Frauen-Handball / 2. Liga

TuS Lintfort muss gegen Waiblingen wieder stabiler auftreten

Leonie Lambertz (beim Wurf) ist eine feste Größe auf der Rechtsaußenposition. Die Linkshänderin wird gegen den VfL Waiblingen hoch motiviert in die Partie starten.

Leonie Lambertz (beim Wurf) ist eine feste Größe auf der Rechtsaußenposition. Die Linkshänderin wird gegen den VfL Waiblingen hoch motiviert in die Partie starten.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort empfangen nach einem spielfreien Wochenende den VfL Waiblingen. Das wird eine Standortbestimmung.

Kamp-Lintfort. Rhythmus verloren oder neue Kräfte gesammelt? Es muss sich erst noch zeigen, ob das jüngste, freie Wochenende die zuletzt leicht negativen Tendenzen befeuert oder gut getan hat. Fakt ist: Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort müssen wieder ran. Die Mannschaft um Trainerin Bettina Grenz-Klein empfängt Sonntag, 16 Uhr, in der heimischen Eyller-Sporthalle, den VfL Waiblingen.

Lintfort hatte vor der Pause eine kleine Leistungsdelle, unterlag daheim den Füchsen aus Berlin und patzte anschließend in Freiburg. Der Verein ist dennoch mit ordentlichen 6:8 Punkten im Mittelfeld der Tabelle fest verankert. Aber die Konkurrenz lauert. Der TuS Lintfort muss unbedingt aufpassen, damit die Abstiegsränge auch weiterhin auf Distanz zu bleiben.

Ungewohnte Defizite

Die Mannschaft um Trainerin Bettina Grenz-Klein fand zuletzt nicht zur Normalform. Vor allem in der Defensive traten überraschenderweise Defizite auf. Denn gerade in diesem Mannschaftsteil schaffen es die Spielerinnen eigentlich immer ihre Motivation, Mentalität, Kampfkraft und Können zu vereinen. Aber die Kompaktheit in der Abwehr zeigte Risse und Lücke, die nicht so einfach zu schließen waren.

Selbst in der Offensive hakte es in gewissen Phasen an der Entschlossenheit, sowie an der Konstanz im allgemeinen. Es gab nämlich die Momente, in denen den Spielerinnen in kurzer Zeit schlimme Patzer unterliefen und für Irritationen sorgten.

Der TuS Lintfort hat somit gleich in mehreren Teilbereichen Luft nach oben. Allerdings gastiert mit Waiblingen ein hoch eingeschätzter Gegner in der Eyller-Sporthalle. Die Gäste haben vor der Saison ordentlich am Transferkarussell gedreht – acht Spielerinnen suchten neue Herausforderungen, zehn Neuzugänge konnte der Verein verpflichten.

Doch bei den ganzen personellen Umstrukturierungen trägt eine alte Bekannte weiterhin das VfL-Trikot: Kyra Teixeira da Silva hatte schon eine erfolgreiche Zeit beim TuS Lintfort, ehe sie zum VfL Waiblingen wechselte. Die Gäste mussten natürlich erst einmal die vielen Neuzugänge in die vorhandenen Strukturen integrieren.

Aber die Mannschaft hat sich in ihren Auftritten mittlerweile stabilisiert, nimmt aktuell mit 9:5 Punkten den 6. Tabellenplatz ein.

Druck aus der zweiten Reihe

Das Team vertraut dabei regelmäßig einer stabilen 6:0-Standard-Deckung mit einigen Spezialistenwechseln – im Angriff gibt der Rückraum den Ton an. Die Spielerinnen können aus der zweiten Reihe enormen Druck erzeugen, wovon auch die Außenspielerinnen, sowie die Kreisposition profitieren.

„Ich bin gespannt, wie schnell meine Mannschaft nach der kurzen Pause wieder ihren Rhythmus findet“, betont TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Wichtig wird sein, dass wir die nötige Geschwindigkeit erreichen ohne dabei aber zu überdrehen. Aber es gilt sich auch in der Defensive zu steigern. Wir müssen versuchen, unsere festen Strukturen weiter zu verbessern. Wir haben gegen Waiblingen nur eine Chance, wenn wir als eine geschlossene Einheit auftreten.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben