Regionalliga West

Eine Lehrstunde für RWO bei der U21 des 1. FC Köln

Und wieder stimmte die Zuordnung in der Innenverteidigung nicht. Torschütze Florian Dietz (Mitte) bejubelt das 2:0.

Und wieder stimmte die Zuordnung in der Innenverteidigung nicht. Torschütze Florian Dietz (Mitte) bejubelt das 2:0.

Foto: Micha Korb / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Beim 0:4 ließen die Kölner die Oberhausener Defensive schwach aussehen. Nach vorne spielte die Elf von Mike Terranova zu kompliziert.

Das war ernüchternd. Mit 0:4 (0:2) bekam RWO bei der U 21 des 1. FC Köln eindeutig die Grenzen aufgezeigt. Was sich in Wegberg-Beeck schon zeigte, wurde gegen Köln noch deutlicher. Die Abwehr hat sich noch längst nicht gefunden. Die Elf von Mark Zimmermann kombinierte sich traumwandlerisch sicher durch die Kleeblatt-Defensive und hätte noch höher gewinnen können. „Wir haben verdient verloren“, bekannte Trainer Mike Terranova, stellte sich aber auch schützend vor sein Team.

Natürlich hatte auch RWO die ein oder andere Gelegenheit, doch die Qualität der Chancen der Gastgeber war eine komplett andere. Schnell und sicher suchten die Spieler von Mark Zimmermann mit schnellen Ballstafetten auf engstem Raum die Lücke und schlossen dann sicher ab. Gleich der erste Eckball der Domstädter zeigte an, dass die Angreifer viel zu viel Platz haben würden. Doch Sava-Arangel Cestic drückte den Ball neben den Pfosten.

Über die Außen und schnell ins Zentrum

Im Prinzip spielten die Kölner so, wie RWO es sich vorgenommen hatte und eine Viertelstunde in Wegberg-Beeck zeigte: Schnell über die Außen und dann den Ball in die Gefahrenzone bringen. Während beispielsweise Sven Kreyer nach gutem Zuspiel von Raphael Steinmetz knapp verpasste, saß der Kölner Konter.

Georg Strauch hatte sich über rechts durchgetankt, passte stramm ins Zentrum und dort drückte Florian Dietz freistehend im Fünfer ein (21.). Rot-Weiß wehrte sich, mühte sich. Doch die Aktionen nach vorne selten klar. Durch die Mitte wurde zu drucklos gespielt, auf den Außen erwischten Dominik Reinert und Shaibou Oubeyapwa nicht ihren besten Tag. Nils Winter auf links versuchte es etwas aussichtsreicher. Im letzten Moment aber fehlte immer Präzision, um wirklich Gefahr herauf zu beschwören.

Anders die Kölner. Vincent Geimer setzte sich wiederholt auf der linken Außenbahn durch und bugsierte den Ball von der Torauslinie in den Rücken der RWO-Abwehr ins Zentrum. Dort stand wieder Dietz frei und hatte keine Mühe einzuschieben (37.). Von Zuordnung war bei den Kleeblättern nicht viel zu sehen.

Bastian Müller musste schon früh löschen

Dies hatte Terranova bereits zehn Minuten zuvor erkannt und mit Bastian Müller einen routinierten Akteur für den jungen Adam Lenges gebracht, der auf der der Achterposition gegen die Kölner Wirbelwinde überfordert war. In der 43. Minute hatte Oberhausen seine beste Szene der ersten Halbzeit. Eine sehenswerte Kombination über Steinmetz, Reinert und Kreyer wurde aber im entscheidenden Moment geblockt.

Natürlich nahm sich die Terranova-Elf viel für den zweiten Durchgang vor, wurde aber sofort kalt erwischt. Diesmal lief der Angriff über rechts, Lukas Nottbeck schickte Strauch und der fand auf engem Raum dann Mitspieler Tim Lemperle, der überlegt ins lange Eck zirkelte (51.). Die Rot-Weißen wirkten hier wie die sattsam bekannten Fahnenstangen, viel zu unbeweglich.

Robin Benz verhinderte noch Schlimmeres

Sie rannten folgend wütend, aber wenig planlos an. Köln hatte bei Ballgewinnen plötzlich viel Raum und schickte die Außen mit langen Bällen auf die Reise. Einen erwischte Geimer, lief Leander Goralski davon (der als letzter Mann auch kein Foul riskieren wollte) und lupfte den Ball über den herausstürmenden RWO-Schnapper Robin Benz zum 4:0 ins Gehäuse (65.). Zuvor hatte Benz bei zwei Aktionen gegen Lemperle und Luca Schlax die Oberhausener vor weiteren Einschlägen bewahrt.

Damit war die Messe natürlich endgültig gelesen Das Team nahm die Niederlage an, ließ dabei aber nie die Köpfe hängen, sondern spielte korrekt durch.

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