Fußball-Bezirksliga

Hauner erwartet mit Adler gegen den SC 20 ein schweres Derby

Lars Mühlbauer hat Freitag geheiratet und würde sich über ein passendes Hochzeitsgeschenk seiner Mannschaft freuen: drei Punkte.

Lars Mühlbauer hat Freitag geheiratet und würde sich über ein passendes Hochzeitsgeschenk seiner Mannschaft freuen: drei Punkte.

Foto: Oliver Müller / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Das Derby Adler gegen SC 20 steht im Mittelpunkt. Adler will drei Punkte halten, SC-Trainer Thorsten Möllmann würde in dem Fall zurücktreten.

SuS 09 Dinslaken – SF Königshardt (Sa, 18 Uhr): Die äußeren Voraussetzungen findet SFK-Coach Richard Zander hervorragend. „Wir spielen im Stadion des VfB Lohberg auf Rasen. Also mich müsste keiner mehr motivieren“, sagt der langjährige Oberliga-Spieler vor der Partie in Dinslaken. Trainiert wurde in dieser Woche auf dem heimischen Naturrasen. Ob und welche personellen Veränderungen vorgenommen werden, lässt Zander noch offen. „Aufgrund der ersten Halbzeit gegen 06/07 gibt es nichts zu verändern, nach der zweiten eigentlich alles“, erinnert er an die vergangene Partie.

Adler Osterfeld – SC 20 Oberhausen: Spielclub-Trainer Thorsten Möllmann haut vor dem Derby mächtig auf die Pauke. „Wenn wir Sonntag verlieren, stelle ich mein Amt zur Verfügung“, setzt er seine Mannschaft gehörig unter Druck. Nach bislang erst vier Zählern wächst rund um die Knappenstraße der Unmut, auch wenn Möllmann wegen des personellen Umbruchs schon vor der Saison an die Geduld der Anhänger appelliert hatte.

Möllmann: „Wir haben bislang zu wenig Punkte“

„Wir haben bislang zu wenig Punkte geholt und das liegt auch am Trainer, der sich nicht zu hundert Prozent um sein Team kümmern konnte“, erklärt Möllmann, da er seit Ende der Vorbereitung mit einer Nierenerkrankung zu kämpfen hatte, die erst vor knapp zwei Wochen operativ beseitigt wurde.

„Dann will ich eigentlich lieber nicht gewinnen“, reagiert Adler-Trainer Udo Hauner auf Möllmanns Aussage mit einem Augenzwinkern. Denn die drei Punkte sollen schon im heimischen Waldstadion bleiben, auch wenn Hauner ohnehin ein „ganz schweres Derby“ erwartet, da der Spielclub seiner Ansicht nach deutlich besser ist als es der bisherige Tabellenplatz vermuten lässt.

Sterkrade 06/07 – FC Bottrop: Am Freitag heiratete Sterkrades Linienchef Lars Mühlbauer und wünscht sich dazu morgen drei Punkte von seinem Team. „Die Jungs sind nach drei Siegen in Folge heiß, ohne dass Selbstzufriedenheit einkehrt“, freut er sich über die gute und ehrgeizige Stimmung innerhalb der Mannschaft.

Mühlbauer unterschätzt den FC auf keinen Fall

Die zur Abstiegszone zählenden Bottroper sollen dabei keineswegs unterschätzt werden. „Der Tabellenplatz hat keine Aussage, das haben wir letzte Woche erst gesehen“, warnt Mühlbauer. Personell gibt es keine Veränderungen, Artur Stankewizius wurde fünf Wochen gesperrt.

VfB Bottrop – Arminia Klosterhardt II: Mit Respekt, aber ohne Angst tritt Coach Christian Dahlbeck die Reise zum Spitzenreiter an. „Auch das Spiel fängt bei 0:0 an“, nimmt er die fünf Euro fürs Phrasenschwein beim Ausblick auf die Partie gerne in Kauf. Mit mittlerweile knapp zehn verletzten Spielern und dem gesperrten Alexander Ristau ist die personelle Lage zwar „katastrophal“, wie Dahlbeck sagt, „aber das werden wir kompensieren.“ So lange wie möglich dem Druck des VfB standhalten, um dann gezielte Nadelstiche offensiv zu setzen, wird die Devise lauten.

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