Bogenschießen

Ein Millimeter fehlte zum Holtener-Finale

Carlo Schmitz (Mitte) setzte sich insgesamt sehr souverän durch. Lukas Winkelmeyer (r.) scheiterte im Halbfinale nur knapp an Dirk Tuschscherer (l., KKB Köln).

Carlo Schmitz (Mitte) setzte sich insgesamt sehr souverän durch. Lukas Winkelmeyer (r.) scheiterte im Halbfinale nur knapp an Dirk Tuschscherer (l., KKB Köln).

Foto: Verein

Oberhausen.  Viele Titel für die Oberhausener Teams aus von GWH und dem BSCO. Lukas Winkelmeyer verpasste das vereinsinterne Endspiel nur hauchdünn.

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Am Wochenende fanden die Landesverbandsmeisterschaften des Rheinischen Schützenbundes in Düren statt. Die Holtener hatten sich mit 17 Schützinnen und Schützen qualifiziert. Der BSCO schickte acht Teilnehmer ins Rennen.

Das Wetter spielte mit und bei mäßigem Wind und moderaten Temperaturen machten sich am Samstag die Masterklasse und Schülerklasse auf den Weg ins 125 Kilometer entfernte Düren, am Rande der Eifel.

Bei der der Grün-Weißen Sophie Kühne lief alles wie am Schnürchen. Die Schüler A-Schützin zeigte sich gut aufgelegt und pulverisierte nicht nur einen 10 Jahre alten Landesrekord auf 40 Meter in einem Durchgang um vier Ringe, sondern überbot auch den Landesrekord über zwei Durchgänge. Mit 662 Ringen von 720 setzte sie sich wiederholt als Landesmeisterin durch.

Zum Debüt den Meistertitel

Der RSB-Debütant Felix Pape konnte in der Klasse Schüler B mit 100 Ringen mehr als der Zweitplatzierte ebenfalls den Landesmeistertitel mit nach Hause nehmen. Marlene Gores kam mit 509 Ringen auf den 4. Platz der Jugend-Klasse. Ihr Bruder Simon Gores kam nicht über den 15. Platz hinaus. Am Nachmittag waren die Herren der Holtener am Zug. Die Mannschaft Heinzen, Swinnty und Lai holten sich den Landesmeistertitel und gleichzeitig den Landes- und Deutschen Rekord mit 1861 Ringen auf 60 Meter. In der Einzelwertung belegte Frank Heinzen den ersten Platz mit 631 Ringen, Mirko Swinnty folgte mit der Silbermedaille. Holger Lai kam mit 613 Ringen auf Platz 6.

Der Sonntag startete für die Damen und Herren. Bei den Damen schaffte es lediglich Lea Spieker ins Viertelfinale ein, das sie mit 4:6 gegen Andrea Lorenz aus Bonn verlor. Die Schützin Elena Winogradow kam nur auf den 21. Platz und Ina Wehde bildeten das Schlusslicht in der Damenwertung. Mit der Mannschaft belegten die Damen daher nur Platz drei von drei gemeldeten Teams. Die Herrenmannschaft hingegen sicherte sich mit 51 Ringen Vorsprung die Goldmedaille und schoss einen neuen Landesrekord.

Schlagabtausch im Halbfinale

In der Herren-Einzelwertung führte Carlo Schmitz nach den Qualifikationsrunden das Feld an. Gefolgt von den Holtenern Lukas Winkelmeyer und Arne Metzlaff auf Platz sieben. Die drei Holtener Herren kamen, bedingt durch ihr Platzierungen in den Qualifikationsrunden, in die Finals. Im Achtelfinale schied Arne Metzlaff bereits aus, Lukas Winkelmeyer und Carlo Schmitz schoss sich jedoch souverän bis ins Halbfinale. Schmitz lies auch dort nichts anbrennen und sicherte sich einen Platz im Goldfinale. Winkelmeyer traf auf Dirk Tuchscherer vom KKB Köln. Die beiden lieferten sich einen Schlagabtausch bis zu einem 5:5 - Remis und mussten ins Stechen. Jeder Schütze schießt dabei einen Pfeil und der bessere Treffer gewinnt. Die beiden Schützen platzierten ihre Pfeile in der 9 und der Kampfrichter musste mit einem Zirkel den besseren Pfeil ermitteln. Winkelmeyer unterlag mit nur einem Millimeter Unterschied und zog somit nicht in ein Goldfinale unter Vereinskameraden ein, sondern musste um Bronze kämpfen. Der ehemalige Bundeskaderschütze Carlo Schmitz machte im Goldfinale in nur drei Sätzen den Sieg und somit den Landesmeistertitel klar. Lukas Winkelmeyer kam mit einem 7:3 im Bronzefinale auf den dritten Platz. Marc Kathage erreichte Platz 17, Niklas Repking Platz 24. Mit Spannung werden nun die Qualifikationszahlen für die Deutsche Meisterschaft des DSB in Berlin erwartet.

Beim BSCO gelang Polina Galeta als Erstes sich auf das Treppchen zu setzen. Sie dominierte die Recurve-Juniorinnen-Klasse und wurde Landesmeisterin.

Talent bewiesen

Das zweite große Nachwuchstalent, diesmal aus dem Compoundbereich, Alina Hähnke, stand ihr in nichts nach. Sie gewann den Titel der Compound-Junioren vor einem männlichen Verfolger mit 34 Ringen Vorsprung. Auch ein weiteres „Nachwuchstalent“, weil erst seit einem guten Jahr wieder dabei, Petra Klotten, bewies ebenfalls ihr Können und schnappte sich Bronze bei den Compound Masters. Besonders beachtenswert war die Leistung von Daniela Berckmann. Nach langer krankheitsbedingter Zwangspause schaffte sie es in der Recurve Damenklasse auf Anhieb mit einem hervorragenden siebten Platz (560 Ringe) ins Finalschießen einzuziehen. Dort unterlag sie zwar 6:4 gegen die an Platz zwei gesetzte Gegnerin, schoss jedoch die zweitbeste Finalringzahl und verbesserte sich damit auf einen großartigen fünften Rang von insgesamt 22 Teilnehmerinnen. Thorsten Granieczny verfehlte nur knapp mit einem guten 18. Platz (572 Ringe) die Teilnahme am Finalschießen. Die Akteure Oliver Roß, Dirk Bölling und Johann Granieczny erreichten Plätze im Mittelfeld.

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