Handball / Verbandsliga

TV Kapellen siegt gegen HSG Vennikel/Rumeln-Kaldenhausen

HSG-Goalgetter Fabian Schwartz (gelb/acht Treffer) hier gegen drei TVK-Spielern (von links) Steffen Pitzen, Tillmann Maes und Nils ter Haar, verletzte sich schwer.

HSG-Goalgetter Fabian Schwartz (gelb/acht Treffer) hier gegen drei TVK-Spielern (von links) Steffen Pitzen, Tillmann Maes und Nils ter Haar, verletzte sich schwer.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Moers.  Die Halle im Henri-Guidet-Zentrum ist rappelvoll beim Handball-Verbandsliga-Derby zwischen TV Kapellen und der HSG Vennikel/Rumeln-Kaldenhausen.

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Nicht schön, oft dramatisch, aber immer spannend: Das Handball-Verbandsliga-Duell zwischen dem gastgebenden TV Kapellen und der HSG Vennikel/Rumeln-Kaldenhausen lockte gestern Morgen zahlreiche Zuschauer ins Henri-Guidet-Zentrum. Die Stimmung von der proppevollen Tribüne war daher bestens. Die Hausherren stellten über die gesamte Spielzeit das homogenere Team und gewannen so auch zurecht mit 30:27 (16:13). Überschattet wurde das eigentlich sehr faire Lokalduell von der schweren Verletzung von HSG-Haupttorschützen Fabian Schwartz, der in der 36. Minute nach einem Wurfversuch unglücklich an die Hallenwand prallte, sich dabei eine schwere Ellenbogenverletzung zuzog.

Das Spiel musste etwa eine halbe Stunde unterbrochen werden, ehe das HSG-Ass mit dem Krankenwagen abtransportiert wurde.

Kapellen dominierte

Die Partie nahm umgehend Fahrt auf. Kapellen agierte wach und konzentriert. Die Mannschaft hatte sich einiges vorgenommen. Und wie Kapellen das Spielgeschehen dominiert, so enttäuschend war der Auftritt des bis dato verlustpunktfreien Tabellenführers aus Vennikel.

Die HSG-Spieler hatten sichtlich Mühe, dass so wichtige Derbygen zu aktivieren. Enttäuschend war vor allem der Auftritt in der Defensive. Die 6:0-Ausrichtung funktionierte nicht. Die Spieler ließen Einstellung und Aggressivität vermissen. Torwart Sebastian Brysch erwischte einen gebrauchten Tag. Ganz anders die Herangenesweise im gegenüberliegenden Lager: Die Blau-Weißen zeigten viel Engagement, brachten den Gegner oft in Verlegenheit, der sich in Summe zu viele technische Patzern erlaubte. Darunter litt in erster Linie die mannschaftliche Geschlossenheit: Vennikel definierte sich einzig über Fabian Schwartz, dessen Individualität und Entschlossenheit bis dahin stach.

Kapellen übernahm ab der 20. Minute die Kontrolle des Spiels und hielt den Gegner auf Distanz. Die Gastgeber machten es geschickt, hatten mit Steffen Pitzen, Spielertrainer Christian Ginters, aber vor allem mit dem stets torgefährlichen Linkshänder Nils ter Haar drei starke Rückraumspieler.

Die HSG Vennikel/Rumeln-Kaldenhausen mühte sich zwar sichtlich um Besserung, doch alle Versuche versandeten ergebnislos. Der gestürzte Tabellenführer wurde nicht den eigenen Ansprüchen gerecht.

„Ich bin zufrieden. Unser Plan ist aufgegangen. Die Aufgaben waren klar verteilt und wir haben absolut verdient gewonnen“, so Christian Ginters, Trainer des Derbysiegers TV Kapellen. Kollege Helmut Menzel, Coach der HSG Vennikel analysierte nachher: „Bei meiner Mannschaft hat in beiden Mannschaftsteilen so einiges nicht gestimmt.“

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