Volleyball

VBL-Lizenzverfahren: Topkonkurrent des Moerser SC steigt aus

Glücksgefühl: Die Moerser Volleyballer haben Spitzenreiter CV Mitteldeutschland in Rheinkamp geschlagen.

Glücksgefühl: Die Moerser Volleyballer haben Spitzenreiter CV Mitteldeutschland in Rheinkamp geschlagen.

Foto: Juergen Sabarz / MSC

Moers.  Gleich 30 Vereine bemühen sich per Lizenzierungsantrag um eine Spielberechtigung für 2. Volleyball-Bundesliga - darunter auch der Moerser SC.

Gleich 30 Vereine haben sich bei der VBL um eine Lizenz für die kommende Spielzeit in der 2. Volleyball-Bundesliga der Männer beworben. Mit dabei ist auch der Moerser SC. Das Team von Trainer Hendrik Rieskamp hatte bekanntlich ins Auge gefasst, aufgrund des Saisonabbruchs durch die Corona-Krise sogar eine Lizenz für die höchste Spielklasse zu beantragen. Es wäre eine Rückkehr genau sechs Jahre nach dem Rückzug aus der Bundesliga geworden.

MSC-Chef Günter Krivec ließ das Unterfangen aber binnen weniger Tage aus finanziellen und sportlichen Gründen wieder fallen und sagte der VBL in diversen Verhandlungsgesprächen ab. Dies, obwohl nach gleich drei aktuellen Rückzügen der Teams aus Rottenberg, Unterhaching und Eltmann die Zeichen für Moers günstig standen.

Die 2. Bundesliga Nord, in der der MSC zuletzt mitmischte und bei Abbruch der Spielzeit auf dem dritten Tabellenplatz rangierte, bekommt durchaus ein neues Gesicht. Der letztjährige Meister CV Mitteldeutschland zieht sich aus der Liga zurück. Die Chemie Volleys aus Leuna in Sachsen-Anhalt spielen aus finanziellen Gründen in der neuen Saison nur noch auf Drittliga-Niveau – eine wirtschaftliche Folge der Corona-Krise.

Aus sportlicher Sicht startet für die Moerser damit ein Widersacher weniger im Kampf um den Titel im Wettbewerb. Spitzenreiter SV Lindow-Gransee, rund 60 Kilometer nördlich von Berlin gelegen, hat indes eine Lizenz beantragt, während der Tabellensiebte VCO Berlin mit einem Sonderspielrecht demnächst als zehnte Mannschaft in der Bundesliga starten will.

Derbys mit VV Humann Essen

Die restlichen neun MSC-Konkurrenten aus der vergangenen Saison haben eine Zweitliga-Lizenz beantragt: Kieler TV, FC Schüttorf 09, TV Baden, TuB Bocholt, SV Warnemünde, USC Braunschweig, TuS Mondorf, VC Bitterfeld-Wolfen und VV Humann Essen. Die Humänner schlossen die Saison als Tabellenletzter ab, bleiben aber in der Zweiten Liga. Sehr zur Freude der Moerser, die sich erneut auf zwei Derbys in der kommenden Spielzeit mit den Essenern freuen.

Dazu kommen im Lizenzierungsverfahren weitere Klubs, die die Zweite Liga Süd bilden werden und auch teils zum Norden zugeschlagen werden sollen. Die Staffelstärken sollen bei jeweils 14 Teams liegen. Die Zweite Liga Nord mit dem MSC spielte zuletzt mit 13 Mannschaften. VBL-Geschäftsführer Klaus-Peter Jung über die Anträge auf eine Lizenzierung: „Ich bin sehr froh, dass unsere Zweitligavereine nicht den Mut verloren haben, in dieser schwierigen Lage und angesichts der vielen Fragezeichen hinsichtlich des Saisonstarts 2020/21 einen Lizenzantrag zu stellen. Unser Maßnahmenpaket zeigt die erhoffte Wirkung. Jetzt geht es darum, gemeinsam die Rahmenbedingungen für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs zu schaffen.“

19 weitere Vereine für eine Lizenz

Das sind die übrigen 19 Vereine, die sich um eine Zweitliga-Lizenz bemühen: TV Bliesen, ASV Dachau, GSVE Delitzsch, VC Dresden, FT 1844 Freiburg, VC Gotha, TSV Grafing, TV/DJK Hammelburg, BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe, TuS Kriftel, L.E. Volleys, TGM Mainz-Gonsenheim, TSV Mimmenhausen, TV Mühldorf, PSV Neustrelitz, SV Schwaig, TSV Unterhaching, Volley YoungStars Friedrichshafen (Sonderspielrecht Bundesstützpunkt) und Juniors Frankfurt (Sonderspielrecht Bundesstützpunkt).

Schnelle Entscheidung angekündigt

Übrigens: Bis zum 15, Mai mussten die Vereine ihre Lizenzunterlagen bei der VBL einreichen. Die Liga mit Sitz in Berlin wird schon in den nächsten Tagen über die Spielgenehmigungen und die daraus resultierende Gruppeneinteilung der Zweiten Liga Nord und Süd entscheiden.

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