Besuch

Sport, der Generationen verbindet

Kämmerer Apostolos Tsalastras erklärte Ministerin Ute Schäfer, was mit dem Umbau des Volksparkstadions erreicht werden sollte.

Kämmerer Apostolos Tsalastras erklärte Ministerin Ute Schäfer, was mit dem Umbau des Volksparkstadions erreicht werden sollte.

Foto: FUNKE Foto Services

Sportministerin Ute Schäfer ist begeistert vom Einsatz der Ehrenamtler

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Jung und alt treffen hier zusammen, ebenso Freizeit- und Leistungssportler: „Da geht einer Sportministerin doch das Herz auf“, befand Ute Schäfer beim Blick über das Volksparkstadion, das bei ihrem Besuch am Donnerstag von dutzenden Aktiven mit Leben gefüllt wurde. Die Landesministerin für den Sport wollte vor Ort erfahren, was in den vergangenen Jahren in der Oberhausener Sportlandschaft geschehen ist – neben dem Volksparkstadion standen auch Abstecher zu Arminia Klosterhardt und zur Karl-Heinz-Pflugbeil-Halle an. Ihr Fazit: „Es war ein mutiger Schritt, Anlagen aufzugeben und dafür andere aufzuwerten.“ Gleichzeitig lobte sie den großen Einsatz von Ehrenamtlichen. „Ohne Ehrenamt kann diese Gesellschaft nicht funktionieren.“

„Vorbildliche Anlage“

Eine Laufgruppe des VfL Bergheide, junge Nachwuchsathleten des TC 69, die gerade den Weitsprung übten, oder ein frischgebackener Gewinner der nationalen U20-Meisterschaft im Zehnkampf: Im Sterkrader Volksparkstadion trainieren Leichtathleten aller Altersklassen direkt nebeneinander. „Früher waren die Leichtathletik-Gruppen über die Stadt verteilt“, erklärt Hans-Bernd Reuschenbach, zuständiger Fachbereichsleiter für die Sportentwicklung. Nun seien die Vereine gebündelt an einem Standort angesiedelt, „auf einer vorbildlichen Anlage“, wie Ministerin Schäfer bemerkt.

Dass es durchaus einigen Widerstand von Seiten der Vereine gab, die etwa ihr angestammtes Gelände aufgeben mussten, davon kann Sportdezernent Frank Motschull berichten. „Es waren einige Gespräche nötig. Inzwischen hört man aber eigentlich keine Klagen mehr.“

Bei Arminia Klosterhardt konnte Ute Schäfer einen frisch eingeweihten Kunstrasenplatz begutachten – auf dem übrigens auch Flüchtlinge mit dem runden Leder spielen können. „Ich bin vor kurzem sowohl zur Unterkunft in der Tackenbergschule als auch zur Unterkunft in der Fröbelschule gegangen, um dort nachzufragen, wer von den Flüchtlingen vielleicht Lust auf Fußball hat“, sagt Ludger Terhorst, 2. Jugendleiter der Arminia. Fußballschuhe und Bälle werden den Flüchtlingen zur Verfügung gestellt, wenn sie einmal pro Woche trainieren. „Klasse“, findet Ministerin Schäfer diese Initiative.

Beeindruckt zeigte sie sich auch von der Karl-Heinz-Pflugbeil-Halle in Vonderort, die nun Heimstätte des Inline-Skaterhockey-Vereins „Miners“ ist. „Wir haben früher jedes Jahr Schäden in Höhe von 72 000 Euro verzeichnen müssen, weil die anderen Hallen nicht für Skaterhockey geeignet sind“, so Kämmerer Apostolos Tsalastras. „Darum war es folgerichtig, den Sport hier anzusiedeln.“

Mit viel Einsatz sind der 1. Vorsitzende Stavros Avgerinos und die anderen „Miners“ dabei, die Halle weiter herzurichten. „Wir planen noch eine Tribüne.“

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