Handball / Oberliga

SV Neukirchen erwischt im Derby einen rabenschwarzen Tag

Talent Matthias Elbers (beim Wurf) brachte nach seiner Einwechslung mit schnellen Bewegungen Schwung in den müden SVN-Angriff. Jens Beutelt (rechts) beobachtet die Aktion. Foto:Arnulf Stoffel

Talent Matthias Elbers (beim Wurf) brachte nach seiner Einwechslung mit schnellen Bewegungen Schwung in den müden SVN-Angriff. Jens Beutelt (rechts) beobachtet die Aktion. Foto:Arnulf Stoffel

Neukirchen-Vluyn.   Handball-Oberligist SV Neukirchen bot im Derby gegen den TV Oppum eine ganz schwache Vorstellung und unterlag in eigener Halle mit 20:29.

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Das war eindeutig zu wenig – in spieltaktischer wie auch in kämpferischer Hinsicht. Die Spieler des Handball-Oberligisten SV Neukirchen haben es nicht geschafft, die nötige Emotionalität und Körpersprache auf die „Platte“ zu bekommen, die in einem Nachbarschaftsduell nötig sind. Die Blau-Gelben unterlagen vor heimischer Kulisse nach einem einseitigen Kräftemessen dem weiterhin verlustpunktfreien TV Oppum aus Krefeld mit 20:29 (11:15).

Die Hausherren begegneten ihrem Konkurrenten nur in den Startminuten auf Augenhöhe. Im weiteren Verlauf gab es einen deutlichen Qualitätsunterschied zu sehen. Oppum stiftete mit seiner offensiven 3:2:1-Deckung im SVN-Angriff mächtig Verwirrung.

Die Mannschaft verkrampfte

Neukirchen hatte schlichtweg keine probaten Lösungsmittel, um diesen clever agierenden Abwehrriegel in Schwierigkeiten zu bringen. Auf so einfache Maßnahmen wie beispielsweise „Einlaufen ohne Ball“ warteten die zahlreichen SVN-Fans vergebens. Die Spieler rannten sich fest, trafen die falschen Entscheidungen oder schlossen ihre Wurfversuche nicht gut ab. Oppum zog davon (10:4/19.), weil der Gast in seiner Offensive einen Plan hatte und in seinem Bestreben auf zu wenig Gegenwehr stieß. Erst als SVN-Trainer Jörg Förderer in den letzten zehn Minuten des ersten Durchgangs reagierte und die Deckung auf eine agilere 5:1-Formation umstellte, kam mehr Engagement auf. Auch die Hereinnahme von Mittelmann Matthias Elbers brachte neue Impulse wie dringend benötigte Geschwindigkeit ins Spiel. Neukirchen trat dem Gegner nun mutiger entgegen, verkürzte die Rückstände. Wie selbstbewusst Oppum allerdings auftrat, zeigte die letzte Szene vor den Halbzeitpfiff, als Kreisläufer Sebastian Bartmann einen direkt ausgeführten Freiwurf humorlos in den Giebel hämmerte.

„Katastrophale Vorstellung“

Aus SVN-Sicht gab es nach dem Wechsel keine Steigerung. Das Team verkrampfte weiter, wurde in seinen Aktionen immer unsicherer. Es klappte so gut wie nichts. Wenn überhaupt, dann stach die Individualität. Oppum konnte sich in der Schlussviertelstunde sogar den Luxus erlauben, sein Personal munter durchzuwechseln.

„Es war eine katastrophale Vorstellung meiner Mannschaft“, sagte ein enttäuschter SVN-Trainer Jörg Förderer. „Insgesamt gesehen hat wenig funktioniert. Wir müssen die Schuld bei uns suchen.“

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