BADMINTON

Isabel Herttrich und Carla Nelte reißen die Zuschauer mit

Carla Nelte (li.) und Isabel Herttrich zeigten eine couragierte Leistung und waren ganz nah dran am Einzug ins Viertelfinale.

Foto: Udo Gottschalk

Carla Nelte (li.) und Isabel Herttrich zeigten eine couragierte Leistung und waren ganz nah dran am Einzug ins Viertelfinale.

Für das deutsche Damendoppel bleibt das Happy End nach spannendem Finalsatz aber aus. Enges Match wird erst nach fast 76 Minuten entschieden.

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Als Carla Nelte den letzten Ball ins Aus schlug, reagierten die Zuschauer zunächst mit einem enttäuschten Stöhnen. Doch sofort danach brandete der Applaus in der Innogy-Sporthalle auf. Das Publikum würdigte die Leistung des einzig verbliebenen deutschen Damendoppels. Der Traum vom Viertelfinale endete nach fast 76 Minuten bei 24:26 im dritten Satz.

Zuvor hatten Nelte und Isabell Herttrich den an Position sieben gesetzten Koreanerinnen Chang Ye Na und Kim Hye Rin einen harten Kampf geliefert. Im ersten Satz drehten die Deutschen Meisterinnen einen 11:15-Rückstand noch um, gewannen mit 21:17.

Entscheidungssatz hätte nicht spannender sein können

„Im zweiten Satz waren wir etwas zu passiv“, gestand Nelte hinterher. Von 10:17 kamen die DBV-Damen zwar noch auf 17:19 heran, doch mit 21:18 ging Durchgang zwei an Korea.

Mit 4:8 ging der Start in den Entscheidungssatz daneben. „Doch ich bin immer positiv geblieben, allein schon wegen der Unterstützung des Publikums“, verriet Carla Nelte am Ende. 600 Zuschauer versuchten, das Duo zum Sieg zu tragen.

Der weitere Verlauf des Satzes hätte dann nicht spannender sein können. Nach dem 8:8-Ausgleich gingen die Lokalmatadorinnen sogar in Führung und behielten sie bis zum 18:15. Die beiden Koreanerinnen gaben sich aber freilich noch längst nicht geschlagen und drehten den Spieß mit vier Punktgewinnen in Serie um – 18:19 aus deutscher Sicht.

Drei Matchbälle abgewehrt, der vierte bringt die Entscheidung

Die letzten Minuten wurden zum Krimi: Bei 21:20 und 23:22 hatten die Deutschen sogar Matchball, mussten aber auch selbst drei davon abwehren. Der vierte war dann der entscheidende. „Schade, dass es kein Unentschieden gibt“, meinte Hallensprecher Hartwig Thöne. Wohl wahr – bei insgesamt 64:63 Punkten war kein wirklich besseres Team zu erkennen.

„Wir haben gezeigt, was wir können und dass wir mit den Besseren jederzeit mithalten können“, sagte Isabel Herttrich. Für die ehemalige Mülheimerin, die im letzten Jahr wegen der Umstrukturierung der Stützpunkte nach Saarbrücken gezogen ist, sind die German Open nach wie vor ein Highlight im Turnierkalender. „Ich hätte hier gerne noch ein Spiel gemacht, denn es macht hier richtig Bock. Meine Eltern und viele Freunde sind hier in der Halle“, gab die 25-Jährige nach dem Spiel zu Protokoll – und sie schickte noch eine Kampfansage hinterher: „Die Spiele holen wir dann einfach im nächsten Jahr nach.“

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