Billard

BC Oberhausen übernimmt die Bundesliga-Tabellenspitze

BCO-Kapitän Andreas Roschkowsky lobte den Teamgeist des Erstligisten, spielte aber auch selbst überragend.

BCO-Kapitän Andreas Roschkowsky lobte den Teamgeist des Erstligisten, spielte aber auch selbst überragend.

Foto: Oliver Mengedoht / Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Poolbillard-Erstligist BCO gewinnt sowohl in Neuwerk als auch das Gipfeltreffen beim PBC St. Augustin. Jetzt soll auch der DM-Titel her.

„Unglaublich, mir fehlen ein wenig die Worte“, so Kapitän Andreas Roschkowsky über den überragenden Doppelspieltag des BC Oberhausen in der 1. Poolbillard-Bundesliga. Nach dem 7:1-Erfolg beim abstiegsbedrohten 1. PBC Neuwerk gewann der BCO auch noch beim amtierenden Deutschen Meister 1. PBC St. Augustin mit 6:2 und löste den Gastgeber damit als Spitzenreiter in der Tabelle ab.

„Zum einen haben wir die volle Punktzahl geholt und hierbei den Titelverteidiger in dessen Heimat geschlagen“, so Roschkowsky. „Zum anderen muss ich einmal unsere beiden Spieler Stefan Nölle und Geronimo Weißenberger loben, die trotz des großen internen Konkurrenzkampfes und des eigenen Anspruchs ihre volle Unterstützung zeigten und wichtige Bestandteile dieses tollen Teams sind.“

Der BCO konnte den Doppelspieltag nämlich mit „voller Kapelle“ antreten. „Bei sechs Teammitgliedern können nicht immer alle spielen und manche müssen ohne Einsatz zuschauen“, erläuterte Roschkowsky.

Wir haben jedoch einen wahnsinnigen Mannschaftscharakter und haben gezeigt, wie es auch mit einem Luxusproblem von sechs sehr guten Einzelspielern funktionieren kann“, so der BCO-Kapitän. „Der Zusammenhalt ist riesig und wir sind hungrig auf mehr. Wir werden im März alles daran setzen, auch gegen den BSV Dachau zu bestehen und den Titel endlich mal wieder in den Ruhrpott nach Oberhausen zu holen.”

Roschkowsky siegt 125:0

Highlight beim 1. PBC Neuwerk, in dessen Reihen der ehemalige 10-Ball-Weltmeister Hudji See agiert, war der Sieg im 14.1 endlos von Roschkowsky, der seinen Gegner Sascha Jülichmanns lediglich zum Anstoß an den Tisch ließ und spektakulär mit 125:0 gewann.

Die Pflichtaufgabe vor dem Gipfeltreffen in Sankt Augustin war gelöst, nun ging es gegen die Formation um Weltmeister und Kapitän Joshua Filler. Dessen Aufstellung sah kein Duell Christoph Reintjes gegen Andreas Roschkowsky vor, die zuvor beide mit 125er-Serien geglänzt hatten. Reintjes sollte für St. Augustin viel mehr wie schon häufiger in den letzten Jahren Niels Feijen im 9-Ball besiegen. Doch diesmal behielt der Oberhausener mit viel Kampfgeist in drei Sätzen die Oberhand. Ebenso gewannen in der Hinrunde Roschkowsky und Lars Kuckherm. Einzig Marc Bijsterbosch musste sich der Stärke von Filler beugen.

Weiter geht es für den BCO am 7. März zu Hause gegen Dachau

Bei einer 3:1-Führung fehlten in der Rückrunde noch zwei Punkte für die Tabellenführung. Wiederum spielte Roschkowsky trotz seines Sieges in der zweiten Runde nicht, um auch seinen sechsten Mann einzusetzen. Stefan Nölle enttäuschte ihn nicht, zeigte ein starkes 14.1-Match und war in einer Serie, als er ein Time-Out nahm und leider anschließend den bevorstehenden Breakball verschoss. Der aktuelle 9-Ball-Weltmeister Filler nutzte den Fehler aus und punktete zum 2:4. Doch die Gäste ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und durften am Ende über ihre tollen Vorstellungen lautstark jubeln.

Bei noch vier ausstehenden Begegnungen geht es für den BCO mit einem Zähler Vorsprung auf St. Augustin am 7. März mit dem schweren Heimspiel gegen den Tabellendritten BSV Dachau weiter.

1. PBC Neuwerk - BCO 1:7

Hinrunde, 14.1: Sascha Jülichmanns – Andreas Roschkowsky 0:125; 8-Ball: Sascha Rath – Lars Kuckherm 4:3, 3:4, 1:4; 9-Ball: Martin Steinlage – Niels Feijen 0:4, 2:4; 10-Ball: Hudji See – Marc Bijsterbosch 4:2, 0:4, 3:4; Rückrunde, 14.1: See – Geronimo Weißenberger 125:104; 8-Ball: Steinlage – Bijsterbosch 2:4, 4:3, 3:4; 9-Ball: Jülichmanns – Kuckherm 2:4, 1:4; 10-Ball: Rath – Feijen 2:4, 0:4.

1. PBC St. Augustin - BCO 2:6

Hinrunde, 14.1: Luca Menn – Roschkowsky 49:125; 8-Ball: Marc Glatz – Kuckherm 3:4, 2:4; 9-Ball: Christoph Reintjes – Feijen 4:1, 3:4, 2:4; 10-Ball: Filler – Bijsterbosch 4:1, 4:1; Rückrunde, 14.1: Filler – Stefan Nölle 125:81; 8-Ball: Mirco Schöneshofer – Bijsterbosch 1:4, 1:4; 9-Ball: Menn – Kuckherm 3:4, 0:4; 10-Ball: Reintjes – Feijen 1:4, 3:4.

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