Handball: Oberliga

SV Neukirchen steht massiv unter Druck

Neukirchen muss in der Defensive stehen, so wie hier Philipp Theisejans (links) und Philipp Peich (rechts) hart zupacken. Im Hintergrund erwartet Torwart Michael Biskup den Ball, ganz links schaut Oliver Kaplanek zu.

Neukirchen muss in der Defensive stehen, so wie hier Philipp Theisejans (links) und Philipp Peich (rechts) hart zupacken. Im Hintergrund erwartet Torwart Michael Biskup den Ball, ganz links schaut Oliver Kaplanek zu.

Foto: Arnulf Stoffel

Neukirchen-Vluyn.   Oberligist tritt am Samstag, 19.15 Uhr, zum richtungsweisenden Spiel beim TSV Aufderhöhe an.

Der nervenaufreibende Abstiegskampf ist allgegenwertig. Der Druck und der Stress steigen im Gleichschritt an – die so wichtigen positiven Erfolgserlebnisse sind schon seit Wochen ausgeblieben. Die Oberliga-Handballer des SV Neukirchen warten bereits seit sechs Spieltagen auf etwas Zählbares, müssen daher allmählich „liefern“, damit sich die eh schon schwierige Lage nicht noch weiter zuspitzt. Die Blau-Gelben stehen beim TSV Aufderhöhe auf dem Prüfstand. Der Anpfiff erfolgt Samstag um 19.15 Uhr.

Aus SVN-Sicht scheint die Aufgabe durchaus lösbar. Selbst Aufderhöhe bekommt schon seit längerem keine Konstanz in die Leistungen, holte zuletzt überschaubare 3:11-Punkte. Gut für den SVN: Es waren Punkte gegen die Kellerkinder aus Wesel und Lintorf dabei. Aber Neukirchen gab sich auch vor dem Hinspiel vorsichtig optimistisch und bekam bei der 28:33-Heimpleite die gesamte Breitseite ab, blieb nach frühen, hohen Rückständen absolut chancenlos.

Viel Torgefahr

Insbesondere Florian Felder (12 Tore) narrte die SVN-Defensive mehrfach. Ansonsten spielt die Musik ganz klar im Angriff – gleich etliche Positionen sind gleichermaßen stark eingebunden. Die Defensive ist hingegen nicht gerade der „Paradeschlitten“, hat bislang daher auch die meisten Gegentore der gesamten Liga kassiert.

Neukirchen weiß auch diesmal um die Stärken des Gegners, muss daher konsequent in seinem Handeln auftreten. Aufderhöhe löst viele Aufgaben in der Kleingruppe, gegen die es bekanntlich Maßnahmen gibt. Sich auf diesen Gegner gewissenhaft einzustellen ist die eine Sache. Aber die SVN-Spieler sollten in erste Linie, vornehmlich in der Offensive, ihre eigenen Hausaufgaben erledigen.

Ganz wichtig wird sein, die zuletzt recht hohe Anzahl der unnötigen, technischen Fehler zu reduzieren, die Laufbereitschaft zu erhöhen, sowie die taktischen Vorgaben auszuschöpfen – und ganz nebenbei, eine bessere Effizienz beim Torabschluss zu erreichen. Gerade die einfachen Ballverluste sind es, die so schmerzen: Neukirchen hat zuletzt mehrfach die Bälle vertändelt und wurde daraufhin klassisch ausgekontert. Wenn der Gegner stets viele einfache Tore mit dem Gegenstoß erzielt, kann dass schon mal die eigene Moral brechen.

„Reelle Chance“

„Ich habe schlechte Erinnerungen an das Hinspiel. Wir haben uns vorführen lassen, konnten deren Kreisläuferspiel nicht unterbinden“, sagt SVN-Trainer Torsten Klottig. „Für uns ist es extrem wichtig zu punkten. Aber dazu muss meine Mannschaft unbedingt die technischen Patzer in den Griff bekommen. Ein weiterer Schwerpunkt wird sein, die Absprachen in der Defensive besser zu koordinieren. Ich denke, wir besitzen eine durchaus reelle Chance, etwas Zählbares zu holen.“

Beim SV Neukirchen drückt der personelle Schuh diesmal extrem auf der Torhüterposition: Michael Biskup laboriert an einer Verhärtung an der Rückenmuskulatur, Matthias Baatz macht die Wade zu schaffen und Fabian Zindel kann die gesamte Woche aus beruflichen Gründen nicht trainieren.

Bei Jens Beutelt sieht es wegen seiner Meniskusverletzung nicht gut aus. Sein Mitwirken ist ebenso ungewiss wie das von Andre Behmer aufgrund von Achillessehnenproblemen.

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