Fußball-Landesliga

SV Scherpenberg geht in die Offensive

Auch auf Maximilian Stellmach (r.), hier gegen Arminia Klosterhardt, kommt es bei Scherpenberg an.

Auch auf Maximilian Stellmach (r.), hier gegen Arminia Klosterhardt, kommt es bei Scherpenberg an.

Foto: Pottgiesser

Moers.   Der abstiegsbedrohte Fußball-Landesligist SV Scherpenberg setzt beim VfL Rhede am Sonntag auf eine offensiv ausgerichtete Taktik.

Dreimal hat es den Vergleich zwischen den Fußball-Landesligisten SV Scherpenberg (12. Platz, 49:61 Tore, 36 Punkte) und VfL Rhede (7., 59:54, 43) schon gegeben, allerdings noch nie einen Sieger. Denn alle drei Begegnungen endeten bisher Unentschieden. Mit einer erneuten Punkteteilung könnten die Scherpenberg auch am Sonntag gut leben, wenn sie um 15 Uhr im Rheder Sportzentrum antreten.

„Es ist wahrscheinlich das erste Mal, dass wir nicht als Favorit auf Rhede treffen“, stellt SVS-Coach Timo Barbeln beim Blick auf die Tabelle fest. Während sein Team angesichts von fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz noch um den Klassenerhalt kämpft, sind die Gastgeber Siebter und haben damit bereits Planungssicherheit für ein weiteres Jahr in der Landesliga.

70 Kilometer Anfahrt

Trotzdem wollen sich die Moerser nicht verstecken, sondern sich für ihre weite Anfahrt von etwa 70 Kilometern mit einem Punktgewinn belohnen. „Wir spielen da nicht auf 0:0“, gibt Barbeln eine offensive Ausrichtung vor. „Stattdessen wollen wir dort weitermachen, wo wir zuletzt mit dem Pokalsieg und dem Erfolg gegen Klosterhardt aufgehört haben. Wir werden offensiv ausgerichtet sein und mit aller Macht versuchen, etwas Zählbares mitzunehmen. Wird das am Ende nur ein Punkt, wäre ich darüber auch froh.“

Den großen Rasenplatz des VfL, dem manches Auswärtsteam mit Respekt oder Unbehagen begegnet, sieht der SVS-Trainer nicht als Nachteil an: „Da sollten unsere schnellen Außenspieler ihre Stärken zur Geltung bringen können.“

Basierend auf den Erfahrungen der bisherigen Spiele gegen Rhede erwartet Timo Barbeln, dass seine Elf das Spiel wird machen müssen: „Gegen uns hat der VfL bisher immer hinten drin gestanden und dann auf Konter gesetzt. Dazu kommt die Kopfballstärke dieser Mannschaft bei Standardsituationen.“

Schmidt fehlt bis Saisonende

Deshalb hofft er auch, dass sein Team mehr Stabilität als zuletzt in die Defensive bekommt: „Tore schießen wir immer, aber hinten müssen wir noch besser stehen.“ Allerdings wird der Coach genau in diesem Bereich umstellen müssen: Innenverteidiger Lucas Schmidt fällt wegen seiner Rot-Sperre bis zum Saisonende aus, und mit Naldo Franke muss ein möglicher Vertreter wegen einer Gelb-Sperre ebenfalls zusehen.

Fraglich ist zudem der Einsatz des erkrankten Almir Sogolj. „Ich hoffe aber, dass er rechtzeitig fit wird“, sagt Barbeln und setzt auf den Stürmer, der zuletzt zweimal in Folge getroffen hat.

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