Frauen-Handball / 2. Liga

TuS Lintfort kämpft beim Top-Team HL Buchholz tapfer

Becky van Nijf (mit Ball) warf gegen Buchholz zwei Tore, musste teilweise als Spielmacherin ran.

Becky van Nijf (mit Ball) warf gegen Buchholz zwei Tore, musste teilweise als Spielmacherin ran.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Die Zweitliga-Handballerinnen vom TuS Lintfort haben gerackert und gekämpft – es reichte nicht beim Tabellenzweiten HL Buchholz 08 Rosengarten.

Damit musste man rechnen: Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort unterlagen gestern Nachmittag beim Top-Team HL Buchholz 08 Rosengarten erwartungsgemäß mit 18:25 (11:14).

Die Gäste präsentierten sich erstaunlich selbstbewusst. Auch ohne ihre Spielmacherin Mie Norup Isaksen – beruflich in Dänemark – wusste das Team über einen langen Zeitraum zu überzeugen. Die eigene 6:0-Deckungsformation wurde diesmal recht offensiv interpretiert. Eine gute Variante, um die körperlich starken Gastgeberinnen frühzeitig in Empfang nehmen zu können.

Gute Stabilität

Lintfort brachte die nötige Laufarbeit und Aggressivität. Jede Spielerin leistete ihren Beitrag, um der Defensive zu Stabilität zu verhelfen. Auch das Umschaltspiel klappte: So „klaute“ beispielsweise Naina Klein ihrer Gegenspieler den Ball, behielt beim Gegenstoß die Übersicht. Den folgenden Pass verwertet Becky van Nijf mit dem Tor zur 7:4-Führung.

In den TuS-Angriffen war unglaublich viel Druck in den Passfolgen. Der Gast nutzte die vielen Freiräume und ging immer wieder mit Erfolg auf die Nahtstellen.

Aber die Mannschaft hatte auch mal Pech – als ein Buchholzer Gegenstoß sehr unpräzise gespielt wurde, der Ball dennoch TuS-Torhüterin Laura Graef unglücklich unter ihrem Turnschuh in die Maschen rutschte.

Die Top-Mannschaft aus Buchholz brachte in Durchgang zwei noch mehr ihre Stärken ein. Insbesondere in der Verteidigung wurde Beton angerührt. Lintfort musste in der Folgezeit viel Energie freisetzen, um ein Tor zu erzielen. Dem Gast fehlte zudem in mancher Situation die Leichtigkeit, um sich gegen die knallharte HL-Defensive durchzusetzen. Dennoch – an Einsatz und Willen mangelte es nie. Erst als in der Schlussphase die Kräfte sichtbar schwanden, wurde das Ergebnis doch noch standesgemäßes.

„Wir können erhobenen Hauptes die Halle verlassen. Wir haben nie aufgegeben und über weite Strecken gut verteidigt“, so TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein.

TuS: Vandewal 5/1, Klein 3/1, van Hulten 3, Lambertz 3, van Nijf 2, Henschel 1/1, Kunert 1.

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