Regionalliga

Der Druck wird für RWO im Aufstiegskampf nicht weniger

Christian März (l.) hatte gegen Essens Dennis Grote einen schweren Stand. Im Hintergrund Stürmer Cihan Özkara.

Christian März (l.) hatte gegen Essens Dennis Grote einen schweren Stand. Im Hintergrund Stürmer Cihan Özkara.

Foto: Thorsten Tillmann / Funke Foto Services

Oberhausen.  Trotz der 0:1-Schlappe in Essen ist der Aufstieg für RWO längst nicht verloren. Doch mit jedem Patzer steigt der Druck für die Terranova-Elf.

Es war ein Wochenende zum Vergessen für alle Kleeblatt-Anhänger. Nicht nur verlor RWO das prestigeträchtige Derby bei RWE durch ein strittiges Gegentor zehn Minuten vor dem Ende mit 0:1. Zudem ließ auch Konkurrent SC Verl beim 2:1-Heimsieg gegen die U23 vom FC Schalke erneut keine Federn, was die Situation im Aufstiegskampf für die Mannschaft von Mike Terranova erschwert. Denn bis es am 18. März zum möglichen Alles-oder-nichts-Spiel in Verl kommt, kann jeder weitere Patzer richtig teuer werden.

„Vergangene Saison hat Viktoria Köln zum gleichen Zeitpunkt zehn Punkte Vorsprung gehabt und dennoch sind am Ende fast noch wir aufgestiegen“, gab RWO-Kapitän Jannik Löhden kurz nach dem Derby zu bedenken. In der Tat sind die Würfel im Aufstiegsrennen noch längst nicht gefallen. Doch aktuell scheint nicht viel auf eine kommende Schwächephase des SC Verl hinzuweisen.

Trotz RWE-Schlappe: RWO spielt eine eine gute Runde

Zu konstant spielt die Truppe von Coach Guerino Capretti, die insgesamt erst eine Niederlage einstecken musste, ihren Stiefel runter. Die beste Abwehrreihe der Liga (13 Gegentore) ist nach dem Abschied von Rödinghausen aus dem Titelrennen zum Aufstiegsfavoriten in der Regionalliga-West geworden.

Daneben darf nicht verschwiegen werden, dass auch RWO mit Stand heute eine richtig gute Runde spielt. Und wäre mit den derzeitigen 44 Punkten in einigen anderen Jahren nicht Dritter, sondern noch ein bisschen weiter oben in der Tabelle platziert gewesen. Umso ärgerlicher ist die Niederlage gegen Essen, da RWO nun wieder eine neue Siegesserie starten muss. Denn so platt es klingen mag, aber nur Siege bringen die Kleeblätter in dieser so starken Regionalliga nach vorne.

„Nicht kompakt genug gestanden“

Woran es in Essen genau fehlte? Letztlich vor allem an Griffigkeit und Entschlossenheit. Im Spiel nach vorne taten sich vom Mittelfeld zu den Offensivreihen ungewohnte Lücken auf, die durch unsaubere Pässe und Unkonzentriertheiten immer wieder für unnötige Ballverluste sorgten. Besonders die eigentlich verlässlichen Größen wie Christian März und Raphael Steinmetz fanden kaum Bindung zum Spiel und konnten der Niederlage nichts entgegen setzen.

„Wir waren einfach nicht kompakt genug“, so Terranova, der aber weit davon entfernt ist, die Flinte ins Korn zu werfen. „Wir haben schon oft auf die Fresse bekommen und sind wieder zurückgekommen. Die Entwicklung, die wir gemacht haben, ist trotz der Schlappe enorm.“

Der Aufstiegskampf, so „Terra“ weiter, sei ein „Marathon“, der bereits am Freitag mit dem Heimspiel gegen die Sportfreunde Lotte die nächste Etappe bereit hält. „Wir müssen den Schalter sofort wieder umlegen. Dass wir zu Hause eine Macht sind, dürfte sich wohl rumgesprochen haben“, sieht Jannik Löhden dem Spiel zuversichtlich entgegen.

Spannende Wochen liegen vor RWO

Was auf Lotte folgt, sind die Duelle beim Wuppertaler SV, gegen Alemannia Aachen und gegen TuS Haltern in der Wattenscheider Lohrheide. Dazwischen steigt noch das Niederrheinpokal-Viertelfinale am 4. März beim 1. FC Bocholt. Absolut machbar vom Papier her, doch wird der Druck für die Rot-Weißen in den kommenden Wochen auch nicht weniger. „Das wird noch zwischen uns und RWE ein Kopf-Kopf-Rennen. Wenn Verl also anfängt zu schwächeln.“

Leider steckt im derzeitigen Aufstiegsrennen ein bisschen zu viel Konjunktiv.

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