Handball

HSV Dümpten: Verbandsligist sah sich auf dem richtigen Weg

Dümptens Neuzugang Patrick Kerger (m.) – im Derby gegen die DJK Styrum 06 – ist gleich zu einem Schlüsselspieler des Mülheimer Verbandsligisten geworden. Die coronabedingte Pause nutzt er, um erste Wehwehchen auszukurieren.

Dümptens Neuzugang Patrick Kerger (m.) – im Derby gegen die DJK Styrum 06 – ist gleich zu einem Schlüsselspieler des Mülheimer Verbandsligisten geworden. Die coronabedingte Pause nutzt er, um erste Wehwehchen auszukurieren.

Foto: Martin Möller / Martin Möller / Funke Foto Services

Mülheim.  Zwar ging das Topspiel bei den Bergischen Panthern II verloren, insgesamt zieht der Trainer des HSV Dümpten aber ein positives Zwischenfazit.

„Eine komplette Saison durchzudrücken, wird schwierig“, meint René Bülten, Trainer des Mülheimer Verbandsligisten HSV Dümpten mit Blick auf die coronabedingte Zwangspause. Umso mehr trauert der HSV den liegengelassenen Punkten hinterher.

Bülten denkt dabei vor allem an die Spiele beim LTV Wuppertal (28:31) und der SG Überruhr (24:26) , bei denen die „Rothosen“ nur knapp unterlagen. „Das war sehr ärgerlich“, sagt der Coach. Allerdings hat die Pause auch positive Aspekte für die Dümptener – vor allem mit Blick auf verletzte und angeschlagene Spieler.

Niederlage bei den Bergischen Panthern II ging für Dümpten in Ordnung

Die Niederlage im Spitzenspiel bei den Bergischen Panthern II geht für den Trainer des HSV angesichts der Qualität, die die Panther auf die Platte gebracht haben, in Ordnung. „Da muss man sehen, was für Kaliber uns gegenüberstanden“, so Bülten. Drei Spieler der ersten Mannschaft hatten die Panther-Reserve bei der Partie eingesetzt.

Das war möglich, weil die dritte Liga erst später in die Saison starten sollte. Auch bei einer Fortsetzung der Saison Anfang des Jahres wären theoretisch solche Konstellationen wieder möglich. Für HSV-Geschäftsführer Kevin Michalski grenzt dies deswegen auch an Wettbewerbsverzerrung.

Vier Punkte mehr täten den Dümptenern mit Blick auf die weitere Saison gut

Hätten die Dümptener dagegen die Punkte in Essen und Wuppertal eingesammelt, würden sie mit lediglich zwei Verlustpunkten dastehen. Dies wäre eine durchaus komfortable Ausgangsposition, falls es nur eine Hinrunde gibt. Denn in diesem Fall würden nur noch sieben Spiele anstehen. Zumal zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht feststeht, wie die Saison gewertet wird, wenn sie nicht vollständig stattfinden kann. Um der Saison am Ende noch einmal etwas Würze zu geben, könnte HSV-Trainer Bülten sich zum Beispiel auch Play-off-Spiele um den Aufstieg vorstellen. „Das hätte schon einen gewissen Charme“, so Bülten.

Dennoch können die Mülheimer unterm Strich mit ihrem Saisonstart zufrieden sein. Sie haben sich nach sieben Spielen auf dem dritten Platz eingefunden, hinter dem TuS Lintorf und der Panther Reserve . „Wir sind auf einem guten Weg und den werden wir auch weiter gehen“, so Bülten. Insbesondere in Spielen wie gegen den Cronenberger TG (31:19), den ETB Schwarz-Weiß Essen (41:28) und die DJK Styrum 06 (31:17) hätten sie dem Gegner deutlich die Grenzen aufzeigt. Vor allem der klare Derbysieg stimmt Bülten froh. „Das war mir wichtig, auch in dieser Deutlichkeit.“

Dauerläufe für die Fitness

Aber nicht nur sportlich ist der Trainer zufrieden, auch zum eigenen Hygienekonzept und den coronabedingten Maßnahmen zieht Bülten ein positives Fazit. „Wir haben uns viel Mühe gegeben und das zum Beispiel auch mannschaftsintern gut gelöst“, sagt er. Immer mal wieder musste er einzelne Spieler vorsichtshalber vom Training ausschließen, etwa nach einem Urlaub. Dennoch seien alle Spieler vor der Saison in einem guten körperlichen Zustand gewesen, betont er.

„Das werden wir nicht halten können“, so Bülten. Insbesondere die fehlenden, handballspezifischen Bewegungen seien das Problem. So stehen derzeit vor allem Laufeinheiten auf dem Programm, zwei Mal die Woche mindestens zehn Kilometer. Ergänzend dazu gibt es Tabata-Übungen, teilweise auch gemeinsam über Zoom.

Angeschlagene Spieler können sich erholen

Einen positiven Aspekt hat die Corona-Zwangspause dann doch: Wenn schrittweise das Training und der Spielbetrieb wieder anlaufen, wird Bülten wieder auf Justin Merker , der zuletzt wegen eines Rippenbruchs ausgefallen war, setzen können. Auch Jonas Strenger kann nach seinem Handbruch theoretisch ab Dezember wieder ins Training einsteigen.

Zudem hätten Schlüsselspieler wie Patrick Kerger und Nico Helfrich , auf denen beim Spiel viel Verantwortung lastet, Zeit gehabt, „die ersten Wehwehchen“ auszukurieren, so Bülten.

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