Handball / 2. Bundesliga

TuS Lintfort benötigt einen Leistungsschub

Leonie Lambertz  (hier beim Wurf) muss sich wie die gesamte restliche Mannschaft unbedingt steigern, um eventuell beim SV Werder Bremen etwas Zählbares zu holen.

Leonie Lambertz (hier beim Wurf) muss sich wie die gesamte restliche Mannschaft unbedingt steigern, um eventuell beim SV Werder Bremen etwas Zählbares zu holen.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Kamp-Lintfort.   Der Zweitligist tritt Samstag zu einem richtungweisenden Kellerduell bei Werder Bremen an. Aber auch bei den Gegnerinnen läuft es nicht rund.

Die Gemüter hatten jetzt zwei Wochen Zeit, um sich zu beruhigen, etwas abzudampfen, aber auch die richtigen Schlüsse zu ziehen und den Fokus neu auszurichten. Da für die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort einzig der Klassenerhalt zählt, war im Vorfeld der Saison bereits klar, das Niederlagen zum Geschäft dazugehören. Aber nach der jüngsten Pleite daheim gegen den VfL Waiblingen waren nicht nur die Punkte weg, sondern die Stimmung im Keller. Der Grund: Die TuS-Spielerinnen haben einen erschreckend schwachen Auftritt abgeliefert, blieben weit unter Normalform. Nun gilt es schnellstmöglich den Schalter umzulegen und sich an alte Erfolgstugenden zu erinnern. Der TuS Lintfort tritt Samstag, um 19.30 Uhr, zu einem richtungweisenden Match beim SV Werder Bremen an.

Das Lintforter Erscheinungsbild gegen Waiblingen war schon sehr irritierend. Die TuS-Spielerinnen haben sich selten zuvor in heimischer Eyller Sporthalle so „neben der Spur“ präsentiert – ohne Kampf und Einsatz.

Insbesondere in der Deckung herrschte eine gähnende Passivität. Der Gegner konnte nach Lust und Laune im Rückraum kombinieren ohne dabei auch nur die kleinste Gegenwehr zu spüren.

Bremen mit neuem Trainer

In Bremen ist eine deutliche Leistungssteigerung erforderlich, mit Mut, Selbstvertrauen und Aggressivität. Die Partie an der Weser wird für beide Vereine zu einem Gradmesser. Werder nimmt derzeit mit aktuellen 3:11 Punkten einen der ungeliebten Abstiegsränge ein. Der TuS Lintfort steht mit 4:10 Zählern nur einen Ticken besser da.

Bei den Gastgeberinnen läuft in der Saison noch nicht alles nach Wunsch. Der Verein verpflichtete vor der Meisterschaft einen neuen Trainer. Seine Ideen werden erst allmählich in die Tat umgesetzt.

Werder Bremen vertraut in der Regel einer defensiven 6:0-Abwehr. Das Bollwerk verfügt über eine aggressive Grundausrichtung – die Gegenspielerinnen werden frühzeitig angegriffen. Aus der Deckung wird nach Ballgewinnen das Tempo forciert – vor allem die Flügelspielerinnen sind flott unterwegs.

Die ganze Mannschaft ist gefährlich

In der Offensive greifen Strukturen ineinander. Vieles läuft über die wurfgewaltige Rückraumspielerin Merle Heidergott (links). Bremen kann allerdings von allen Positionen gezielten Druck aufbauen. Immer wieder wird die durchsetzungsstarke Kreisläuferin gesucht und gefunden.

Die TuS-Spielerinnen benötigen unbedingt eine konzentrierte Angriffsleistung, mit wenig Fehlern und einer konsequenten Trefferausbeute. Und ganz wichtig: Die gesamte Mannschaft ist gefordert, nötige Verantwortung zu übernehmen. Zuletzt gegen Waiblingen haben sich zu viele Spielerinnen weggeduckt.

„Meine Mannschaft muss eine Reaktion zeigen, eine deutliche Leistungssteigerung an den Tag legen“, betont TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Wir wollen die Punkte einfahren obwohl der Heimvorteil für Bremen spricht.“

Personalien

Der TuS Lintfort setzt einen Fanbus ein. Die Abfahrt erfolgt Samstag, um 13.15 Uhr.

Der Einsatz von Lisa van Hulten ist fraglich. Die Kreisläuferin hat massive Probleme mit dem Sprunggelenk.

Rückraumspielerin Inske Kuik laboriert weiterhin an einer schmerzhaften Knieblessur.

Naina Klein fällt wegen ihres Kreuzbandrisses aus.

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