Fußball: Landesliga

SV Scherpenberg siegt erst in der Nachspielzeit

Ercan Sendag (am Ball) feierte mit dem SV Scherpenberg einen 1:0-Erfolg über den PSV Wesel-Lackhausen.

Foto: Ulla Michels

Ercan Sendag (am Ball) feierte mit dem SV Scherpenberg einen 1:0-Erfolg über den PSV Wesel-Lackhausen. Foto: Ulla Michels

Moers.   Landesligist müht sich zu einem späten 1:0-Erfolg über den PSV Wesel-Lackhausen. Selim Hamdi war der goldene Torschütze.

„Am Ende zählen nur die drei Punkte“, bemühte Almir Sogolj eine alte Fußballweisheit. Der Stürmer des Fußball-Landesligisten SV Scherpenberg wusste, dass das die positivste Erkenntnis beim 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen den PSV Wesel-Lackhausen war. „Nicht gut“ fand er die Leistung von sich und seinem Team. Selim Hamdi hatte das einzige Tor trotz langer und am Ende gar zweifacher Überzahl erst in der Nachspielzeit erzielt.

Auf dem Scherpenberger Ascheplatz stand der PSV kompakt, machte die Räume eng, störte den Spielaufbau der Gastgeber aber immer wieder effektiv. Der SVS fand überhaupt nicht zu seinem Spiel und so war es lange eine zerfahren und höhepunktarme Partie. Die nahezu einzige nennenswerte Chance hatten gar die Gäste. Eray Tuncel fasste sich ein Herz und setzte seinen Schuss aus der zweiten Reihe an die Querlatte (27.).

Gäste haben die ersten Chancen

Die zweite Halbzeit musste Wesel-Lackhausen fast komplett in Unterzahl spielen. Alpay Erdem verlor den Ball nahe des gegnerischen Strafraums an Nico Frömmgen und foulte den SVS-Verteidiger gefrustet von hinten (48.). Die Rote Karte war sicherlich vertretbar, dennoch eine eher harte Entscheidung. Auch die zweite Chance des Spiels hatte der PSV, als Lauritz Meis bei einem Konter per Flachschuss an Scherpenbergs Torwart Dominik Weigl scheiterte (57.).

In der 68. Minute musste dann auch Wesels Johannes Bruns vom Platz, nach einem rüden Foul an El Houcine Bougjdi sah er die Gelb-Rote Karte. Scherpenberg tat sich dennoch schwer, spielte zu lange viele hohe Bälle nach vorne und entfachte erst in der Schlussphase durch gute Angriffe vor allem über außen Druck. Maximilian Stellmach (75.) und Almir Sogolj (87.) scheiterten mit Schüssen im Strafraum an Gäste-Torwart Sebastian Kaiser. In der vierten Minute der Nachspielzeit konnte er einen Distanzschuss von Bougjdi aber nur abklatschen lassen. Hamdi schoss technisch anspruchsvoll aus spitzem Winkel volley zum Sieg ein.

SVS-Trainer Sezgin Demirci sagte nach dem Spiel: „Wir haben uns unheimlich schwer getan, vor allem fußballerisch. Am Ende war der Sieg schon glücklich aber sehr wichtig.“

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