Fußball / Landesliga

SV Scherpenberg holt beim VfL Rhede einen wichtigen Sieg

Yasin Duman (rechts), hier gegen den GSV, traf beim VfL Rhede zweimal für den SV Scherpenberg. Foto:Oleksandr Voskresenskyi

Yasin Duman (rechts), hier gegen den GSV, traf beim VfL Rhede zweimal für den SV Scherpenberg. Foto:Oleksandr Voskresenskyi

Moers.   In der Fußball-Landesliga feiert der SV Scherpenberg nicht nur einen wichtigen Auswärtssieg sondern auch einen Schritt Richtung Klassenerhalt.

Dass sich Torwart Tobias Prigge in der 86. Spielminute beim VfL Rhede mächtig viel Zeit gelassen hatte, bestrafte Schiedsrichter Güray Ramazan Can (Barisspor Bottrop) mit der Gelben Karte. Doch das war für den Keeper vom SV Scherpenberg mit Sicherheit zweitrangig. Immerhin konnte sein Team mit dem 4:1 (2:1) in der Fußball-Landesliga nicht nur einen wichtigen Auswärtssieg sondern auch einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt feiern. Auch deshalb, weil der SV Hönnepel-Niedermörmter gleichzeitig bei den SF Niederwenigern eine 3:0-Halbzeitführung mit 3:5 nicht über die Zeit bringen konnte.

Allerdings hatte es in Rhede für den SV Scherpenberg nicht so klasse angefangen. Vor dem 0:1 war Innenverteidiger Nico Frömmgen ausgerutscht, der Ball kam zum Rheder Simon Lechtenberg, der Prigge keine Chance ließ (11. Minute). Und Rhede spielte weiter gut. Ganz anders der SV Scherpenberg.

Schmeichelhafte Halbzeitführung

„Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn wir zur Halbzeit mit 1:3 hinten gelegen hätten“, gab nach der Partie Abdassamad Sallay zu, dass die Halbzeitführung schmeichelhaft war. Er vertrat den verhinderten SVS-Trainer Timo Barbeln an der Seitenlinie. Doch die Gäste lagen zur Halbzeit nicht in Rückstand. Im Gegenteil. Frömmgen verwandelte einen Strafstoß (35.), weil Emre Terzi im VfL-Strafraum gefoult worden war. Yasin Duman erwischte Rhede-Keeper Sebastian Kaiser dann noch auf dem falschen Fuß (42.), und der SVS konnte mit einer 2:1-Führung den Gang in die Kabine antreten.

Dort überlegte sich Sallay eine neue taktische Ausrichtung. Die Gäste spielten nun nicht mehr so angriffslustig. Vielmehr ließen sie Rhede kommen, standen defensiver. „So, wie man auswärts spielen sollte“, freute sich Sallay über seinen gelungenen Schachzug. „Das hat sofort gegriffen.“ El Houcine Bougjdi setzte schließlich nach einer schönen Einzelleistung Duman in Szene, der so seinen zweiten Treffer machen konnte (84.), und ein zweites Mal passte er auf den kurz zuvor eingewechselten Junior Holzum, der sich mit dem Tor zum 4:1-Endstand belohnte (90+1.).

„Am Ende war der Sieg schon verdient, aber aufgrund der ersten Halbzeit ist er doch zu hoch ausgefallen“, sagte Sallay dann nach dem Spiel. „Die Gelbe Karte von Tobias war überflüssig, da lagen wir ja schon mit 3:1 vorne.“ Trotzdem lobte er den Einsatz der gesamten Mannschaft, die nun auf dem besten Wege ist, den Klassenerhalt zu schaffen. „Einen Punkt brauchen wir auf jeden Fall noch“, rechnet der Interimstrainer vor. Und mit Blick auf die aktuelle Tabelle musste er gestern dann schmunzeln: „Jetzt liegen wir erstmal vor Fichte Lintfort und dem GSV Moers.“

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