Fußball-Landesliga

Landesliga: Sterkrade-Nord als Spitzenreiter ins Topspiel

Mahmoud El-Dorr (links) und seine Sterkrader hatten in Dingden die Nase vorn.

Mahmoud El-Dorr (links) und seine Sterkrader hatten in Dingden die Nase vorn.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Hamminkeln.  Mit dem 2:0 bei Blau-Weiß Dingden hat die Spielvereinigung Sterkrade-Nord in der Fußball-Landesliga die Tabellenführung übernommen.

Einmal ausgelassen im Kreis tanzen, um die Tabellenspitze in der Fußball-Landesliga zu feiern. So viel Zeit musste am sonnigen Sonntagnachmittag auf dem prächtigen Naturrasen bei Blau-Weiß Dingden schon sein. Mit dem sechsten Sieg in Serie erkämpfte sich die Spielvereinigung Sterkrade-Nord vor dem Topspiel gegen den entthronten Tabellenführer SV Scherpenberg am nächsten Sonntag (15 Uhr) die Topposition. „Das ist schön, mehr aber auch nicht“, befand Trainer Julian Berg nach dem verdienten 2:0 (0:0) plus erwähntem Kreistanz trocken.

Für mehr als eine kurze Gruppeneuphorie sah der Coach der Nordler allerdings auch keinen Anlass. Am kommenden Sonntag dürften seine Blauen gegen den Tabellendritten aus Moers vermutlich mehr gefordert sein – auch wenn der Gegner nach zwei knappen Heimniederlagen binnen vier Tagen auf Rang drei abgerutscht ist.

Es hätte nicht viel gefehlt und die Sterkrader hätten gestern Nachmittag in Dingden in den Schlussminuten sogar noch den Sieg liegen lassen. Schiedsrichter Jan Peter Weßels, der übrigens ausgerechnet für den SV Scherpenberg zur Pfeife greift, verwehrte den Gastgebern drei Minuten vor dem Ende einen Foulelfmeter. Im Gegenzug erzielte der eingewechselte Damian Vergara Schlootz im Konter eiskalt das 2:0 für Sterkrade (86.).

„Das war für uns eine glückliche Minute und sicher auch die Schlüsselszene des Spiels“, bemerkte Trainer Berg hinterher. So weit hätte es jedoch aus Gäste-Sicht nicht kommen müssen.

Nach dem Führungstreffer kurz nach der Pause durch den agilen Sven Konarski (49.), der nach einem Dingdener Abwehrfehler freistehend in die linke Torecke vollstreckt hatte, hatten die Nordler Ball und Gegner eigentlich fest im Griff.

Doch es gelang einfach nicht, gegen nun öffnende Gastgeber einen zweiten Treffer nachzulegen. Das Sterkrader Offensivtrio mit Stefan Jagalski, Florian Witte und Julius Ufer probierte einsatzfreudig und laufstark viel. Vor allem Ufer hatte bei diversen Möglichkeiten, gerade auch in der ersten Halbzeit, mehrmals einen Treffer auf dem Schuh.

Auf der Gegenseite rettete Torhüter Marcel Dietz zweimal gegen Dingdens Torjäger Sebastian Kamps in einer Eins-gegen-eins-Situation das 0:0.

Nord-Trainer Julian Berg richtete schon wenige Minuten nach dem sechsten Sieg in Serie den Blick nach vorn, auf das Sonntagstreffen: „Scherpenberg hat mit Bora Karadag einen Riesenzocker im Team, auf den wir aufpassen müssen.“ Hieß übersetzt: Seine Defensive darf einen Spielmacher auf Regionalliga-Niveau erwarten. Der Mülheimer Karadag (29) spielte in jungen Jahren schon für Rot-Weiss Essen.

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