Frauen-Handball: 3. Liga

TuS Lintfort wirft erst spät den Ballast ab

Hat sich die Bestnote verdient: Inske Kuik, traf fünfmal.

Hat sich die Bestnote verdient: Inske Kuik, traf fünfmal.

Foto: Ulla Michels

Kamp-Lintfort.   Drittligist muss gegen den VfL Oldenburg mächtig kämpfen und siegt am Ende dann doch noch verdient mit 32:25.

Man muss nur hartnäckig bleiben, schwächere Phasen mit Glück und Können überstehen und am Ende souverän zuschlagen. Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort haben so eine ähnliche Strategie verfolgt und bleiben daher auf dem direkten Weg in Richtung Titelgewinn. Die Schützlinge um Trainerin Bettina Grenz-Klein schlugen in einer lange Zeit spannenden und abwechslungsreichen Begegnung vor heimischer Kulisse den VfL Oldenburg II verdient mit 32:25 (14:15).

Beide Kontrahenten versuchten umgehend das Tempo hochzuhalten. Und der „Talentschuppen“ aus Oldenburg präsentierte sich über die gesamten ersten 30 Minuten als ein absolut gleichwertiger Partner. Die jungen Spielerinnen ließen mehrfach ihre Qualitäten aufblitzen, ob mit individuellen Fähigkeiten oder als Team. Lintfort hatte da so seine Mühen.

Insbesondere in der Deckung fehlte der Zusammenhalt, das schnelle vorrücken sowie das aggressive Zweikampfverhalten. Der Auftritt wirkte zu ruhig, mit wenig Emotionalität. Zudem lieferte das Torhütergespann – Vivien Gosch/Sabrina Romeike – eine durchgehend schwache Vorstellung ab.

Mäßige Chancenauswertung

Weshalb der TuS Lintfort in Hälfte eins gleich mehrmals Rückständen hinterher lief, lag zu einem großen Teil an der sehr überschaubaren Chancenverwertung. Die Spielerinnen gingen in Summe viel zu fahrig mit ihren tollen Möglichkeiten um, wirkten bei den Abschlüssen unkonzentriert.

Doch nach dem Seitenwechsel sollte sich das Bild ändern. Oldenburg musste einen Leistungsabfall hinnehmen. Das junge Team konnte das Niveau nicht halten. Je länger das Spiel dauerte, desto höher war die Fehlerquote. Es war offensichtlich, dass der Mannschaft eine echte „Spielertype“ fehlte. Lintfort mit seiner vorhandenen Routine, machte es besser. Allen voran muss Inske Kuik erwähnt werden. Die Holländerin hielt zum einen die Abwehrmitte dicht, zum anderen übernahm die 27-Jährige mit ihrer unspektakulären, aber doch effizienten Art doch sehr viel Verantwortung in der Offensive. Auch Linkshänderin Leonie Lambertz präsentierte sich von ihrer besten Seite. Die Gastgeberinnen hatten ab der 48.Minute alles wieder im Griff und siegten am Ende standesgemäß.

„Wir haben uns in Hälfte eins unnötig schwer getan“, betonte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. Meine Mannschaft konnte keine Spannung erzeugen. Die Defizite traten vor allem in der Deckung auf. Später haben Umstellungen gegriffen, die uns sicherer werden ließen.“

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