FUSSBALL

VfB Speldorf trennt sich vom Trainer und holt Klub-Legende

Schluss in Speldorf: Trainer Olaf Rehmann macht beim Landesligisten Platz an der Seitenlinie.

Schluss in Speldorf: Trainer Olaf Rehmann macht beim Landesligisten Platz an der Seitenlinie.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Der VfB Speldorf wechselt den Trainer: Olaf Rehmann und der Verein trennen sich in gemeinsamen Einvernehmen. Nun kommt eine Klub-Legende zurück.

Jetzt also doch: Nach der 1:3-Heimniederlage gegen den SV Burgaltendorf trennt sich der VfB Speldorf im gegenseitigen Einvernehmen von seinem Trainer Olaf Rehmann. Was sich seit Wochen bereits andeutete, wird nun Realität: der frühere VfB-Stürmer Dirk Roenz kehrt als Trainer nach Speldorf zurück.

Nach der ernüchternden Niederlage gegen Burgaltendorf reifte bei Rehmann die Entscheidung, dass es keinen Sinn mehr macht. „Wenn man den Impuls setzen will, dann muss man es jetzt machen“, sagt der scheidende Coach. Der Verein sehe das genauso.

Schon vor Weihnachten fanden Gespräche statt

Schon nach dem letzten Spiel der Hinrunde gab es ein Gespräch mit dem Vorstand. Rehmann hätte sich einer Trennung schon damals nicht in den Weg gestellt. Dennoch habe er immer noch gehofft, mit seinem Team die Wende zu schaffen. „Mit jeder Niederlage wird es aber schwerer, die Mannschaft zu überzeugen“, erklärt Rehmann. Zudem sei der Druck von Außen immer größer geworden.

Am Sonntagabend führte der Coach ein langes Telefonat mit dem Sportlichen Leiter Kevin aus der Wieschen. „Ich habe die Nacht auch echt schlecht geschlafen, aber am Morgen stand der Entschluss fest“, berichtet er. Das berühmte gegenseitige Einvernehmen trifft in diesem Fall wohl zu. „Wir haben diese Entscheidung gemeinsam getroffen“, betont Rehmann, der auch noch einmal die „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ hervorhebt.

Rehmann glaubt an das Potenzial der Mannschaft

„Ich wusste von Anfang an, dass es auch so zu Ende gehen kann, das ist halt so im Fußball“, sagt Rehmann. Die Mannschaft habe immer alles gegeben. „Ich glaube, dass die Mannschaft ihr volles Potenzial abrufen wird“, sagt Rehmann zum Abschied.

Das soll sie fortan unter Dirk Roenz tun. Der 50-Jährige ist der wahrscheinlich bekannteste ehemalige VfB-Spieler der letzten 30 Jahre. Zwischen 1993 und 2005 spielte er für Speldorf an der „Blötte“ und traf dabei exakt 200-mal.

Roenz wurde im Oktober beim MSV 07 freigestellt

Später folgte er seinem Sohn zum Mülheimer SV 07. Dort war er zunächst als Jugendtrainer tätig und stand anschließend für das Bezirksliga-Team an der Seitenlinie. Seit seiner Entlassung im Oktober ist er regelmäßiger Gast bei den Spielen des VfB.

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