Fußball: Niederrheinpokal

SV Scherpenberg siegt nach großem Kampf

Nach einem packenden Pokalfight setzte sich gestern Abend am Ende Landesligist SV Scherpenberg mit 8:7 nach Elfmeterschießen sensationell gegn Oberligist VfB Homberg im Achtelfinale des Niederrheinpokals durch. 

Foto: Arnulf Stoffel

Nach einem packenden Pokalfight setzte sich gestern Abend am Ende Landesligist SV Scherpenberg mit 8:7 nach Elfmeterschießen sensationell gegn Oberligist VfB Homberg im Achtelfinale des Niederrheinpokals durch.  Foto: Arnulf Stoffel

Moers.   Landesligist setzt sich in Unterzahl mit 8:7 nach Elfmeterschießen über Oberligist VfB Homberg im Niederrheinpokal durch und ist im Viertelfinale

Gestern Abend ging rund um das Scherpenberger „Wäldchen“ nichts mehr. Das Niederrheinpokalspiel zwischen Fußball-Landesligist SV Scherpenberg und Oberligist VfB Homberg elektrisierte die Fans. Mehr als 1200 Besucher sorgten in dieser Achtelfinalpartie so auch für das nötige Flair. Die letzten Zuschauer nahmen erst ihren Platz ein, als das Spiel schon begonnen hatte.

Und am Ende gab es die große Sensation. Zum zweiten Mal setzte sich der SV Scherpenberg gegen einen Oberligisten durch. Nach dem 1:0-Erfolg über die SSVg. Velbert musste nun der VfB Homberg dran glauben. Der SVS siegte mit 8:7 (4:4, 3:3, 1:2) nach Elfmeterschießen und hat das Viertelfinale am 25. November erreicht. Und zeigte dabei eine tolle kämpferische Leistung, spielte über fast 90 Minuten in Unterzahl.

Schon mit dem ersten Angriff gingen die Gelb-Schwarzen durch Samet Sadiklar nach Vorlage von Valdet Totaj mit 1:0 in Führung. Scherpenbergs Keeper Dominik Weigl hatte gegen diesen Dropkick von der Strafraumgrenze keine Chance. Da stand noch der ein oder andere Zuschauer vor dem Kassenhäuschen und konnte diesen Treffer nicht sehen.

Kurz darauf hielt Weigl seine Farben weiter im Spiel. Mit einer glänzenden Parade lenkte er den Schuss von Justin Bock um den Pfosten. Die Homberger versäumten es in dieser Phase, mit dem 2:0 für eine Vorentscheidung zu sorgen. So langsam kam auch Scherpenberg besser ins Spiel und wurde schließlich schon in der 17. Minute mit dem Ausgleich durch El Houcine Bougjdi belohnt.

Rote Karte für Ercan Sendag

Doch ab der 26. Minute spielten die Hausherren nur noch in Unterzahl. Allerdings war die Rote Karte gegen Ercan Sendag nach einem Foulspiel nach Auskunft von Verantwortlichen beider Teams wohl ein wenig überzogen. Doch auch in Unterzahl blieb Scherpenberg gefährlich, ging sogar in der 33. Minute mit 2:1 in Führung. Erneut war El Houcine Bougjdi erfolgreich.

Der klassenhöhere Gast wurde nach der Pause stärker und in der 57. Minute war es der zur Halbzeit eingewechselte Ferdi Acar, der nach Vorarbeit von Patrick Dertwinkel, mit einem Schuss in den Winkel, den Ausgleich erzielte. Nur zwei Zeigerumdrehungen weiter lenkte Meik Kuta einen Freistoß unglücklich zum 2:3 ins eigene Tor ab.

Nun hatte der Oberligist alle Vorteile in der Hand. Doch so leicht gaben sich die Scherpenberger nicht geschlagen. Der eine Minute zuvor eingewechselte Hari Coric behauptet sich links im Strafraum gegen drei Homberger auf engstem Raum und versenkte den Ball ins lange Eck zum 3:3 (70.). Anschließend traf Meik Kuta sogar noch den Pfosten. Das wäre das 4:3 für den Landesligisten gewesen. So ging es in die Verlängerung.

Und selbst dort kämpften die Gastgeber großartig weiter. In der 93. Minute traf Sadiklar mit seinem zweiten Treffer zum 4:3. Wer gedacht hätte, die Partie wäre entschieden, der sah sich erneut getäuscht. Der frühere Homberger Ercan Aydogmus traf noch im ersten Abschnitt der Verlängerung zum 4:4.

Im anschließenden Elfmeterschießen war es dann Nico Frömmgen, der den entscheidenden verwandelte, nachdem Scherpenbergs Keeper Weigl gleich zwei parieren konnte.

SVS: Weigl, Sendag, Duman, Stellmach, Franke, Sogolj (69. Aydogmus), Kuta, El Houcine Bougjdi, Yassin Bougjdi (69. Coric), Frömmgen, Sengül (78. Schmidt).

VfB: Laroshy, Welky, Dusy, Totaj (101. Merzagua), Wibbe, Sadiklar, Kogel (51. Rybacki), Walker, Bock (46. Bock), Schmitt, Dertwinkel.

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