Frauen-Handball / 3. Liga

TuS Lintfort muss unbedingt zurück in die Spur

Eine Spielszene aus dem Hinspiel. TuS-Spielerin Eefje Huijsmans (mit Ball) steht HSV-Spielmacherin Sandra Münch gegenüber. Mona Bratzke (links) beobachtet die Aktion. Foto:Arnulf Stoffel

Eine Spielszene aus dem Hinspiel. TuS-Spielerin Eefje Huijsmans (mit Ball) steht HSV-Spielmacherin Sandra Münch gegenüber. Mona Bratzke (links) beobachtet die Aktion. Foto:Arnulf Stoffel

Kamp-Lintfort.   Nach dem frühzeitigen Gewinn der Westdeutschen Meisterschaft geht’s für die Drittliga-Handballerinnen vom TuS Lintfort weiter. Im Saisonendspurt.

Der Saisonverlauf war prägend und dominant. Harte Arbeit, Fleiß und Qualität haben sich durchgesetzt und gipfelten mit dem frühzeitigen Gewinn des Westdeutschen Meistertitels. So weit, so gut. Von den Spielerinnen des TuS Lintfort fiel somit jeglicher Druck und die Anspannung ab. Dass die Mannschaft daher schon seit etlichen Spieltagen auf Sparflamme kocht ist einerseits verständlich, aber auf der anderen Seite äußerst gefährlich.

Der Verein kann es sich nicht erlauben, gerade jetzt die Form zu verlieren. Die möglichen Play-Off-Spiele zur 2. Bundesliga rücken immer näher. Die Meldefrist der Kandidaten läuft kommenden Montag (16. April) ab. Dann wird sich zeigen, wer noch im Rennen ist – ob die Play-Offs überhaupt gespielt werden müssen oder ob der TuS Lintfort direkt aufsteigt. Noch ist Geduld gefragt. Zunächst einmal gilt es für die Schützlinge von Trainerin Bettina Grenz-Klein schnell ihren Rhythmus zu finden. Das letzte Auswärtsspiel wird Sonntag, um 17 Uhr, beim HSV Solingen-Gräfrath angepfiffen.

Der TuS Lintfort hat mit Sicherheit seine eigenen, hohen Ansprüche und will daher in erster Linie die dritte Auswärtspleite in Folge nach Menden und Aldekerk verhindern. Aber dazu gilt es erst einmal den Tabellendritten aus der Klingenstadt zu bezwingen. Die Gastgeberinnen sind schwer in ein Schema zu pressen.

Große Schwankungen

Reichlich Qualität, wie Zweitligaerfahrung einiger Spielerinnen sind klar vorhanden. Die Saison verlief dennoch beileibe nicht nach Wunsch – der Verein unterlag viel zu großen Schwankungen. Gute Ergebnisse mit durchaus sehenswertem Handball folgten aber auch so Abstürze wie gegen die Absteiger aus Wülfrath und jüngst Vechta.

Solingen kann in der Deckung recht flexibel agieren. Die Mannschaft weiß sich auf die Stärken des Gegners einzustellen, ist daher in ihrem System nicht festgelegt. So ist auch gegen den TuS Lintfort alles möglich. Wahrscheinlich ist eine eher offensive Ausrichtung, die eventuell sogar eine Manndeckung beinhaltet. Der TuS Lintfort ist auf alle Eventualitäten vorbereitet.

Im Solinger Angriff greift viel Individualität. Sandra Münch heißt die überaus torgefährliche Spielmacherin, mit dem so wichtigen „Blick“ für ihre Nebenleute. Aber der HSV präsentierte sich auch schon bei der 24:29-Hinspielniederlage äußerst launisch. Die Mannschaft begann hoch motiviert und legte los wie die Feuerwehr, erspielte sich eine überraschende 14:8-Führung. Aber schon gegen Ende des ersten Durchgangs war es um die Herrlichkeit geschehen. Den HSV-Spielerinnen gingen die Ideen aus und in der Folgezeit übernahm der TuS Lintfort das Zepter und dominierte seinen Gegner.

Der TuS Lintfort wird Sonntag mit einer schlagkräftigen Mannschaft anreisen. Einzig die erfahrene Angelika Bensch fällt weiterhin mit einer Ellenbogenverletzung aus.

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