Frauen-Handball / 2. Liga

TuS Lintfort will gegen Werder Bremen Durststrecke beenden

Bei der Vertragsunterzeichnung: (von links) TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein, Andreas Kaudelka (Geschäftsführer Stadtwerke), Ulrich Klein (TuS-Vorsitzender) und Frank Rattmann (Prokurist Stadtwerke).

Bei der Vertragsunterzeichnung: (von links) TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein, Andreas Kaudelka (Geschäftsführer Stadtwerke), Ulrich Klein (TuS-Vorsitzender) und Frank Rattmann (Prokurist Stadtwerke).

Foto: TuS Lintfort

Kamp-Lintfort.  Werder Bremen ist in der 2. Frauen-Handball-Bundesliga ein Abstiegskandidat. Der tritt beim TuS Lintfort an, der mit den Stadtwerken weitermacht.

Der TuS Lintfort ebnet seinen Weg für die weitere, möglichst erfolgreiche Zukunft. Die Zweitliga-Handballerinnen haben den wichtigen Vertrag mit ihrem ältesten Sponsoring-Partner, den Stadtwerke Kamp-Lintfort, verlängert. Die Zusammenarbeit dauert mittlerweile schon seit 20 Jahren an. Mit der rosigen Aussicht im Rücken kann der Verein nun besonders motiviert die restliche Rückrunde der Saison angehen.

Der rasante Zwischenspurt, mit reichlich Punkten im Gepäck, ist schon ziemlich lange vorbei. Der „fette Puffer“ auf die Abstiegsränge ist geschmolzen. Die Mannschaft ist ab Jahresbeginn 2020 seit nunmehr fünf Spieltagen ohne jegliches Erfolgserlebnis.

Lintfort ist Favorit

Aber die Situation ist alles andere als dramatisch – die 16:18 Punkte sind nach wie vor ein ordentliches Polster. Doch die Spielerinnen des TuS Lintfort sind sicherlich ganz heiß darauf, die lange Durststrecke endlich zu beenden. Ihr kommender Gegner in der heimischen Eyller-Sporthalle heißt SV Werder Bremen. Ein Verein, der aktuell massiv um den Klassenerhalt zittern muss. Los geht es mit dem Anwurf am Samstag, um 17.30 Uhr.

Es mag sich etwas komisch anhören: Aber der TuS Lintfort ist gegen Werder Bremen (7:29) zu favorisieren. Die TuS-Spielerinnen haben zwar zuletzt einige Schwachstellen offenbart, waren aber ganz bestimmt nicht so schlecht, wie es die Ergebnisse aussagen. Zudem erwies sich die Konkurrenz gleich mehrfach als hochkarätig.

Die Gastgeberinnen haben aber nichtsdestotrotz die größten Steigerungsmöglichkeiten in der Defensivabteilung. Hier hakte es zuletzt mehrfach an den Absprachen, an der Aggressivität oder auch am Zweikampfverhalten. Selbst das Zusammenspiel zwischen der Abwehr und den Torhüterinnen war zuletzt verbesserungswürdig.

Lintfort ist in der Offensive immer dann stark, wenn es der Mannschaft gelingt, eine hohe Geschwindigkeit in die Passfolge zu bekommen, um damit Lücken zu reißen oder Räume zu schaffen. Und wenn Phasen auftreten, in denen wenig zusammenläuft, so hat der TuS einige Spielerinnen in seinen Reihen, die ihre ausgeprägte Individualität einbringen können.

Werder Bremen ist aber nicht zu unterschätzen: Der Verein kämpft mit Leibeskräften gegen den drohenden Abstieg, hat diesbezüglich auch schon einen Trainerwechsel vollzogen. Bremen ist klar im Aufwind, überzeugt stets mit der kämpferischen Ausrichtung, die zum Großteil in der Verteidigung zum Tragen kommt. Und im Angriff greift nun die neue Spielkultur.

Zwei wichtige Erfolge

Bremen rangiert zwar noch auf einem Abstiegsplatz, hat aber im neuen Jahr die Konkurrenten aus Nürtingen und Freiburg besiegt.

„Wir sollten mal wieder punkten, um unsere Durststrecke zu beenden“, betont TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Dazu bedarf es eine top Einstellung und die dazu gehörige Konzentration.“

>>>PERSONELLES

Der aktuelle Kader des TuS Lintfort kann komplett antreten. Aber auf die TuS-Fans wartet eventuell noch eine oder zwei Überraschungen.

Ob Neuzugang Prudence Kinlend dabei ist, entscheidet sich allerdings erst ganz kurzfristig. Das Rückraum-Ass hat einen zusätzlichen, lange feststehenden Termin wegen ihres Studiums. Aber vielleicht ist Mie Norup-Isaksen mal wieder dabei. Die dänische Spielmacherin hat ihr Kommen in Aussicht gestellt.

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