Fußball

Julian Berg ab sofort Cheftrainer der Spvgg. Sterkrade-Nord

Ab sofort nicht mehr nur Interims-, sondern Cheftrainer der Spvgg. Sterkrade-Nord: Julian Berg.

Ab sofort nicht mehr nur Interims-, sondern Cheftrainer der Spvgg. Sterkrade-Nord: Julian Berg.

Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.   Nahtloser Übergang vom Spieler zum Trainer beim Landesligisten in Sterkrade. Am Mittwoch Gastspiel beim VfB Frohnhausen.

Die Spatzen pfiffen es schon von den Dächern, insofern ist diese Entscheidung keine Überraschung mehr. Julian Berg, seit der Trennung von Coach Markus Kowalczyk vor drei Wochen Interimstrainer bei der Spvgg. Sterkrade-Nord, wurde am Montagabend zum Cheftrainer befördert. Der Verein plant mit dem 31 Jahre jungen Linienchef nicht nur den Rest der laufenden Saison in der Fußball-Landesliga, sondern auch in der kommenden Spielzeit. Damit endet gleichzeitig die aktive Laufbahn des ehemaligen Abwehrspielers.

„Wir freuen uns, dass wir mit Julian übereingekommen sind. Er hat in der kurzen Zeit als Trainer neue Reizpunkte gesetzt. Er hat eine gute Ansprache und ist sehr fokussiert“, zeigt sich Vorsitzender Dietz Walter von dem jungen Übungsleiter angetan.

Berg: „Eine einmalige Chance“

Berg selbst freut sich über diese, wie er selbst sagt, „einmalige Chance“. „Mit 31 Jahren gleich als erste Trainerstation einen gestandenen Landesligisten zu bekommen, ist sicherlich nicht alltäglich. Für dieses Vertrauen kann ich mich bei den Verantwortlichen nur bedanken“, sagt der frühere RWOler und Bocholter. Er möchte natürlich gerne da weitermachen, wo er am Sonntag mit seiner Mannschaft beim 3:1-Überraschungserfolg über Spitzenreiter Kray aufgehört hat.

Somit findet allerdings auch Bergs aktive Laufbahn als Abwehrspieler ein abruptes Ende – oder wie Walter sagt: „Einen nahtlosen Übergang vom Spieler zum Trainer.“ Berg kann nicht verhehlen, dass er das Kribbeln in den Füßen noch spürt. „Natürlich, das ist noch da. Dafür war es auch ein radikaler Schnitt jetzt“, erklärt er und fügt süffisant an: „Einmal möchte ich in dieser Saison noch spielen – und wenn es nur zehn Minuten im letzten Saisonspiel sind. Ich denke, dass mir das auch die Mannschaft gönnt.“

Am Mittwoch Spiel beim VfB Frohnhausen

Höchstwahrscheinlich nicht der Fall sein wird dies, wenn seine Elf bereits am Mittwoch (19 Uhr) beim VfB Frohnhausen den 28. Spieltag eröffnet. Nach dem 3:1-Sieg über Spitzenreiter Kray wollen die Schmachtendorfer nachlegen.

Eine Statistik ist dabei bemerkenswert: Seit dem 1:1 in Burgaltendorf vor 14 Tagen stellen die Nordler die beste Auswärtsmannschaft der Liga. Auf der anderen Seite stehen sie in der Heimtabelle nur auf Platz 13. Auf fremdem Geläuf fühlen sich die Schmachtendorfer pudelwohl. Deshalb rechnet sich Nord auch in Frohnhausen etwas aus.

Torhüterfrage lässt der Coach unbeantwortet

Dass dies aber ein schwieriges Unterfangen im Essener Westen wird, dem ist sich Berg bewusst. Das hat auch das Hinspiel gezeigt, das Nord zwar 5:2 gewann, aber längst nicht so eindeutig war, wie es das Ergebnis vermuten lässt. „Frohnhausen hat gute und erfahrene Leute, gerade in der Offensive“, weiß der Linienchef. Alleine Kevin Zamkiewicz (20 Tore) und Chamdin Said (14) erzielten bis dato über die Hälfte der insgesamt 59 VfB-Treffer.

Fraglich sind die Einsätze der Mattern-Brüder Luis und Tom, beide jeweils aus beruflichen Gründen. Sverre Müller befindet sich weiterhin im Aufbautraining. Der angeschlagene Emre Onur wird erneut ausfallen. Wer die Position zwischen den Stangen einnehmen wird, Marcel Dietz oder Akin Ergin, lässt Trainer Berg offen. „Wir haben zwei gute Torhüter.“

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