FUSSBALL LANDESLIGA

Zehn Minuten kosten dem Mülheimer FC gegen Duisburg den Sieg

Während Anil Yildirim nach seinem Tor zum 1:0 für den Mülheimer FC 97 einmal kräftig durchpustet, liegt einer der Duisburger verärgert am Boden.

Während Anil Yildirim nach seinem Tor zum 1:0 für den Mülheimer FC 97 einmal kräftig durchpustet, liegt einer der Duisburger verärgert am Boden.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Mülheim.  In den ersten zehn Minuten nach der Pause des Duells gegen Genc Osman verspielt der Mülheimer FC 97 den möglichen ersten Heimsieg.

Der Mülheimer FC 97 und die Heimspiele in der Fußball-Landesliga – es soll einfach nicht sein. Am Sonntag legte der MFC das vielleicht beste Spiel vor heimischer Kulisse hin, doch ihm kosteten die ersten zehn Minuten nach der Pause den Sieg. So endete die Begegnung mit dem SV Genc Osman Duisburg mit einem 2:2 (1:0)-Remis.

„Das Spiel war gut, aber eben nicht sehr gut“, meinte Co-Trainer Daniele Autieri nach dem Spiel, das seine Mannschaft in den ersten zehn Minuten nach der Pause aus der Hand gegeben hatte.

Erste Halbzeit verläuft im Mülheimer Ruhrstadion ausgeglichen

Zur Pause hatten die Gastgeber noch mit 1:0 geführt, nach 56 Minuten hieß es plötzlich 2:1 für Genc Osman. Erst verursachte Keeper und Kapitän Efe Özkan einen Elfmeter, den Justin Bock unhaltbar unten links verwandelte, dann legte Bock für Samet Mantratzi auf und der jagte den Ball an die Unterkante der Latte. „Das waren zwei lange Bälle, bei denen wir nicht gut gestanden haben“, ärgerte sich Autieri nach dem Spiel.

Mit der ersten Hälfte war er zufrieden, schließlich ging sein Team trotz eines ausgeglichenen Spielverlaufs mit einer knappen Führung daraus hervor. Die erste größere Chance war den Gästen vorbehalten, doch MFC-Innenverteidiger Keiya Hayasaka rettete vor dem einschussbereiten Burak Bayram.

Zweiter guter Angriff führt zum 1:0 für den MFC 97

Mit ihrem zweiten vernünftigen Angriff gingen die Mülheimer dann in Führung. Torjäger Anil Yildirim wurde steil geschickt und überwand Duisburgs Keeper Laroshi.

Im Gegenzug mussten die Gäste dann eigentlich ausgleichen. Roman Mivekannin bekam den Ball einschussbereit serviert, zögerte aber einen Moment, so dass er noch von Miran Zuberovski abgeräumt wurde. Der starke Schiedsrichter Cedric Gottschalk signalisierte sofort: kein Strafstoß.

Daniele Autieri lobt die Moral seiner Mannschaft

Kurz vor der Pause hätte dann Sandro Garcia für die Mülheimer nachlegen können. Erst traute er sich einen Volleyschuss nicht, um im zweiten Versuch am Keeper zu scheitern.

„Für die zweite Halbzeit hatten wir uns eigentlich viel vorgenommen“, erklärte Daniele Autieri hinterher. Geklappt hat das zunächst nicht. „Doch man muss der Mannschaft auf ein Kompliment für ihre Moral machen“, lobte der Coach.

Offener Schlagabtausch nach dem 2:2

Denn nur zwei Minuten nach dem Rückstand staubte Sandro Garcia einen Abpraller von Adnan Laroshi zum 2:2 ab. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Mit zunehmender Spielzeit schlug das Pendel wieder ein Stück weit zu Gunsten der Hausherren aus. In der 76. Minute schrien die Fans des MFC schon auf, doch Anil Yildirim hatte den Ball nur ans Außennetz gejagt.

Es war die letzte Großchance für die Styrumer, die also weiter auf den ersten Heimsieg warten müssen. „Wenn man die Torchancen nimmt, hätten wir gewinnen müssen“, ärgete sich Daniele Autieri, der in dieser Woche Hakan Katircioglu vertrat. Er schickte aber auch gleich etwas Positives hinterher: „Wir haben jetzt sieben Punkte aus drei Spielen geholt, darauf können wir aufbauen.“

Mülheimer FC klettert einen Platz nach oben

Mit elf Zählern verbessert sich der Aufsteiger sogar auf den vierten Platz und bleibt das beste Mülheimer Team. Am kommenden Sonntag dürfen die Mülheimer wieder auswärts ran, wo sie bislang neun ihrer elf Punkt holten.

Gastgeber im Duisburger Holtkamp sind die Sportfreunde Hamborn 07, die am Sonntag überraschend klar mit 3:0 bei Blau-Gelb Überruhr gewannen.

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