Fußall: Bilanz

SV Scherpenberg will an die Hinrunde anknüpfen

Foto: Arnulf Stoffel

Moers.   Landesligist belegt derzeit Platz drei, verliert aber mit Ercan Aydogmus und Hari Coric zwei weitere Spieler.

Eine äußerst ereignisreiche Saison erlebt bisher der Fußball-Landesligist SV Scherpenberg. Nach dem Aufstieg spielte der SVS eine starke Serie in der ersten Landesliga-Saison der Vereinsgeschichte. Im Niederrheinpokal ging es bis ins Viertelfinale. In der Winterpause trat dann Kay Bartkowiak als Trainer zurück. Auch im Spielerkader gab es einige Veränderungen.

Nach dem Aufstieg hatten die Scherpenberger gleich das nächste große Ziel ausgerufen, den Durchmarsch in die Oberliga. „Wir haben direkt ein ambitioniertes Ziel formuliert, aber alles andere wäre mit dieser Mannschaft auch unglaubwürdig gewesen“, erklärte Kay Bartkowiak damals. Tatsächlich war bereits der Aufstiegskader aus der Bezirksliga selbst für Landesliga-Verhältnisse hochkarätig besetzt und wurde mit Ercan Aydogmus (zuvor Wuppertaler SV) und Hari Coric (Greuther Fürth II) zudem noch namhaft verstärkt.

In der Spitzengruppe

Und der SVS hielt Wort, setzte sich schnell in der Spitzengruppe fest. Zwischenzeitlich führte der Neuling die Liga sogar für drei Spieltage an. Mit 4:1 beim FSV Duisburg und dem 3:0 gegen den 1. FC Kleve wurden im Herbst die beiden ärgsten Verfolger innerhalb von acht Tagen geschlagen. Das war schon ein Ausrufezeichen. Auch im Niederrheinpokal sorgte Scherpenberg für Furore. Nach Siegen gegen die guten Oberligisten Velbert und VfB Homberg zog das Bartkowiak-Team ins Viertelfinale ein, scheiterte im Elfmeterschießen am FSV Duisburg.

„Bis auf die letzten Spiele haben wir absolut überzeugt“, resümiert Bartkowiak. Als der Scherpenberger Platz Ende der Runde gesperrt war und die Mannschaft kaum trainierte, gelang dreimal hintereinander kein Sieg. Damit überwintert der SVS auf Rang drei.

„Die Mannschaft ist im Aufstiegsrennen für die Oberliga und im Niederrheinpokal haben wir wieder etwas für die Vereinsgeschichte getan“, zieht Bartkowiak daher eine positive Bilanz.

Dennoch war für ihn anschließend Schluss. Private und berufliche Veränderungen hatten ihn bereits seit Monaten beeinträchtigt, wie er erklärte. Der bisherige spielende Co-Trainer Ercan Sendag sowie Bartkowiaks anderer langjähriger Assistent Sezgin Demirci sind das neue Trainergespann. Gleichzeitig verlassen Paul Haag (zur Spielvereinigung Rheurdt-Schaephuysen), Meik Kuta, Sebastian Schulz, Bastian Paschke, Hari Coric und Ercan Aydogmus (alle Ziel unbekannt) die Mannschaft.

Finanziell nicht zu stemmen

Zur Trennung von den beiden Sommer-Zugängen Aydogmus und Coric sagt Sendag: „Das ging von unserer Seite aus. Das war finanziell nicht mehr zu stemmen und dazu passte auch die sportliche Seite nicht zu den Kosten.“ Der aktuelle Kader werde darüber hinaus nun aber „so bleiben wie er ist“, erteilt Sendag Gerüchten über einen großen Exodus eine Absage.

Der souveräne Sieg beim Moerser Hallenstadtpokal war der erste Hinweis, dass das Team weiter ambitioniert auftritt. „Wir wollen an die Hinrunde anknüpfen“, möchte Sendag den erfolgreichen Weg fortsetzen, nimmt aber auch Druck raus: „Der Aufstieg ist keine Pflicht.“

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