Basketball 2. Bundesliga

Sparkassen Stars Bochum müssen trotz Corona-Fällen spielen

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Muss auf den Nachwuchs setzen: Felix Banobre (links), Trainer der Sparkassen Stars, wird auch Gabriel Jung einsetzen. Der Kader des Zweitligisten ist stark dezimiert.

Muss auf den Nachwuchs setzen: Felix Banobre (links), Trainer der Sparkassen Stars, wird auch Gabriel Jung einsetzen. Der Kader des Zweitligisten ist stark dezimiert.

Foto: Walter Fischer / FUNKE Foto Services

Bochum.  Insgesamt fünf Corona-Infektionen gibt es im Kader der Bochumer Basketballer. Dazu drei Verletzte. Gegen Itzehoe antreten müssen sie dennoch.

Nach der kurzfristigen Absage des Heimspiels gegen die Artland Dragons am vergangenen Wochenende reißen die schlechten Corona-Nachrichten bei den Sparkassen Stars Bochum in der 2. Basketball Bundesliga ProA nicht ab. Fast im Tagesrhythmus gab es zu Wochenbeginn positive Corona-Tests. Fünf Corona-Infektionen gibt es im Pro-A-Kader insgesamt. Zum Spiel in Itzehoe am Wochenende muss das Team jedoch antreten, für Mittwochabend war das erste Mannschaftstraining seit den ersten positiven Tests vergangene Woche angesetzt.

„Natürlich unter der Bedingung, dass alle Tests vorher negativ sind“, so Steinert. Geplant war ein lockeres Teamtraining für alle Spieler, die zur Verfügung stehen. Und das sind nicht allzu viele. 15 Spieler stehen auf der Bochumer Kaderliste. Fünf sind wegen Corona außen vor, dazu fehlen weiter Kilian Dietz (Finger gebrochen), Ben Böther (Rückenverletzung) und Alexander Winck.

Kein Training der Sparkassen Stars unter der Woche

Die Trainingseinheiten seit Anfang der Woche hatten die Sparkassen Stars abgesagt. Geimpfte Kontaktpersonen müssen zwar nicht mehr in Quarantäne, theoretisch hätte sogar Teamtraining stattfinden können. „Wir wollten aber unsere Spieler schützen, um nicht möglicherweise das Virus weiter zu verbreiten, bevor ein Test positiv ist.“ Die nach und nach folgenden Testergebnisse zeigten: vernünftig.

Länger pausieren können die Stars jedoch schon aus sportlichen Gründen nicht. Am Samstag (19.30 Uhr) steht die Partie bei den Itzehoe Eagles auf dem Programm. Auch wenn die Bochumer um eine Absage gebeten haben, geben die Regularien der ProA das nicht her. Ein Pro-A-Spiel kann nur aus zwei Gründen verschoben werden: Bei mindestens zwei positiven Tests in den 48 Stunden vor Tip-off (wie am vergangenen Freitag) oder wenn coronabedingt weniger als acht Spieler zur Verfügung stehen. Da Dietz, Böther und Winck aber nicht wegen Corona ausfallen, hat Bochum theoretisch zehn einsatzfähige Spieler und muss spielen. Auflaufen werden am Samstag aber nur sieben, darunter die Doppellizenzspieler Gabriel Jung und Lasse Bungart.

Stars jetzt kaum konkurrenzfähig

Bitter, denn Itzehoe hat zuletzt sieben Spiele in Folge verloren. Die Stars hatten die Punkte nicht direkt eingeplant, aber sicher eine reelle Chance gesehen, den ersehnten ersten Auswärtssieg zu feiern. Mit diesem Kader dürften die Bochumer allerdings kaum konkurrenzfähig sein, schon aus Belastungsgründen.

Corona Regeln: Was bedeutet „2G“?

„Sportlich gesehen ist das natürlich ernüchternd“, sagt Steinert. „Aber letztlich hat der Großteil der Vereine diesen Regeln zugestimmt, das ist Demokratie. Die Paderborner mussten da auch schon durch.“ Bei den Uni Baskets war vor dem Heimspiel gegen Bochum vor zwei Wochen zunächst Trainer Steve Esterkamp positiv getestet worden. Nach dem Erfolg über die Sparkassen Stars folgten dann positive Tests im Kader, ohne sechs Spieler reisten die Paderborner nach Rostock, wo sie sich eine 68:107-Niederlage einfingen.

Nur sieben Spieler im Kader

Ob das den Sparkassen Stars in Itzehoe auch blüht? Steinert: „Mit so einem Kader tritt der sportliche Wettbewerb natürlich in den Hintergrund, dazu steigt bei der Belastung die Verletzungsgefahr. Aber ich weiß, dass wir alles geben werden.“ Auf die sieben, die auswärts auflaufen werden, warten auf jeden Fall harte 40 Minuten.

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