Feldhandball / TuS Lintfort

TuS Lintfort feiert die Deutsche Meisterschaft vor 60 Jahren

Das Meisterteam von 1959: (von links) Günter Fallner, Rudolf Nau, Heinz Süselbeck, Manfred Klein, Horst Kondziella, Karl-Heinz Kraska, Karl Matelski und oben Hans Janikulla.

Das Meisterteam von 1959: (von links) Günter Fallner, Rudolf Nau, Heinz Süselbeck, Manfred Klein, Horst Kondziella, Karl-Heinz Kraska, Karl Matelski und oben Hans Janikulla.

Foto: Repro / TuS Lintfort

Kamp-Lintfort.  Die Feldhandballer vom TuS Lintfort feiern 1959 den ersten, großen Triumph der Vereinsgeschichte. Das ist 60 Jahre her. Grund, erneut zu feiern.

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Die Feldhandballer des TuS Lintfort feierten bekanntlich 1959 den ersten, großen Triumph der Vereinsgeschichte, besiegten in einem spannenden und hoch dramatischen Duell den Rivalen Bayer Leverkusen mit 10:9. Und die guten, alten Zeiten holen den Verein nun wieder ein. Der TuS Lintfort feiert am 8. November sein 60. Meisterschaftsjubiläum.

Eigentlich war es bereits der zweite Endspielerfolg für eine Handballmannschaft aus Kamp-Lintfort, aber der Titel 1940 wurde vom LSV Lintfort errungen, zu einer Zeit, in der es den TuS Lintfort noch nicht gab. Der wurde erst 1945 gegründet.

Weitere 19 Jahre sollte es dauern, bis nun auch der TuS Lintfort jubeln durfte. Das Endspiel am 8. November 1959 mobilisierte Menschenmassen. Vor gut 30.000 Zuschauern im Duisburger Wedau Stadion, von denen mehr als 10.000 aus Kamp-Lintfort angereist waren, feierte die Mannschaft um Spielführer Manfred Klein in einem spannenden Finale den knappen 10:9-Erfolg ausgiebig. Leverkusen galt unter den Fachleuten als Favorit, aber vor allem die gute Defensive der TuS Mannschaft mit einem überragenden Hans Janikulla im Tor, sicherte den Deutschen Titel. In der ersten Halbzeit war es ein knappes Finale, dass vor allem von guten Abwehrreihen lebte. Lintfort ging mit einem 5:4 Vorsprung in die Pause und hatte gute Aussichten, endlich den Titel zu gewinnen. Bereits 1952 und 1954 stand der TuS Lintfort im Finale, musste aber beiden Spiele als Verlierer beenden. In Duisburg sollte das aber anders werden. Denn Mitte der zweiten Halbzeit setzten sich die Lintforter vorentscheidend mit 9:6 ab. Zwar kam Leverkusen noch einmal auf 9:10 heran, der Ausgleich wollte aber nicht mehr gelingen.

Der TuS Lintfort durfte sich endlich Deutscher Meister nennen. Die beiden besten Torschützen waren „Bomber“ Karl Günnemann (4 Tore) und der jüngste im Team, Gustav Marquardt, mit drei Treffern. Nach der Ehrung im Stadion wartete bei der Rückkehr nach Kamp-Lintfort am Nachmittag ein großer Empfang auf die Meisterjungs, als fast 30.000 Fans auf den Beinen waren. Mit diesem Finale legten die Lintforter den Grundstein für drei erfolgreiche Jahre, denn auch 1960 und 1961 erreichte der TuS das Finale und gewann 1961 seinen zweiten Titel. Zum Meisterteam 1959 gehörten: Karl Matelski, Manfred Klein, Heinz-Werner Süselbeck, Hans Janikulla, Karl-Heinz Kraska, Rudolf Nau, Hans Laakmann, Horst Kondziella, Karl Günemann, Rolf Theis, Günter Fallner, Gustav Marquardt, Gerd Schindler.

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