Frauen-Handball / 2. Liga

TVB Wuppertal vs TuS Lintfort – Treffen zweier alter Rivalen

Ihre ausgeprägten kämpferischen Qualitäten sind auch Samstag beim prestigeträchtigen Aufeinandertreffen in Wuppertal gefragt: Lisa van Hulten (hier beim Wurf).

Ihre ausgeprägten kämpferischen Qualitäten sind auch Samstag beim prestigeträchtigen Aufeinandertreffen in Wuppertal gefragt: Lisa van Hulten (hier beim Wurf).

Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort liegen derzeit über dem Soll, möchten ihr Konto ausbauen. Dafür geht’s zum TV Beyeröhde Wuppertal.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Stimmung könnte momentan kaum besser sein. Die jüngste Vorstellung war über einen ganz langen Zeitraum exzellent und zudem noch ein echter Hingucker. Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort „zerlegten“ den hoch eingeschätzten VfL Waiblingen in alle Einzelteile, so dass dem Kontrahenten nur noch schwindelig werden konnte. Die Schützlinge um TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein liegen mit aktuellen 8:8 Punkten über Soll und haben vor dem Jahreswechsel noch viermal die Möglichkeit ihr Konto weiter anwachsen zu lassen.

Es warten ausnahmslos Vereine auf Augenhöhe, die man respektieren, aber auch nicht fürchten muss. Die erste Standortbestimmung ist am Samstag, um 18.45 Uhr, beim TV Beyeröhde Wuppertal. Die Anreise ist für Zweitligaverhältnisse zwar komfortabel – die Rivalität dafür aber groß.

Die Gastgeberinnen hatten einen schwierigen Start in die Saison. Die 6:10 Punkte sind nicht der Anspruch des Vereins. Aber der Stolperstart hat auch seine Gründe, sind dem Abgang wichtiger Stammspielerinnen nach der vergangenen Saison und der aktuelle Verletzungsmisere geschuldet.

Verletztenmisere

Beyeröhde muss oft improvisieren und „personelle“ Löcher stopfen. Die Mannschaft ist nicht so eingespielt, wie gewohnt und erwartet. In der Defensive fehlt das so wichtige Miteinander und in der Offensiven schleichen sich immer wieder technische Fehler ein. Insbesondere der jüngste Auftritt bei der 22:24-Niederlage in Nürtingen war schlecht.

Aber in dem Team schlummern bekanntlich auch reichlich Qualitäten. Und die wird es für die TVB-Spielerinnen im ewig jungen Duell mit dem TuS Lintfort nicht schwer fallen in den Vordergrund zu stellen. Wuppertal wird mit Sicherheit auf diesen Vergleich brennen, eine Top-Motivation, Leidenschaft und Kampfkraft in das Spielsystem einfließen lassen.

Ramona Ruthenbeck und Melina Fabisch nehmen innerhalb der Mannschaft klare Führungsrollen ein, setzen im Rückraum ebenso wie Luisa Knippert derzeit überwiegen in der TVB-Offensive die nötigen Akzente.

Die Defensive der Gastgeberinnen kann sich in aller Regel flexibel auf den jeweiligen Gegner einstellen, offenbarte aber bei der Pleite in Nürtingen auch etliche Schwachstellen. Einzig Torfrau Dana Centini verdiente sich ein Sonderlob, hatte viele starke Paraden.

Der TuS Lintfort reist mit Selbstbewusstsein an: Der überzeugende 34:25-Erfolg gegen Waiblingen sorgt für zusätzlichen Rückenwind. Die Mannschaft verstand es wie selten zuvor, wichtige Geschwindigkeit in den Angriff zu bekommen. Gerade die druckvollen Passfolgen und die darauffolgenden Durchbrüche in die auseinander gerissene Waiblinger Defensive war der Grundstock des Erfolges. Mie Norup Isaksen, Loes Vandewal und Becky van Nijf hatten außerdem im Rückraum alles im Griff.

„Ich glaube an ein enge, interessante und spannende Begegnung“, betont TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Die beiden Vereine kennen sich ja seit Jahren in- und auswendig. Es bedarf in so einem besonderen Aufeinandertreffen schon einige Körnchen mehr, um am Ende bestehen zu können“, kennt sie ein Mittel für den Erfolg.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben