Ironman-Vorbereitung

Timo Schaffeld auf Hawaii gegen Wind und Hitze

Timo Schaffeld im Vorjahr auf der Radstrecke auf Hawaii.

Timo Schaffeld im Vorjahr auf der Radstrecke auf Hawaii.

Foto: Foto: Privat / NRZ

Oberhausen.  Im Vorjahr gewann Timo Schaffeld sensationell den Ironman auf Hawaii in der AK 18/24. Er bereitet sich akribisch auf die Wiederholung vor.

Der Stichtag ist der 12. Oktober. Im Prinzip arbeitet Timo Schaffeld seit einem Jahr darauf hin, auf Hawaii wieder den Ironman zu gewinnen Denn vor Jahresfrist gelang ihm diese Sensation nach schwerer Sturz-Verletzung nur einige Wochen zuvor. Wer einmal da war, will wieder oben aufs Podium. Für ihn geht es jetzt in die vorletzte Phase der Wettkampfvorbereitung.

Denn nachdem er auf der Mitteldistanz in Nizza seine Form testete und sie bestätigt fand, war er kurz in Oberhausen und weilt nun eine Woche in Hamburg, wo er ein Blockseminar in seinem Studium absolvieren muss. Ende der Woche ist er noch einmal kurz in Oberhausen, aber eigentlich nur um zu packen. Am 2. Oktober geht es mit dem Flieger nach Kailua-Kona auf Big Island. Dort beginnt die zehntägige Akklimatisierung und Trainingsphase vor Ort. „Ich will meinen Titel verteidigen“, sagt er ganz klar. Ob ihm das in der damaligen Streckenrekord-Zeit von 8:51 Stunden für die Altersklasse 18/24 gelingt, ist ihm eigentlich schnuppe. „Da hat man ohnehin keinen Einfluss drauf, denn die Zeit wird von den äußeren Bedingungen gemacht.“ Und die heißen auf Hawaii Wind und Hitze. „Bei meinem Vorjahressieg war alles super, jetzt kann es ganz anders werden. Wenn ich neun Stunden brauche und gewinne, ist mir das auch egal.“

Deswegen wählte Schaffeld auch die recht lange Phase von zehn Tagen der Eingewöhnung, um wirklich bestens auf die Gegebenheiten eingestellt zu sein. Unterstützt dabei wird er von rund 20 Begleitern, Familie und Freunde. Die machen aber alle Urlaub dort und unterstützen ihn. „Wir haben zwei Häuser gemietet, die machen sich hier alle eine schöne Zeit“, neidet Schaffeld den anderen die Erholung nicht.

Ernährungsplan ist abgestimmt

Er wird meist allein trainieren oder mit ihm bekannten deutschen Triathleten. Er hat seine Trainingspläne aus Deutschland mit, ebenso einen Ernährungsplan. „Ein, zwei Tage vor dem Wettkampf muss man aufpassen, da sollten die Kohlehydrat-Speicher gut aufgefüllt werden“, weiß er um die Tortur unter den extremen Bedingungen auf der Strecke mit 3,9 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometern auf dem Rad und dem abschließenden Marathon Lauf.

Hawaii ist in Sachen Ironman übrigens mittlerweile so etwas wie die Insel der Deutschen. Neunmal gewannen die den Ironman bei den Herren, Patrick Lange war 2018 der fünfte Deutsche in Folge, der vorne lag. Schaffeld hätte nichts dagegen, in einigen Jahren diese Tradition fortzuführen. Er ist auf dem besten weg dahin.

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