Rück-Radrennen

Die Tradition kommt in neuem Gewand daher

Die Mellinghofer Straße wuird zum absoluten Zentrum des Rennens aufgewertet.

Foto: Fabian Strauch

Die Mellinghofer Straße wuird zum absoluten Zentrum des Rennens aufgewertet. Foto: Fabian Strauch

Oberhausen.   Blau-Gelb konnte nicht mehr, jetzt betreut eine Agentur die Pfingst-Rennen in Oberhausen. Das soll eine Chance sein, das Rennen zu entwickeln.

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Diese Nachricht ließ viele Radsportfans in Oberhausen und Umgebung aufatmen: Das Pfingstradrennen ist gerettet und wird auch in diesem Jahr stattfinden. Das verkündete der neue Veranstalter Rad Club Olympia Buer – bereits in der vergangenen Woche. Nun wurden die ersten Details über die Wiederauflage der Sportveranstaltung bekannt. Und dabei scheint die Neuausrichtung für die Traditionsveranstaltung klar zu sein: Das Pfingstradrennen, welches am 20. Mai über die Bühne geht, soll sportlich, wie auch organisatorisch moderner werden.

Ende einer Hängepartie

Dass es zu dieser Neuauflage nun kommt, war eine schwierige Geburt, die sich über Wochen und Monate hinzog. Nachdem der RSV Blau-Gelb kurze Zeit nach der letzten Ausgabe seine Beteiligung aus organisatorischen Gründen beendete und von Seiten der Stadt oder des Sportausschusses nicht mehr umgestimmt werden konnte, wurde händeringend nach einer Alternative gesucht.

Letztlich entschied man sich zu einer Zusammenarbeit mit dem Gladbecker Michael Zurhausen, Vorsitzender des RC Olympia und u.a. Veranstalter der Vivawest Ruhrpott-Tour, der dem Pfingstradrennen neues Leben einhauchen soll: „Ich selbst habe schon beim Oberhausener Rennen teilgenommen und war todtraurig, als ich hörte, dass diese Veranstaltung nicht mehr fortgesetzt werden soll. Ich hoffe nun, dass diese mit dem neuen Konzept wieder zu einem Sportereignis wird, das nicht nur die Oberhausener Radfans zufrieden stellt.“

Vertrag läuft über vier Jahre

Für vier Jahre wurde nun eine Zusammenarbeit mit dem Hauptsponsor XXXL-Rück vertraglich vereinbart. Mit im Sponsorenboot sitzen traditionell Radio Radtke und nunmehr mit größerem Engagement die Stadtsparkasse Oberhausen. Weiterhin bemühen sich die Veranstalter um zusätzliche Unterstützer.

Die wichtigste Änderung bezieht sich zunächst auf die Radstrecke selbst. Diese wird halbiert: Der Rundkurs beträgt nun nur noch 2000 Meter. Der Start ist zwar wie gewohnt weiter an der Mellinghofer Straße, doch geht es dann in entgegengesetzter Richtung auf der Nathlandstraße weiter. Von dort aus wird rechts in die Werdener Straße abgebogen, bevor es im Anschluss in die Mühlenstraße geht. Die Zielgerade führt dann wieder auf die Mellinghofer. Damit ist auch klar, dass die Fahrt zum Dümptener Berg wegfällt. „Dies ist bedauernswert, aber die Verkürzung hat den Vorteil, dass wir mit knapp 700 Metern eine der längsten Zielgeraden in Deutschland haben. Wir versprechen uns dadurch mehr Spannung für die Zuschauer“, erklärt Zurhausen.

Weitere Rennen im Programm

Neben dem Großen XXXL Rück Preis für die Elitefahrer werden noch vier weitere Rennen angeboten. Auch hierbei wird auf neue Konzepte gebaut. Zum Start um 13 Uhr wird zunächst ein Amateur-Rennen der C-Klasse ausgetragen (30 Runden zu zwei Kilometer). Anschließend wird um 14.30 Uhr erstmals eine offene Stadtmeisterschaft ausgetragen, in der Hobbyfahrer in einem „Jedermann-Rennen“ teilnehmen können. Um 15.30 Uhr findet dann ein Junior-Cup statt, bei dem Kinder zwischen drei bis fünf Jahren auf dem Fahrrad oder Bobbycar um die Wette fahren.

Ebenfalls neu im Programm ist das sogenannte Gästefahren um 15.45 Uhr, wo Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Sport ihre Fahrkünste für einen guten Zweck unter Beweis stellen können. Gegen 16 Uhr steigt dann das Hauptrennen (40 Runden sind 80 Kilometer).

Durch die fehlende Bergwertung soll der Schwerpunkt auf die Sprintduelle gelegt werden, weshalb auch ein Sprint-Trikot im Stil der Tour de France eingeführt wird. Alle zehn Runden wird dabei eine Zeitabnahme vorgenommen. Welcher Fahrer bei diesen vier Durchgängen die schnellste Runde abgeliefert hat, gewinnt die Wertung. Daneben wird nach niederländischem Vorbild ein so genannter Leyderspreis vergeben: In jeder Runde erhält der Fahrer, der als Erster über den Zielstrich fährt, einen Punkt. Wer am Ende die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt das Leyder-Trikot.

Attraktives Nebenprogramm

Neben dem sportlichen Aspekten soll auch ein attraktives Nebenprogramm angeboten werden. Für Familien mit Kindern werden Spielgeräte aufgebaut. Im Start- und Zielbereich wird zusätzlich ein kulinarisches Dorf errichtet.

Für das Hauptrennen haben sich bereits einige bekannte Fahrer angekündigt. So steigt u.a. Christian Grasmann in die Pedale. Der Münchner war zuletzt Sieger beim Sechstagerennen von Rotterdam.

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