Frauen-Handball / 2. Liga

TuS Lintfort erwartet in Sachsen-Zwickau einen heißen Tanz

Eine Spielszene aus dem Hinspiel, als der TuS Lintfort, hier mit Leonie Lambertz (blau), den Favoriten BSV Sachsen-Zwickau mit 27:25 bezwang.

Eine Spielszene aus dem Hinspiel, als der TuS Lintfort, hier mit Leonie Lambertz (blau), den Favoriten BSV Sachsen-Zwickau mit 27:25 bezwang.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort haben Teil eins der Meisterschaft richtig gut gemeistert. Jetzt geht’s zum Liga-Dritten Zwickau.

Nicht das gewohnte Zittern um den Klassenerhalt sondern vielmehr die Vorfreude auf eine hoffentlich spannende und interessante Rückrunde stehen diesmal im Vordergrund. Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort haben Teil eins der Meisterschaft – und es steht noch ein Nachholspiel gegen HC Leipzig an – mit Bravour hinter sich gebracht. Die Mannschaft um Trainerin Bettina Grenz-Klein hat sich nach zahlreichen, famosen Auftritten viel Respekt verdient.

So wundert es nicht, dass der Verein in der Tabelle mit Platz acht hervorragend dasteht. Aber die nächste Aufgabe ist bekanntlich die schwerste: Für die TuS-Spielerinnen steht eine stressige und zeitintensive Tour auf dem Plan. Es geht ins 544 Kilometer entfernte Zwickau. Der Anpfiff dort ertönt Samstag, 17 Uhr.

Starke Entwicklung

Sachsen Zwickau hat eine ähnlich starke Entwicklung wie der TuS Lintfort genossen: Vom Niveau her, allerdings noch eine Stufe höher. Die Gastgeberinnen (24:6 Punkte) sind ein Teil eines dominanten Trios – mit dem SV Union Halle-Neustadt (27:3) und HL Buchholz 08 Rosengarten (26:4) – dass unter normalen Umständen die Meisterschaft unter sich ausmacht.

Zwickau hat sich im Laufe der Saison als eine gefestigte Einheit gefunden. Die Musik spielt allerdings ganz klar im Rückraum: Der Ball läuft effizient, fast fehlerfrei, mit einem enormen Druck im Passspiel durch die eigenen Reihen. So werden die nötigen Lücken gerissen und Freiräume geschaffen.

Keine Spielerin scheut beim Torabschluss die Verantwortung zu schultern, wie beispielsweise Katarina Pavlovic im rechten Rückraum oder Jenny Choinowski auf Linksaußen. Beide führen auch aktuell die interne Torjägerliste an.

Die Verteidigung der Gastgeberinnen ist zumeist klassisch auf eine defensive Variante abgestimmt.

Sachsen Zwickau befindet sich derzeit in Top-Form. Die Mannschaft von Trainer Norman Rentsch schickte erst vergangenes Wochenende im Heimspiel vor gut 800 Zuschauern den bis dato ungeschlagenen Spitzenreiter Halle-Neustadt deutlich mit 34:26 „auf die Bretter“.

Der Tabellendritte kann somit auf eine tolle Hinrunde zurückblicken – allerdings mit einem kleinen Schönheitsfehler. Die überraschende 25:27-Auftaktpleite beim TuS Lintfort wurmt immer noch gehörig.

„Das Überraschungsmoment“

„Wir haben Zwickau richtig kalt erwischt, hatten ganz eindeutig das Überraschungsmoment auf unserer Seite“, erinnert sich TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein noch gerne. „Aber meine Mädels haben auch mutig gespielt und sich in die Partie reingebissen.“

Lintfort kann sich daher gewiss sein: Der BSV Sachsen Zwickau wird alle Hebel in Bewegung setzen, um das aus ihrer Sicht schlimme Hinspielergebnis zu korrigieren.

„Wir sind in der Außenseiterrolle, da Zwickau momentan einen richtig guten Lauf hat“, ergänzt Bettina Grenz-Klein. „Aber wir haben auch unsere Ansprüche, wollen die bestmöglich Leistung abrufen und unseren Konkurrenten so lange wie möglich ärgern.“

>>>PERSONELLES

Der TuS Lintfort muss in Zwickau erneut auf seine starke Spielmacherin Mie Norup Isaksen verzichten. Die Dänin befindet sich wegen ihres Studiums weiterhin noch in der Heimat. Eva Legermann ist hingegen dabei. Die Linksaußen soll nach ihrer Fingeroperation nun schon deutlich mehr Spielanteile wie am vergangenen Wochenende in Buchholz bekommen.

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