Handball Verbandsliga

Wieder kein Sieg: SV Heißen fehlt die Effektivität

Stefanie Radetzki war am Sonntagnachmittag für die besonders schönen Heißener Tore verantwortlich. Zum Sieg reichte es aber erneut nicht.

Stefanie Radetzki war am Sonntagnachmittag für die besonders schönen Heißener Tore verantwortlich. Zum Sieg reichte es aber erneut nicht.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Im Heimspiel gegen Mettmann Sport vergibt der SV Heißen zu viele Chancen, um das Spiel zu gewinnen. Die Bilanz der letzten Wochen bleibt mau.

Nur ein Sieg aus den vergangenen sechs Spielen – diese Serie wollte der SV Heißen im Heimspiel gegen Mettmann Sport unbedingt hinter sich lassen. Die Möglichkeit dazu war auch da – am Ende stand aber nur ein Unentschieden. Beim 19:19 (9:8) verpassten es die Heißener zum Hinrundenende den Anschluss an Platz vier herzustellen.

Drei Tore betrug der Vorsprung der Gastgeberinnen in der ersten Halbzeit zwischenzeitlich. Der SV Heißen hatte das Duell mit Mettmann Sport im Griff. Vor allem, weil die Abwehr einen hervorragenden Job machte und nur wenig zuließ. Im Angriff offenbarten sich aber auch da schon die Ursachen, warum es zuletzt so selten mit den Siegen geklappt hatte.

Ballverluste und ausgelassenen Chancen: Heißen holt Mettmann zurück ins Spiel

Es wären deutlich mehr als neun Tore möglich gewesen. Mal scheiterten die Heißener am Aluminium, mal warfen sie über das Tor, mal war Mettmanns Torsteherin Michelle Stang zur Stelle. Trotzdem hätte die Führung zur Pause komfortabler sein können – leichte Ballverluste in der Heißener Verteidigung holten Mettmann zurück in die Partie. Zudem wurde ein Freiwurf von Maren Buschmeier von der Mettmanner-Abwehr geblockt.

„Man merkt uns momentan an, dass uns die Lockerheit fehlt. Es waren einige Situationen dabei, in denen wir die Tore machen müssen“, sagte Svenja Arto nach der Partie. Und das wirkte sich in der zweiten Halbzeit bitter aus.

Heißen wechselt die Torfrau

Mettmann glich direkt mit dem ersten Angriff aus, danach wog das Spiel hin und her. Keine Mannschaft konnte sich auf mehr als ein Tor absetzen. Meistens jedoch gingen die Gastgeber in Führung. Vor allem Stefanie Radetzki, die mit sechs Toren nicht nur die meisten, sondern mit sehenswerten Lupfern auch die schönsten Tore des Nachmittags erzielte, übernahm im Angriff Verantwortung.

Es wurde aber auch ruppiger, Spielfluss kam immer seltener zustande. Zehn Minuten vor dem Ende wechselte SVH-Coach Jens Doleys die Torhüterin. Für Alexandra Pichottka stellte sich fortan Tatjana Schwarz zwischen die Pfosten. Und die brauchte zunächst etwas Anlaufzeit – avancierte dann aber zur Matchwinnerin.

Svenja Arto vergibt die Siegchance

Zwei Treffer kassierte sie, in den abschließenden fünfeinhalb Minuten hielt sie ihren Kasten dann aber sauber, parierte dabei unter anderem einen Siebenmeter und mehrere Würfe der Metttmanner. Sogar in Unterzahl hielt der SV Heißen das Unentschieden.

An der Seitenlinie ärgerte sich Jens Doleys über die Schiedsrichter, kassierte eine Gelbe Karte, seine Spielerinnen ließen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Allerdings sollte auch der Versuch von Svenja Arto nicht sitzen – so waren es die Gäste, die den letzten Wurf nehmen konnten.

Abschlussschwäche als Ursache erkannt

Der Ball kam zu Lena Wiedemann, die sich durchsetzte und warf. Drin – der Sieg für Mettmann? Nein. Noch bevor der Ball Wiedemanns Hand verlassen hatte ertönte die Schlusssirene. Glück für den SV Heißen, der so zumindest einen Punkt behalten konnte.

„Wir müssen am Abschluss arbeiten und wieder mehr Sicherheit bekommen“, befand Svenja Arto nach dem Unentschieden. Und ihr Trainer Jens Doleys? Der verließ angefressen und ohne Kommentar die Halle an der Kleiststraße. Gegen den Tabellenvorletzten, den TV Biefang II, muss am kommenden Wochenende aber ein Sieg her. Alles andere wäre eine Enttäuschung.

SV Heißen – Mettmann Sport 19:19 (9:8)
SVH:
Pichottka, Schwarz – Neulken (3), Galle, Arto (2), Kühn (1), Buschmeier (3), Schink (1), Eifert (2), Radetzki (6), Reschke (1/1), Weber.

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