Fußball-Landesliga

Topspiel: Scherpenberg mit Kapitän Karadag gegen St. Tönis

Gelbe Gefahr: Bora Karadag ist wieder fit für die Landesliga.

Gelbe Gefahr: Bora Karadag ist wieder fit für die Landesliga.

Foto: Arnulf Stoffel / FUNKE Foto Services

Moers.  Im Topspiel der Fußball-Landesliga kann der SV Scherpenberg am Sonntag gegen Teutonia St. Tönis wieder auf Kapitän Bora Karadag bauen.

Der Kapitän ist zurück. Letztens beim 3:1-Erfolg in Süchteln war Bora Karadag schon wieder 80 Spielminuten unterwegs. Noch ein wenig vorsichtig, aber gut nach einem Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel. Der Spielmacher des Fußball-Landesliga-Fünften SV Scherpenberg dürfte am Sonntag (15.15 Uhr) mehr als gefragt sein, wenn sich das Team von Cheftrainer Abdassamad Sallay mit Teutonia St. Tönis misst. Der aktuelle Tabellendritte will aufsteigen und stellt eine spielstarke Truppe, vielleicht neben dem SC Kapellen-Erft die beste der Liga.

Dem Topspiel des Wochenendes blickt Scherpenbergs Coach dennoch eher gelassen entgegen. „Wir müssen nicht aufsteigen und betrachten die schwere Aufgabe gegen Teutonia als Bonusspiel“, sagt Trainer Sallay. Doch er schiebt auch einen Satz, der unter Beweis stellt, dass auch die Gelb-Hemden aus dem Wäldchen ihre Ambitionen anmelden. Sallay: „Wir wollen zeigen, was wir drauf haben.“ Dabei wird Spielmacher Karadag garantiert weiterhelfen. Offensiv sind aber auch Emre Camdali, Gabriel Derikx und Maximilian Stellmach gefragt.

Wer ersetzt Emre Terzi?

Mit Emre Terzi fällt wegen einer Gelb-Rot-Sperre der dynamische Linksverteidiger der Scherpenberger aus. Eine Schwächung, schließlich ist der schnelle, dribbelstarke Terzi im Vorwärtsgang eine echte Gefahr für seine Gegenspieler.

Der Ampelverweis aus Süchteln ärgert Trainer Sallay. „Emre ist da für eine angebliche Schwalbe runtergestellt worden. Er hätte nicht mit dem Schiedsrichter diskutieren, sondern beim Gegenspieler ans Fairplay appellieren sollen“, sagt der Trainer.

Wer Terzis Position einnehmen wird, entscheidet auch das Engagement im Abschlusstraining. Gut möglich ist, dass der langzeitverletzte Kevin Dyka eine Startchance erhält. „Ich muss hinten so oder so umstellen“, bekräftigt Trainer Sallay.

Die Gäste aus St. Tönis wollen aufsteigen und kommen mit der Empfehlung, den besten Angriff der Landesliga mit 29 Toren zu stellen. Zu beachten ist vor allem der ehemalige Meerbuscher Oberliga-Spieler Brian Drubel. Von dessen Spitznamen „Moppel“ sollten sich die Scherpenberger nicht irritieren lassen. Der 29-Jährige, der mit der Rückennummer 89 (sein Geburtsjahr) aufläuft, legt nämlich die Beinkraft eines Brauereipferdes in seine Schüsse. Sieben Tore und zwei Vorlagen in neun Partien sind eine ausgezeichnete Quote.

„Ich halte Teutonia neben Kapellen-Erft für das spielstärkste Team der Liga“, hebt SVS-Trainer Sallay hervor. Auf der Gegenseite wird der Coach übrigens einem ehemaligen Profi die Hand schütteln. Trainer bei St. Tönis ist der 40-jährige Albaner Bekim Kastrati, der für Fortuna Düsseldorf, Borussia Mönchengladbach, Eintracht Braunschweig und Dynamo Dresden einige Einsätze als Angreifer aufzuweisen hat.

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