Frauen-Handball / 2. Liga

TuS Lintfort füllt Favoritenrolle beim Ligaschlusslicht aus

Brachte Wucht und Dynamik ins Spiel: Naina Klein (links) erzielte in Solingen zehn Tore für Lintfort.

Brachte Wucht und Dynamik ins Spiel: Naina Klein (links) erzielte in Solingen zehn Tore für Lintfort.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Die Zweitliga-Handballerinnen vom TuS Lintfort wurden ihrer Favoritenrolle beim Tabellenschlusslicht HSV Solingen-Gräfrath vollauf gerecht.

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Der TuS Lintfort kann auch Pflichtaufgaben erfüllen. Die Zweitliga-Handballerinnen wurden der Favoritenrolle beim Tabellenschlusslicht HSV Solingen-Gräfrath vollauf gerecht, siegten nach anfänglichen Schwierigkeiten auch in der Höhe verdient mit 34:23 (14:12). Für den TuS Lintfort war es bereits der dritte Erfolg in Serie – dies ist gleichbedeutend mit Platz sieben.

Der Gast zeigte aber zunächst Nerven: In der Deckung sprang der Funke nicht über, die Zweikämpfe wurden nur halbherzig geführt, die Laufbereitschaft reichte nicht. Solingen war schlichtweg wacher, deckte mit einer engagierten Herangehensweise die Fehler des Rivalen auf. Und Lintfort zeigte zudem Defizite in der Offensive. Es fehlte an der Effektivität.

Die TuS-Spielerinnen gerieten unter Druck – und mit 2:7 (11.) in Rückstand. Die nötige Einwechslung von Naina Klein erwies sich dann als goldrichtig: Die Rückraumspielerin versprühte frische Energie, brachte Körperlichkeit in die Aktionen und warf die so dringend benötigte Tore aus der zweiten Reihe. Der Gast erlangte in kurzer Zeit die Spielkontrolle (7:7/14:10). Die Mannschaft vertraute dabei oftmals nur wenigen, einfachen Abläufen, brachte diese Konzepte aber immer wieder erfolgreich durch.

Nach dem Seitenwechsel ging es dann ziemlich schnell: Solingen hatte sein Pulver verschossen, besaß nicht die Mittel, aber vor allem nicht das Personal, um dieser Partie noch einmal eine Wende zu geben.

Schneller Gegenstoß

Lintfort hingegen präsentierte sich in souveräner Manier. Die Deckung stand kompakt. Die Gegenstöße wurden nach Ballgewinnen effizient und zielorientiert vorgetragen. Der Tus dominierte (28:18), wechselte in der Schlussviertelstunde munter durch. Jede Spielerinnen bekam Anteile, reihte sich nahtlos ein. Doch einen Wermutstropfen gab es: Eva Legermann fiel früh mit einem gebrochenen Mittelfinger der linken Hand aus, muss operiert werden.

„Bis auf die Startphase war es ein überzeugender Auftritt. Wir waren einfach besser“, lobte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein.

TuS: Klein 10, van Hulten 5, Legermann 4, Kunert 3, Vandewal 3, Norup Isaksen 2/2, Henschel 2, Willing 2, Kaiser 2, van Nijf 1.

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