German Open

Fabienne Deprez kraftlos – Luise Heim im Wettkampfmodus

Fabienne Deprez streckte sich vergeblich. Nach zwei Sätzen waren die German Open für sie beendet. „Mir hat die nötige Power gefehlt“, stellte die 26-Jährige im Anschluss fest.

Fabienne Deprez streckte sich vergeblich. Nach zwei Sätzen waren die German Open für sie beendet. „Mir hat die nötige Power gefehlt“, stellte die 26-Jährige im Anschluss fest.

Foto: Dana Schmies / Funke Foto Services

Fabienne Deprez fehlt gegen Neslihan Yigit die Power, um ins Hauptfeld einzuziehen. Luise Heim startet dagegen mit einem Sieg in das Turnier.

Unterschiedlicher hätte der erste Turniertag für die Mülheimer Damen nicht laufen können. Während Luise Heim ihr Spiel in der Qualifikation gegen Chloe Birch aus England mit 21:17 und 23:21 gewinnen konnte, schied Fabienne Deprez bei ihrem Heimturnier mit 13:21 und 18:21 gegen die Türkin Neslihan Yigit aus. Eine Chronologie der Ereignisse.


8 Uhr: Fabienne Deprez ist eine halbe Stunde vor dem Wecker wach. „Ich mag es, wenn ich noch etwas liegen bleiben kann“, sagt sie. Um halb neun steht sie auf – das Frühstück wartet.


9.40 Uhr: Anschwitzen in der Trainingshalle. Der Weg dahin ist nicht weit, im Vergleich zu anderen Turnier schläft Deprez zu Hause, nicht im Hotel. „Ich muss es schaffen, in den Wettkampf-Modus zu kommen“, sagt sie. Auf dem Laufband wärmt sich die 26-Jährige auf, dann kommt Trainer Xu Yan Wang dazu. Die beiden spielen auf dem Court ein paar Bälle. Als sich Deprez schon wieder umzieht, kommt Luise Heim zum Aufwärmen – nun beginnt sie ihre Vorbereitung auf das Match gegen Chloe Birch. „Ich gehe zurück nach Hause, duschen, dann esse ich etwas und ruhe mich aus“, sagt Fabienne Deprez.


Heim auf Kurs – Deprez studiert die Gegnerin

12.20 Uhr: Jetzt gilt es für Luise Heim. Sie startet gut in die Partie gegen Chloe Birch, dominiert die Ballwechsel und kann den ersten Satz mit 21:17 gewinnen. Während Heim auf dem Court um den Einzug ins Hauptfeld kämpft, bespricht sich Fabienne Deprez mit ihren Trainern, schaut noch einmal Videos ihrer Gegnerin an. „Da kann ich zumindest ihre Spielanlage erkennen. Da ich Linkshänderin bin wird sie gegen mich aber nicht alles genau so machen“, verrät Deprez.

Einen guten Auftritt legte Luise Heim auf das Parkett. Sie löste das Ticket für das Hauptfeld, wo die Japanerin Saena Kawa wartet. Foto: Claudia Pauli 12.45 Uhr: Luise Heim muss derweil kämpfen, liegt im zweiten Satz sogar hinten. Als es darauf ankommt, ist sie aber voll da, zeigt keine Nerven und löst mit ihrem zweiten Matchball das Ticket für das Hauptfeld. Probleme hatte sie vor allem mit der neuen Aufschlagregel. „Der Schiedsrichter hat einiges zurückgepfiffen. Aber ich habe mein Ziel erreicht. Den dritten Satz wollte ich unbedingt vermeiden, denn dann wird es meist noch einmal zittrig“, blickt sie auf ihr Spiel zurück. Nun trifft sie auf die Japanerin Saena Kawakami, die Nummer 21 der Weltrangliste. „Sie kenne ich noch aus der Jugend. Ich freue mich auf das Spiel“, so Heim.


Fabienne Deprez fühlt sich von Beginn an nicht wohl

14.10 Uhr: Früher als geplant ist Fabienne Deprez auf dem Court. Von Beginn an fühlt sie sich nicht richtig wohl, kommt mit dem druckvollen Spiel ihrer Gegnerin nicht zurecht, fühlt sich müde und findet nicht in den erhofften Wettkampfmodus. „Ich habe meine Ernährung umgestellt. Damit kommt der Körper offenbar noch nicht so gut klar“, erklärt sie. Der erste Satz geht mit 13:21 verloren. Im zweiten Durchgang kommt Deprez besser ins Spiel, immer wenn sie dran ist, zieht Neslihan Yigit aber wieder davon. Letztlich geht der Satz mit 18:21 verloren – das Aus! Trotzdem ist sie bei den jungen Autogrammjägern beliebt.


15.30 Uhr: Fototermin im neuen Nationalmannschaftsdress. Luise Heim hat das schon hinter sich, nun ist Fabienne Deprez an der Reihe. Sie ist enttäuscht, hat mit ihren Trainern bereits eine erste kurze Analyse gemacht. „Es war schwierig. Der erste Satz war nicht gut und auch danach hat mir einfach die nötige Power gefehlt“, sagt sie. Es geht zurück nach Hause, unter die Dusche. Den Rest des Tages verbringt sie mit ihren Eltern, morgen geht es schon wieder in die Trainingshalle. Für Luise Heim dagegen steht dann das nächste Spiel an. Unterschiedlicher hätte es nicht laufen können.

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