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TuS Lintfort gelingt der Befreiungsschlag

Foto: ERWIN POTTGIESSER

Kamp-Lintfort.   Nach einer geschlossenen und entschlossenen Mannschaftsleistung siegt der TuS Lintfort gegen das Schlusslicht am Ende hochverdient

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Die ganze Freude musste nach dem Schlusspfiff einfach nur raus. Ob im „Rudel“ – mit Tanz und Gesang – oder etwas stiller mit einem genießerischen Lächeln auf den Lippen. Den Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort ist der Befreiungsschlag geglückt. Die Mannschaft um Trainerin Bettina Grenz-Klein siegte nach zuvor fünf Niederlagen in Serie nun am Nelkensamstag daheim im Kellerduell gegen den BSV Sachsen Zwickau verdient mit 31:26 (14:15). Und dieser Sieg war ein extrem wichtiger.

Den zahlreichen Zuschauern in der Eyller Sporthalle wurde an diesem „narrischen Tag“ dann aber auch durchaus etwas geboten.

Die Partie nahm umgehend an Geschwindigkeit auf, es entwickelte sich ein schön anzuschauendes Handball-Spiel. Lintfort fehlte in der Startphase allerdings noch der Feinschliff. Es waren zwar nur Kleinigkeiten, doch die führten dazu, dass die Gäste aus Zwickau mit 5:3 (10.) in Front lagen.

Neu gewonnene Stabilität

Doch die TuS-Spielerinnen kamen allmählich auf Betriebstemperatur. Vor allem die Schlagzahl in der Deckung wurde deutlich erhöht. Die einzelnen Spielerinnen „funktionierten“ minütlich immer besser im Kollektiv. Ein aggressives Auftreten vom TuS sorgte für diese neu gewonnene Stabilität. Die Mannschaft erlangte somit deutlich mehr an Selbstbewusstsein.

Lintfort bekam daraufhin mehr Qualität in die Angriffe. Es fielen bis zur eigenen 10:7-Führung nicht nur wichtige, sondern auch schön anzusehende Tore. Aus TuS-Sicht fiel auf, dass das Team gemeinsam mit einer breit angelegten Spielanlage für den Erfolg kämpfte. Alle Spielerinnen leisteten ihren Beitrag. Dabei darf nicht unerwähnt bleiben: Lintfort erzielte für seine Verhältnisse ungewöhnlich viele Tore von den Außenpositionen, war dadurch schwerer als üblich auszurechnen. Doch die Begegnung verlief bis zum Pausenpfiff absolut spannend und ausgeglichen, weil sich zwei Kontrahenten auf ähnlichem Niveau aufopferungsvoll bekämpften.

Unterschied auf der Torhüterposition

Doch mit dem Anwurf in die zweite Hälfte änderten sich die Vorzeichen. Die Schere klaffte fortan sichtlich auseinander. Der große Unterschied war deutlich auf der Torhüterposition auszumachen. Während TuS-Keeperin Nicole Hillig sich immer weiter steigerte, Bälle parierte, Gegenstöße einleitete, obendrauf ihre Mitspielerinnen antrieb und motivierte, konnte die Leistung des BSV-Duos – Aleksandra Baranowska/Maria-Magdalena Neagoe – nicht überzeugen.

Gleichzeitig hatte aber die gesamte TuS-Mannschaft die Partie jetzt völlig im Griff, war in jeden Phase präsent. Im Abwehrverhalten war mehr „Leben“ drin, mit der dazugehörigen Portion Emotionalität und Leidenschaft. Die TuS-Spielerinnen konnten sich selbst über einen noch so kleinen Erfolg in der Defensive freuen, klatschten untereinander ab und waren beim nächsten Zweikampf noch entschlossener.

Enorme Probleme

Diese Gegenwehr nahm auch der Gast aus Zwickau wahr. Die Mannschaft hatte schließlich enorme Probleme einen geordneten Spielablauf aufzubauen, geschweige überraschende Ideen zu kreieren. Weil Zwickau Fehler produzierte und etliche gute Tormöglichkeiten liegen ließ, hatte Lintfort relativ entspannte zweite 30 Minuten. Das Team gab ganz klar den Ton an, behauptete im zweiten Durchgang stets das sichere Torepolster.

Und auch TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein genoss unmittelbar nach Spielende die ersten Momente: „Unser Erfolg fußt auf eine geschlossene und entschlossene Mannschaftsleistung in der Deckung. Ganz toll war auch der Auftritt unserer Torhüterin Nicole Hillig. Wir dürfen dabei nicht vergessen, dass eine ganze Menge auf dem Spiel stand, und es war für meine Mannschaft ein echtes Stressspiel, dass die Mädels aber richtig gut gemeistert haben.“

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