Volleyball

Training und Corona: Moerser SC sucht nach Alternativen

Will gern wieder mehr trainieren lassen, vor allem auch draußen: Günter Krivec, 1. Vorsitzender beim Moerser SC.

Will gern wieder mehr trainieren lassen, vor allem auch draußen: Günter Krivec, 1. Vorsitzender beim Moerser SC.

Foto: Norbert Prümen (nop) / FUNKE FotoServices

Moers  Ein gezieltes Sporttraining ist in Zeiten von Corona schwierig. Volleyball-Zweitligist Moerser SC fahndet derzeit nach Alternativen.

Die Situation ist für Amateursportler spätestens seit Anfang November wieder ungemein schwierig geworden. Bis auf wenige Ausnahmen sind Teamsport und ein geregeltes Training nicht erlaubt. Die Stadt Moers hat die Sporthallen nur für den Schulsport freigegeben, hat die offenen Sportplätze für Volleyball, Basketball oder auch Fußball im Stadtpark gesperrt.

Betroffen von der Sperre sind auch die vielen Jugendgruppen und Mannschaften innerhalb des Volleyball-Zweitligisten Moerser SC. Nur die Trainer Günter Krivec und Horst Irmler sind gelegentlich bei Einzelaktionen im Stadtpark anzutreffen. Oskar Klingner und André Illmer, Spieler aus der ersten Mannschaft, versuchenderzeit, einige Spieler aus dem Jugendbereich über ein „Zoom-Projekt“ per Videokonferenz daheim in Bewegung zu halten.

Noch mehr Trainingsausfälle vermeiden

Für MSC-Chef Günter Krivec ist dies freilich alles nicht genug: „Der massive Trainingsausfall ist keine Option, wir müssen neue Wege gehen.“ Auch Volker Woeste, neues Vorstandsmitglied für den Bereich Sport, will sich mit der aktuellen Situation nicht zufrieden geben. Gegenwärtig ist Woeste dabei, sich per Rundfrage innerhalb des Vereins einen genauen Überblick über die aktuelle Situation zu verschaffen: „Wenn wir die komplette Information haben, wird unser Trainerrat handeln.“

Woeste weiter: „Wir müssen uns vor allem um unsere vielen Jugendlichen kümmern. Das Gelernte darf nicht verfallen, wir müssen das Gelernte erhalten und sogar weiter entwickeln. Das sind wir unserem Nachwuchs schuldig!“

"Die Hallen sind zu, also gehen wir nach draußen"

Inzwischen hat Trainer Günter Krivec schon eine Initiative ergriffen und für die von ihm betreute weibliche U16-Mannschaft, die auch in der NRW-Liga und in der Bezirksliga spielt, ein Trainingskonzept entworfen. Krivec betont: „Die Hallen sind zu, also gehen wir nach draußen."

Krivec hebt weiter hervor: "Wir haben in Moers den schönsten Stadtpark weit und breit, eine Anlage, die sich praktisch von der Altstadt bis fast zur Autobahn erstreckt und alle Möglichkeiten bietet - von verschlungenen Waldwegen bis hin zum in der Dunkelheit mit Laternen ausgeleuchteten Rundkurs am Solimare.“

Das Training beim Moerser SC individualisieren

Natürlich kann seine U16-Mannschaft gegenwärtig nicht zusammen trainieren, da die aktuellen Vorschriften nur die Zusammenkunft von zwei Personen aus verschiedenen Haushalten gestatten. Krivec: „Wir haben Tandems gebildet, die sich zu unterschiedlichen Zeiten mit vorher genau beschriebenen Aufgaben treffen und ein Konditions- und Ballprogramm durchlaufen – bei Beachtung des Corona-Hygieneprotokolls.“ Krivec weiter: „Dabei ist auch für Aufsicht gesorgt: Entweder bin ich auf dem Gelände – oder wir haben Eltern, welche sich die Übersicht über das Gelände verschaffen und im Falle eines Verletzungsfalls eingreifen können."

Sportwart Woeste zeigt sich angetan: „Ich denke, der Weg nach draußen ist eine gute Alternative. Unsere Sportart ermöglicht diesen Schritt in genialer Weise: Wir betreiben Volleyball zwar vornehmlich als Hallensportvariante, aber im Sommer haben wir jede Menge Beachvolleyballer. Und für die kalte Jahreszeit hat der Verband FIVB die Variante Snowvolleyball ins Leben gerufen.“ Woeste: „Im Sommer treffen wir uns mit Badehose und Kappe, im Winter gibt es je nach Temperatur eine Mütze und Handschuhe. Im Mittelpunkt steht immer der fliegende Ball.“

Trainerteam des Moerser SC trifft sich

In den nächsten Tagen will sich das MSC-Trainerteam unter der Führung von Cheftrainer Hendrik Rieskamp und Co-Trainer Martin Schattenberg treffen, um das Training für die Zeit bis Ostern – von einer solch langen Unterbrechung geht man beim MSC aus – zu strukturieren. Sportwart Volker Woeste räumt einem Trainingskonzept für „Draußen“ die größten Chancen ein, will aber auch andere Optionen wie ein Zoom-Projekt per Video weiter fördern.

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