Handball / Verbandsliga

SV Neukirchen bricht am Ende gegen Adler Königshof II ein

Die neun Tore von SVN-Spieler Aljosha Akuinor (gelb) gegen Adler Königshof II (schwarz/weiß) reichten nicht. Neukirchen verlor am Ende die Nerven und die Partie.

Die neun Tore von SVN-Spieler Aljosha Akuinor (gelb) gegen Adler Königshof II (schwarz/weiß) reichten nicht. Neukirchen verlor am Ende die Nerven und die Partie.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Neukirchen-Vluyn.  Für den SV Neukirchen bleibt die Situation in der Handball-Verbandsliga bedrohlich – auch nach der Niederlage gegen Adler Königshof II.

Für den SV Neukirchen bleibt die Situation in der Handball-Verbandsliga verzwickt und bedrohlich: Die Blau-Gelben mussten im Kampf um den Klassenerhalt eine ganz bittere Pille schlucken, verloren vor heimischer Kulisse gegen die Zweitvertretung von Adler Königshof letztendlich verdient mit 30:32 (16:12).

Neukirchen tat sich zunächst ein wenig schwer, seinen Rhythmus zu finden. Die Mannschaft rannte Rückständen hinterher (4:6/7:9), weil es vor allem in der Offensive an der Abstimmung haperte. Die Spieler trafen die falschen Entscheidungen oder ließen viele gute Einwurfmöglichkeiten ungenutzt. Zu oft wurde der gegnerischen Torwart Thomas Grah angeworfen.

Aber die Gastgeber wurden in ihren Auftritt ruhiger und zunehmend effektiver. Neukirchen glich aus (9:9) und übernahm in der Folgezeit ganz klar die Spielkontrolle. Der Ball lief mit hoher Geschwindigkeit durch die eigenen Reihen. Die SVN-Spieler rissen dadurch Lücken in die Adler-Defensive und schlossen ihre Versuche nun konsequent ab.

Gute Grundstimmung

Auch in der Defensive herrschte eine gute Grundstimmung. Das Team kämpfte gut miteinander. Und des einen Pech, ist des anderen Glück. SVN-Keeper Andreas Dürdoth musste nach gut 20 Minuten nach einem „Kopftreffer“ das Spielfeld verletzungsbedingt verlassen. Sein Kollege Michael Biskup kam und bot bis zum Pausenpfiff eine überragende Vorstellung, entschärfte zahlreiche Adler-Würfe. Neukirchen hatte seine beste Phase und zog verdient bis zum Seitenwechsel auf vier Tore Unterschied davon.

Die Hausherren kamen in Halbzeit zwei mit neuem Schwung zurück aufs Parkett. Allerdings fehlte es wieder an Präzision beim Abschluss – sowie an Kaltschnäuzigkeit und Abgebrühtheit. Das Team zeigte sich nun völlig verunsichert, die SVN-Spieler erlebten einen krassen Leistungsabfall. Die Angriffe wurden zum Großteil schlecht und uninspiriert vorgetragen, in der Verteidigung fehlte die Hingabe. Trotz einer Manndeckung gegen Gäste-Goalgetter Tim Leigraf bekam Neukirchen keine Stabilität mehr ins Gefüge. Zu oft wurden die Gäste-Spieler einfach durchgewunken.

Die Gastgeber wirken müde

Die Gastgeber wirkten gerade in der hektischen Schlussphase müde uns ausgelaugt, mussten Königshof ziehen lassen. Abwehrspezialist Dennis Kühn sah in der 56. Minute erst Gelb und bekam anschließend noch eine Zwei-Minuten-Strafe.

„Wir haben uns in Hälfte zwei nicht mehr gut bewegt“, so ein enttäuschter SVN-Trainer Thomas Pannen. „Zu oft klein-klein gespielt, zu wenig dem Konzept vertraut.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben