Fußball

Die Stimmen zum RWO-Sieg beim 1. FC Kaan-Marienborn

So sah es zum Anpfiff im  Leimbachstadion in Siegen aus.  

So sah es zum Anpfiff im Leimbachstadion in Siegen aus.  

Foto: Rene Traut

Nach dem 4:3-Sieg von RWO nach 2:0-Führung und 2:3-Rückstand in Siegen gab es Lob für die Moral. Der Kapitän fand aber auch mahnende Worte.

Mike Terranova, RWO-Trainer: Ich weiß nicht, ob ich Kaan-Marienborn zur guten Leistung oder uns zu den drei Punkten gratulieren soll. Wir haben nach hinten raus glücklich gewonnen, der Gegner hat uns das Leben sehr schwer gemacht. Wir gehen 2:0 in Führung, weil wir aktuell oben stehen und das Spielglück haben, liegen dann aber auch zu Recht hinten. Dass wir es dann noch gedreht haben, spricht für den Charakter der Mannschaft. Sie glaubt immer an sich, das haben wir ihr eingeimpft. Trotzdem hätten wir mit unseren Chancen das Spiel schon in der ersten Hälfte entscheiden müssen.

Jannik Löhden, Kapitän: Das Schöne ist, dass das Ergebnis ein klares Zeichen der guten Mentalität unserer Truppe ist. Das Schlechte ist, dass wir das Spiel total unterschätzt haben, obwohl wir gewarnt waren. Wir wussten, dass die ein sehr gutes Umschaltspiel haben und zudem mit dem Rücken zur Wand stehen und nichts zu verlieren haben. Das 1:2 geht auf meine Kappe, beim 2:2 dürfen wir das Kopfballduell nicht so leichtfertig verlieren. So wie wir aktuell spielen, fallen wir irgendwann auf die Schnauze. Wir brauchen wieder mehr Spielkontrolle und müssen das machen, was wir vor der Winterpause gemacht haben, mehr gezockt mit Spaß am Fußball.

Tarik Kurt, Doppeltorschütze: Wieder ein kurioses Spiel, das unnötig gekippt ist. Wir hätten in der ersten Halbzeit das dritte oder sogar vierte Tor machen müssen. Aber am Ende ist es egal, Hauptsache, wir gewinnen und bleiben weiter oben dran.

Patrick Bauder, verletzter Kapitän: Wir haben heute keine gute Leistung abgeliefert, von Beginn an nicht. Mit einer 2:0-Führung müssen wir es eigentlich besser runterspielen, geraten unnötig in Rückstand. Aber dann muss man der Mannschaft mal wieder ein Kompliment machen. Charakter und Moral sind einfach sensationell. Jetzt müssen wir gucken, dass wir nächste Woche auch mal wieder unsere PS auf den Platz bringen.

Thorsten Nehrbauer, 1. FC-Trainer: „Ich glaube, wir haben heute ein interessantes, verrücktes Spiel gesehen. Wir wollten im zentralen Mittelfeld eine Überzahl schaffen, das hat auch gut geklappt. Wir sind aus dem Nichts in Rückstand geraten, haben dann hinten umgestellt. Wir sind zurückgekommen und ich bin stolz auf meine Jungs, die seit Wochen immer wieder Nackenschläge bekommen. Gefühlt ist bei uns jeder Schuss aufs eigene Tor ein Gegentreffer, aber wir werden weiter kämpfen.

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