Handball / Oberliga

SV Neukirchen geht in Mönchengladbach erneut die Puste aus

Mit viel Licht und Schatten: Philipp Peich (hier beim Wurf) erzielte in Gladbach vier Tore. Foto:Erwin Pottgiesser

Mit viel Licht und Schatten: Philipp Peich (hier beim Wurf) erzielte in Gladbach vier Tore. Foto:Erwin Pottgiesser

Neukirchen-Vluyn.   Handball-Oberligist SV Neukirchen hält 40 Minuten bei Borussia Mönchengladbach mit, kassiert sieben Gegentreffer in Folge, verliert am Ende klar.

Es fehlte erneut die Konstanz, eine zunächst durchaus ansprechende Leistung über einen längeren Zeitraum auch mal ins Ziel zu retten. Für die Oberliga-Handballer des SV Neukirchen bleibt die Lage im Abstiegskampf angespannt und prekär. Die Blau-Gelben unterlagen beim Spitzenklub Borussia Mönchengladbach letztendlich verdient und ziemlich deutlich mit 20:27 (12:10).

Die Gäste überraschten in Hälfte eins mit einem mutigen und engagierten Auftritt. Die defensiv ausgerichtete Deckung bündelte die Kräfte geschickt, schloss mit einer guten Laufarbeit die Räume und ging mit einer aggressiven Ausrichtung die Gegenspieler an. Und selbst in der Offensive flutschte es – obwohl mit Marvin Bartnik ein ganz wichtiger Leistungsträger wegen Urlaubs fehlte. So hieß das Rückraum-Duo von links nach rechts: Philipp Peich, Gerit Fietze und Thomas Pannen.

Gute Chancenverwertung

Aber die gesamte SVN-Mannschaft präsentierte sich motiviert und willensstark. Die Physis stimmte noch, so dass die Spieler die Abläufe sicher abspulten, konsequent in die Lücken stießen und nervenstark die Chancen nutzten. Neukirchen erspielte sich Vorteile und führte kurz vor dem Seitenwechsel sogar mit 11:7 (26.).

Die Gäste versuchten in den zweiten 30 Minuten ihrem Konzept treu zu bleiben. Aber dieses Vorhaben hielt nicht lange. Die SVN-Spieler führten noch mit 15:14 (40.), ehe alle Dämme brachen. Man merkte der Mannschaft ganz klar den Kräfteverschleiß an. Gerade den Rückraumspielern, die aufgrund fehlender Alternativen, praktisch durchspielen mussten und somit einen unheimlich großen Aufwand betrieben, fehlten schlichtweg die „Körner“. Die Fehler in der Offensive stiegen rasant an – ob durch individuelle Patzer oder einer dürftigen Trefferquote. Da auch in der Abwehr nicht mehr der nötige Mindestaufwand betrieben werden konnte, ging dann alles ziemlich schnell. Der Tabellenzweite aus Gladbach sah die Gunst der Stunde und schlug gegen einen schwächelnden SVN eiskalt zu – warf sieben Tore in Serie zum vorentscheidenden 21:15 (48.). Neukirchen hatte nicht mehr die Mittel und auch nicht die Moral, um der Partie nochmals eine Wende zu geben.

„Ich bin enttäuscht“, erklärte SVN-Trainer Torsten Klottig. „Es waren gute 40 Minuten. Alle meine Spieler hatten richtig Bock. Der Einbruch hingegen kam mir zu schnell und zu krass. Ganz klar. Uns fehlten im Vergleich zu Mönchengladbach die personellen Alternativen. Aber die Jungs, die auf die Feld standen, dürfen ein Spiel nicht so leichtfertig herschenken.“

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