Graffiti-Aktion

Turnerbund Osterfeld hübscht sich richtig auf

Tbd. Osterfeld Graffiti

Tbd. Osterfeld Graffiti

Foto: Verein

Oberhausen.  Die kahle Betonmauer war einmal. Jetzt leuchtet es im Eingangsbereich farbenfroh. Auch dank Graffiti-Künstler Simon Bobsien.

Endlich war es soweit. Ina Seelig, Übungsleiterin beim Tbd. Osterfeld, hat mit acht Mädchen ihrer Teenie-Fitness-Gruppe die bisher hässlichen Beton-Stützmauern an der Kapellenstraße gemeinsam mit dem Graffiti-Künstler Simon Bobsien verschönert.

Die Sportgruppe im Alter von zehn bis 14 Jahren war begeistert, als sie hörte, dass sie ausgewählt worden war, Graffitis an einer öffentlichen Fläche aufbringen zu dürfen. „Das ist schon was Besonderes für Jugendliche in diesem Alter“, sagt Seelig. Sie treibt mit ihren Mädchen erfolgreich Sport „querbeet“, alle Sportarten werden ausprobiert. Bewegungs-, Teamspiele, kleine Wettkämpfe, über Yoga oder auch im Wald, im Sand oder auf dem Sportplatz.

Schnell in sozialen Medien geteilt

Nach der Aktion mit Bobsien an der Mauer verbreiteten die Jugendlichen in ihren sozialen Gruppen, wie „ultra-geil“ das gewesen sei. Jetzt schon freut sich die andere Hälfte der Gruppe über ein weiteres Graffiti-Projekt: ein Teil der Gebäudewand der vereinseigenen Turnhalle soll mit weiteren Sportmotiven besprüht werden.

Bobsien, Künstler, Student, Sprayer und Webdesigner, begann seine Vorbereitungen bereits im November letzten Jahres, als er sein Projekt dem Vorstand des Turnerbunds vorstellte. Die anschließende Genehmigung des digitalen Entwurfs mit den Stadt-Verantwortlichen verlief unkompliziert. Nun acht Monate später wurden nur noch Details verfeinert. Die verwendeten Detail-Motive und Farben suchte Bobsien nach den Vereinsfarben des Tbd. Osterfeld aus und orientierte sich an der Vereins-Homepage.

Eigendynamik im kreativen Prozess

Und wie das bei „richtigen“ Künstlern so ist, so eine Aktion hat natürlich ihre Eigendynamik. Die Mädchen mussten das Sprühen erlernen und so sehen die Graffitis noch kreativer aus als geplant. Bobsien: „Es ist eben auch ein sehr sehr starker Prozess - während des ganzen Tages. Ich hab zwar von Anfang an auf das Ziel hingearbeitet, jedoch während des Malens haben sich auch noch viele neue Entscheidungen ergeben. Die Mädchen hatten Bedenken über die Ränder zu kommen und so habe ich mich für die Technik des „Nebelns“ entschieden.“

Der Oberhausener Fotograf Carsten Walden begleitete die stundenlange Aktion und dokumentierte in hunderten von Fotos und einer Zeitrafferaufnahme den Gestaltungs-Verlauf. Er gestand: „Es ist spannend zu verfolgen, wie aus dem Nichts heraus so ein Wahnsinnsergebnis erzielt werden kann.“

Sportarten künstlerisch dargestellt

Passanten, die während des Aktionsverlaufs vorbei kamen, waren sich einig, dass diese Verschönerung ein wertvoller Beitrag zur Verbesserung des Wohnumfelds ist. Die bei Oberhausens größtem Breitensportverein angebotenen Sportarten sind trotz künstlerischer Darstellung erkennbar.

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