Regionalliga

Jörn Nowak wechselt zu Rot-Weiss Essen

Sie waren nicht immer einer Meinung, sind aber für den Höhenflug der Rot-Weißen verantwortlich: Jörn Nowak und Mike Terranova.

Sie waren nicht immer einer Meinung, sind aber für den Höhenflug der Rot-Weißen verantwortlich: Jörn Nowak und Mike Terranova.

Foto: Micha Korb

Oberhausen.   Der Wechsel des sportlichen Leiters von RWO zu RWE lief mit Komplikationen ab. Eigentlich war Stillschweigen vereinbart, doch es gab ein Leck.

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Jörn Nowak wird in der kommenden Saison nicht mehr sportlicher Leiter bei RWO sein. Sein Wechsel zum Regionalliga-Rivalen RW Essen nach Abschluss der Spielzeit wurde jetzt durch „reviersport“ vorzeitig publik. RWO-Präsident Hajo Sommers in der ersten Erregung: „Wir haben alle versucht, das unter der Decke zu halten. Aber mit der Veröffentlichung ist er nicht mehr tragbar für uns.“ Später in Absprache mit seinen Vorstandskollegen Thorsten Binder und Herbert Jöring wurde beschlossen, dass Nowak bis Saisonende das operative Tagesgeschäft weiter leitet. Die weitere Kaderplanung für die Saison 2019/20 liegt federführend interimsweise bei Cheftrainer Mike Terranova.

Mehr Mittel als RWO zur Verfügung

„reviersport“ hatte berichtet, dass Nowak bereits jetzt an den Kaderplanungen der Essener für die kommende Saison beteiligt ist. Durchaus pikant, wenn man mit der aktuellen Mannschaft in der Regionalliga noch um den Aufstieg kämpft. Nowak dürfte dies gewahr und das besondere Verhältnis zum direkten Nachbarn sehr wohl bekannt gewesen sein. Gleichwohl lockt die Aussicht, mit deutlich mehr Mitteln als in Oberhausen, in Essen wieder mal zu versuchen, aus der Regionalliga zu entfliehen.

Sommers erfuhr im Krankenhaus von der Veröffentlichung. Er ist zu Nachuntersuchungen wegen seines Schlaganfalls im Kruppschen Krankenhaus Essen und war selbstredend überhaupt nicht glücklich darüber, dass diese Personalie jetzt im Meisterschaftsendspurt öffentlich wurde. „Bei RWO wussten ganz wenige davon, bei uns ist das Leck nicht“, blickt er erzürnt zum Essener Regionalligisten. „Denn Berater waren auch nicht im Spiel.“

„Es ist schade, aber so geht Fußball“, sagt RWO-Vorstandsmitglied Binder. „Dadurch werden wir uns aber nicht von unserem kurzfristigen Ziel, Köln zu ärgern und gegebenenfalls noch einzuholen, abbringen lassen. Das hängt nicht vom sportlichen Leiter ab, sondern von der Mannschaft, in die wir zu 100 Prozent vertrauen. Wir danken Jörn für seine bisherige geleistete Arbeit und wünschen ihm auf seinem weiteren Weg alles Gute.“

Keine vorzeitige Verlängerung mit Nowak

Binders Vorstandskollege Herbert Jöring ergänzt: „Auch ich bedanke mich in aller Form bei Jörn für sein bisheriges Engagement. Allerdings möchte ich auch noch betonen, dass der Vertrag mit Jörn entgegen einiger Meldungen nicht kürzlich verlängert wurde.“

Jörn Nowak war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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