Handball-Oberliga

Schalke: Das Coronavirus legt die Oberliga-Handballer lahm

Skeptischer Blick: Das Coronavirus hat Trainer Daniel van den Boom und Schalkes Oberliga-Handballer ausgebremst.

Skeptischer Blick: Das Coronavirus hat Trainer Daniel van den Boom und Schalkes Oberliga-Handballer ausgebremst.

Foto: Oliver Mengedoht

Schalke.  „Realistisch gesehen wäre es Quatsch, in der nächsten Woche wieder einzusteigen“, sagt Schalke-Coach Daniel van den Boom. Zwei Spieler infiziert.

Es ist nett anzuschauen: Die Oberliga-Handballer des FC Schalke 04 stehen in der Tabelle, die das offizielle Portal präsentiert, auf dem ersten Platz. Und dort ist auch zu sehen, dass das nächste Spiel das am 24. Oktober (Samstag, 19.30 Uhr) in der Schürenkamp-Halle gegen den TuS Ferndorf II sein soll. Ob es dazu kommen wird? Der Hauptverein der Königsblauen hat am Freitag auf WAZ-Anfrage bestätigt, dass zwei Akteure des Oberliga-Kaders positiv auf Covid 19 getestet worden sind.

Die Konsequenz: Mehrere Spieler und auch Trainer Daniel van den Boom befinden sich zurzeit in häuslicher Quarantäne. „Fast alle kommen ja aus Städten, die Risikogebiete sind und in denen der Grenzwert überschritten ist“, sagt der Schalker Coach, der selbst in Bochum wohnt. Und Daniel van den Boom macht kein Geheimnis daraus, dass er es für eher unwahrscheinlich hält, am 24. Oktober gegen Ferndorfs Zweite spielen zu können – quasi ohne oder sogar ganz ohne Vorbereitung.

Corona: Der TuS Ferndorf muss in der 2. Bundesliga zwei Spiele absagen

Zumal der königsblaue Hauptverein offiziell mitgeteilt hat, dass sowohl in dieser als auch in der kommenden Woche aus Vorsichtsgründen kein Handball-Training stattfindet. „Realistisch gesehen wäre es Quatsch, in der nächsten Woche wieder einzusteigen“, sagt der 26-jährige Trainer. „Wir hoffen auf übernächste Woche.“ Dann könnte die Vorbereitung auf die Partie am 30. Oktober (Freitag, 20.15 Uhr) beim HC TuRa Bergkamen beginnen.

Allerdings gehört dieser Klub zum Kreis Unna, in dem bekanntlich ein Sport-Lockdown besteht. Dort sind Training und Spiele zunächst einmal bis zum 25. Oktober (Sonntag) verboten, so dass bereits die TuRa-Begegnungen beim TuS Ferndorf II und bei den Sportfreunden Loxten aus dem Plan genommen worden sind und nachgeholt werden müssen.

Daniel van den Boom: „Es kann nicht das Ziel sein, alle zwei Wochen in Quarantäne zu müssen“

Apropos TuS Ferndorf: Weil ein Handballer des Zweitliga-Teams der Nordsiegerländer positiv auf Covid 19 getestet worden ist, befindet sich die gesamte Mannschaft bis zum 28. Oktober in häuslicher Quarantäne, wie der Verein am Donnerstagabend bekanntgab. Deshalb müssen auch drei Spiele – beim TV Emsdetten, gegen den VfL Lübeck-Schwartau und beim TSV Bayer Dormagen – verlegt werden. Die Ferndorfer Reserve, die am 24. Oktober Gegner der Schalker sein soll, ist davon jedoch nicht betroffen.

Nach WAZ-Information haben sich die beiden Schalker Handballer, die Erkältungssymptome zeigen, nach dem 26:23-Heimsieg gegen den HTV Hemer– das war am 3. Oktober – infiziert. Dabei war auch ein Spieler eines anderen Vereins, und der ist ebenfalls positiv auf Covid 19 getestet worden.

Die unfreiwillige trainingsfreie Zeit nutzt Daniel van den Boom, um „einen Weg zu suchen, wieder auf die Platte zu kommen“, wie er sagt. „Das besprechen wir gerade.“ Der Schalker Trainer betont aber fast im selben Atemzug, dass erforschtes Wissen dabei nicht außer Acht gelassen werden dürfe und an die Langzeitfolgen gedacht werden müsse. Und er sagt: „Meine Spieler sind ja alle vollzeitmäßig im Studium oder Job. Da kann es nicht das Ziel sein, alle zwei Wochen in Quarantäne zu müssen.“

Mehr aktuelle Handball-Artikel:

Alle Nachrichten und Bilder zum Sport in Gelsenkirchen finden Sie hier

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben