabian Zindel das Duo bildet, ist offen und wird kurzfristig entschieden.

Dennis Kühn plagt derzeit eine Entzündung am Wurfarm. Der Kreisläufer ist im Allgemeinen recht hart im Nehmen, dadurch aber eingeschränkt.

Youngster Felix Stenger hat seine Fingeroperation gut überstanden und bereits mit leichtem Lauftraining begonnen.

Thomas Pannen, der unlängst aus privaten Gründen ausfiel, wird Samstag aller Voraussicht nach in den Kader zurückkehren.

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