Leichtathletik

RWO Endurance-Team: Emotionaler Lauf für Hauffe in Athen

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Die Endurance-Läufer beim Dämmerungslauf auf dem Radschnellweg.

Die Endurance-Läufer beim Dämmerungslauf auf dem Radschnellweg.

Foto: Verein

Oberhausen.  Chris Hauffe erlebte als Halbgrieche bei seinem Marathon-Debüt emotionale Momente. Er lief den Klassikerin Athen.

Chris Hauffe war für das Endurance-Team beim Athen-Marathon am Start. Der findet in seiner heutigen Form seit 1983 statt. Mit ca. 16.000 Läufern ist er der größte Marathon in Südosteuropa. Der erste Marathonlauf der Neuzeit fand anlässlich der Olympischen Spiele 1896 statt. Grundlage war die Legende vom Botenläufer Pheidippides, der nach der Schlacht bei Marathon im Jahr 490 v. Chr. nach Athen gelaufen und auf dem Areopag nach Verkündung der Siegesnachricht vor Erschöpfung tot zusammengebrochen sein soll.

Für Hauffe ging ein großer Traum in Erfüllung, sein erster offizieller Marathon und dann gleich der klassische Athenmarathon. Durch Verletzungen gebeutelt und dann noch die Absage 2020 wegen der Pandemie stand die Teilnahme lange auf wackeligen Beinen. Aber ab Mai 2021 konnte er gut trainieren und blieb verletzungsfrei.

Auf wackligen Beinen

Nachdem die ersten zehn Kilometer recht angenehm zu bewältigen waren, wurde es danach schon schwieriger, weil es immer wieder längere Bergaufpassagen gab. Dennoch zog Hauffe den Halbmarathon unter zwei Stunden durch. Ab Kilometer 21 kam die große Steigung, die sich bis Kilometer 32 zog und ihm alles abverlangte.

Eigentlich waren für die letzten zehn Kilometer keine Kraft mehr da, aber er wurde durch die Zuschauer immer wieder angetrieben und „getragen“. Mit 4:09:42 lief er dann mit Gänsehaut ins antike Olympiastadion ein. Als Halbgrieche den klassischen Marathon praktisch zu Hause zu absolvieren, war ein emotionaler Moment, der für ihn unvergesslich bleiben wird. Es wurde am Ende Platz 2880 von 7588 Teilnehmern, das gesetzte Ziel von unter 4:30 Std. wurde deutlich erreicht.

Auf dem Runschnellweg

Gemeinsam laufen auf dem Radschnellweg, lautete das Motto für einige Sportler aus dem Endurance-Team. Auf dem abgesperrten Gelände des Bunert Runschnellwegs mit besten Bodenbelägen konnte man sein Können zeigen. Der Lauf startete mit beginnender Dämmerung.

Je nach Streckenlänge (fünf, zehn, Halbmarathon) musste bis Wendepunkt 1, 2 oder 3 gelaufen werden. Von dort geht es dann den gleichen Weg wieder zurück. Die Strecke verlief weitgehend über Asphaltwege und war vollständig flach. Start und Ziel war der Jakob-Funke-Platz, direkt vor der Zentrale der Funke Mediengruppe.

Kurz vor dem gemeinsamen Start hatte der Wettergott ein Einsehen, es hörte auf zu regnen. Markus Pompe, erst seit zwei Wochen wieder im Training, lief über zehn Kilometer 1:05:37 Stunden und war glücklich mit dem 24. Platz der AK 50 und einem gesamten 180. Platz.

Hartmut Wienen erreichte über zehn Kilometer eine persönliche Bestzeit von 53:40 und Rang fünf der M 55 und Platz 79 in der Gesamtwertung. Gaby Wienen erreichte 1:01:17, Rang drei der W55 und Platz 51 gesamt. Mirjam Hangert kam in persönlichen Bestzeit von 59:50 mit Rang zwei der AK 50 und gesamt 44. Martina Tiefenbach benötigte 1:05:37. Auf die fünf Kilometer gingen Andreas Tinnefeld (37:56) und Sabine Dominik Tinnefeld (37:57).

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