Tischtennis Westdeutsche

1912-Spitzenspieler Michael Servaty will aufs Treppchen

Tom Mykietyn (links) und Michael Servaty von Buschhausen 1912 haben Ambitionen.

Tom Mykietyn (links) und Michael Servaty von Buschhausen 1912 haben Ambitionen.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Bei den Westdeutschen Meisterschaften sind drei Oberhausener vertreten. Markus Poll geht völlig entspannt ins Rennen.

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„Da gewinne ich genau zwei Mal, einmal fast und einmal gar nicht“, lacht Markus Poll. Er ist der große Außenseiter bei der westdeutschen Meisterschaft und hält neben den Buschhausenern Tom Mykietyn und Michael Servaty die Fahne der Oberhausener Herren bei der Westdeutschen in Waltrop hoch. Bei den Damen könnte PSV-Spielerin Lisa Michajlova als Ersatzspielerin noch ins Turnier rutschen.

Poll, die Nummer zwei des Post SV in der Verbandsliga, setzte sich zunächst als Kreismeister durch und wurde im Oktober – für ihn selbst überraschend – Zweiter bei den Bezirksmeisterschaften. In der West-Konkurrenz liegt die Messlatte natürlich noch einmal höher, auch für Bezirksmeister Matthias Uran (Bayer Uerdingen) wird es schwierig. „Das ist eine richtig gute Konkurrenz“, weiß auch 1912-Teamchef Michael Lange. Der Zwölfer darf sich auf die Einsätze seiner effektiven Nummer eins, Servaty und Nummer vier, Mykietyn, freuen.

Buschhausener auch im Doppel am Start

„Insbesondere, dass Tom dem Tischtennis auch in der Zeit der Prüfungen nicht abgeschworen hat und sich fit hält und bereit ist für die Westdeutsche, macht deutlich, dass wir in der Liga auch auf ihn zählen können.“ Gemeinsam mit Servaty wird Mykietyn auch das Doppel bestreiten. Beide gingen auch in der dritten Bundesliga gemeinsam an die Platte und wollen sich so teuer wie möglich verkaufen. Während es für Mykietyn, mehr noch als für Servaty, auch auf das Losglück morgen Nachmittag ankommt, freut sich Poll schon über die Teilnahme.

„Michi würde gerne zur deutschen Meisterschaft“, verrät Michael Lange über seinen Spitzenspieler Servaty. Er selbst scheint mit neuen Vorsätzen ins neue Jahr gestartet zu sein und konnte sich in den beiden Einsätzen der dritten Bundesliga bereits deutlich entspannter an die Platte stellen. In der Hinrunde wirkte der begabte Neuzugang noch zu häufig verkrampft. Das sah zuletzt besser aus, es folgten auch gute Ergebnisse. Um am Ende aufs Treppchen zu kommen, dafür bedarf es auch Losglück.

Markus Poll würde sich über einen Sieg freuen

Lange: „Das ist ein gutes Feld, aber auch niemand, den er noch nicht geschlagen hätte.“ Servaty könne an einem guten Tag jeden schlagen, das habe er schon oft genug bewiesen. „Erik Botthoff ist immer zu nennen, auch wenn er gerade Vater geworden ist. Dennis Lang hat auch gute Chancen. Aber sie sind alle stark.“

Für Poll sind die Ziele in gutes Stück tiefer angesetzt: „Aus der Gruppe zu kommen, ist schon utopisch.“ In Lostopf vier wird es für ihn in jedem Fall keine einfachen Duelle geben können. „Es ist cool, überhaupt dabei zu sein und ein Spiel will ich auch auf jeden Fall gewinnen. Die Konkurrenz ist groß, aber irgendwie einen Sieg in die Tasche lügen, das wäre schon was.“ Anders als die beiden Zwölfer hat Poll noch keinen Doppelpartner in Aussicht.

„Das wird vor Ort geregelt. Entweder man hat sich im Vorfeld abgesprochen, klärt das dort, oder bekommt jemanden zugelost.“ Es gibt sicher schlechtere Doppelpartner, als einen befreit aufspielenden Poll.

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